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Kaufland will Angebot in Linthe konzentrieren

Mittelmark Kaufland will Angebot in Linthe konzentrieren

Die Handelskette „Kaufland“ will am Standort Linthe (Mittelmark) sein Angebot konzentrieren und ausbauen. Dazu soll bis spätestens 2020 am Standort des bislang getrennten Getränkemarktes eine neue Verkaufshalle betriebsbereit sein. Sie vereint dann alle Waren unter einem Dach.

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Nicht mehr zeitgemäß sind aus Sicht von Kaufland die Verkaufshallen in Linthe. Daher soll jetzt ein Neubau her und künftig alle Waren unter einem Dach präsentiert werden.

Quelle: Thomas Wachs

Linthe. Alle seine Waren unter einem Dach anbieten – das möchte der Einkaufsdienstleister „Kaufland“ schnellstmöglich an seinem seit Jahren etablierten Standort in Linthe. Dort, direkt an der Autobahn 9, will das Handelsunternehmen einen Neubau errichten. Dann soll die heutige Trennung zwischen dem größeren allgemeinen Bereich und dem bislang noch auf der anderen Seite des Parkplatzes angesiedelten Getränkemarkt aufgehoben werden.

Im Bestand ist keine Entwicklung möglich

Nur so könne der Standort langfristig gesichert werden. Das erklärte die Grundstücksgesellschaft Friedrich Bremke GmbH & Co. KG als Immobilieneigentümer vor Jahresfrist in einem Schreiben an die Gemeinde sowie am Mittwochabend in der Sitzung der Gemeindevertretung. Prokurist Ingo Kuhne und Geschäftsführer Uwe Kröber hatten dort deutlich gemacht, dass es Kaufland nach eigenen Angaben in den bestehenden Hallen „nicht mehr möglich sei, einen zeitgemäßen Marktauftritt“ zu bieten. Dieser beinhaltet eine modernere Präsentation der Waren. Zum neuen Konzept zählen auch Bedientheken für frische Fleischwaren und Käse sowie womöglich auch für Fisch. Auch seien Backstationen geplant.

„Das alles benötigt auch mehr Platz für Kühlung und Aufbereitung der Frischwaren“, erklärte Ingo Kuhne. Deshalb solle am neuen Markt zwar die Gesamtfläche des Gebäudes wachsen. Die reinen Verkaufsflächen jedoch blieben in der Summe unter denen der bisherigen Märkte und angegliederten Geschäfte.

Etablierter Handelsstandort

Seit Jahren ist der Handelstandort Linthe in Bewegung. Neben dem Supermarkt der Kaufland-Gruppe waren Geschäfte für Schuhe, Gardinen und Teppiche sowie Blumen und ein Imbisslokal angesiedelt.

Der Hallenkomplex von Kaufland ist 1995 errichtet worden. Die von den benachbarten Märkten genutzten Hallen stammen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Eigentümer der Grundstücke und Immobilien zwischen dem Dorfrand und der Autobahn 9 ist die Grundstücksgesellschaft Friedrich Bremke GmbH & Co. KG aus Arnsberg in Nordrhein-Westfalen.

Sie hatte im Jahr 2014 den Discounter Aldi auf dessen Wunsch in Linthe angesiedelt.

Aldi schloss die Filiale im eigens errichteten Neubau jedoch nach nur zwei Jahren Betrieb, zu Jahresende 2016 wieder, zahlt weiter aber Miete für insgesamt zehn Jahre.

Für das neue Konzept soll am Ort des Getränkemarktes ein komplett neuer Hallenbau errichtet werden, der dem aktuellen Design des Unternehmens und neuen Strukturen zur Verkaufskultur entspricht. „Kaufland schwebt vor, möglichst bis 2019 und spätestens bis 2020 den neuen Markt in Betrieb zu haben“, erklärte Ingo Kuhne vor Gemeindevertretern. Diese billigten die Erweiterungspläne einstimmig.

Nach Angaben der Grundstücksgesellschaft ist vorgesehen, für eine Übergangszeit zunächst den Getränkemarkt in den allgemeinen Trakt zu integrieren bis der Neubau bezugsfertig ist. Was danach mit den bisherigen Hallen wird, ist offen. „Sie bleiben wahrscheinlich erstmal stehen und könnten auch vermietet werden“, erklärte der Prokurist.

45 000 Einwohnern als potenzielle Kunden

Konflikte mit Festlegungen des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg (LEP) fürchten die Investoren nicht. In der Beschlussvorlage hatte die Amtsverwaltung Brück darauf verwiesen, dass laut LEP zur Einzelhandelseinrichtungen mit mehr als 800 Quadratmetern Nutzfläche nur in zentralen Orten zulässig seien. Jedoch können vorhandene Einrichtungen verändert werden, wenn sich die Verkaufsfläche nicht erhöht. „Auch brauchen wir den Landesentwicklungsplan gar nicht, weil wir mit einer Baugenehmigung arbeiten und keinen Bebauungsplan brauchen“, sagte Uwe Kröber. Auch der Linther Bürgermeister, Ottheiner Kleinerüschkamp (CDU), geht davon aus, dass es keine Probleme mit der Baugenehmigung gibt. „Jedenfalls haben wir noch nichts davon gehört“, sagte der Ortschef am Mittwochabend.

Kaufland bedient nach eigenen Analysen mit dem Standort im 900 Einwohner zählenden Dorf Linthe als größter Versorger der Region ein engeres Einzugsgebiet von rund 20 000 Einwohnern. Im erweiterten Radius werde gar mit bis zu 45 000 Einwohnern als potenzielle Kunden kalkuliert, erklärte Ingo Kuhne.

Von Thomas Wachs

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