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Kehrtwende: Netto-Markt in Brück bleibt offen

Potsdam-Mittelmark Kehrtwende: Netto-Markt in Brück bleibt offen

Der Netto-Markt hinter der Brücker Amtsverwaltung hat wider die eigenen Ankündigung nach wie vor geöffnet. Tatsächlich soll das so bleiben, wie es sich Handelskette, Kunden und Stadtväter auch gewünscht haben. Die alternativ ebenfalls schon geschmiedeten Neubaupläne sind vom Tisch.

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Rosemarie Matis aus Neuendorf bei Brück kann weiter wie gewohnt in der Brücker Netto-Filiale einkaufen.
 

Quelle: Andreas Koska

Brück.  Der Netto-Markt im Planestädtchen, der Ende September geschlossen werden sollte, hat nach wie vor geöffnet. Die Ladentüren öffnen sich immer noch automatisch beim Herannahen eines Kunden mit seinem Wagen. Im Innern deutet ebenfalls nichts darauf, dass auf einen Ausverkauf schließen lässt. Die Regale sind gefüllt und die Mitarbeiterinnen gehen unaufgeregt ihren Aufgaben nach.

Wie es scheint, bleibt es auf Dauer dabei. Denn die Eigentumsverhältnisse scheinen sich im Sinne der Brücker geändert zu haben. Das geht aus einer Vorlage für die Stadtverordneten hervor.

Nach erfolgreichen Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer des Einkaufmarktes im Zentrum und Zustimmung der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark zur Zulässigkeit der Umnutzung des bestehenden Komplexes werden die Planungen zur Errichtung eines neuen Gebäude nicht mehr fortgeführt, teilt die Verwaltung darin mit. Auf MAZ-Nachfrage war sie noch eher nebulös geblieben. „Wir erwarten vom Investor eine offizielle Verlautbarung“, hatte Amtsdirektor Marko Köhler gesagt und offenbar wissend ergänzt: „Grundsätzlich sieht es aber gut aus!“

Wann der Umbau beginnt und ob nur die einstige Schlecker-Filiale oder auch das ehemalige Fitnessstudio in den Supermarkt integriert werden, ist in dem Papier freilich ebenfalls noch nicht zu lesen. Ursprünglich hatte die Geschäftsleitung der Discountkette ihre Räume zum 30. September gekündigt, da die angestrebte Erweiterung der Fläche von 800 auf übliche 1000 Quadratmeter – in Bad Belzig schon verwirklicht, in Wiesenburg in Vorbereitung – vor Ort nicht realisierbar schien. Statt dessen wollte in Netto lieber im rechten Winkel zum dann wohl ganz und gar leer stehenden Gebäude einen Neubau in Eigenregie schaffen.

Der deshalb von den Stadtvätern befürwortete Bebauungsplan braucht nun aber wahrscheinlich nicht mehr aufgestellt werden. Damit dürfte vor allem den vielen älteren Bürgern ein Stein vom Herzen fallen. Netto ist der einzige Nahversorger nördlich der Bahnstrecke. Südlich davon gibt es noch eine Penny-Filiale – für immerhin 3900 Einwohner in der Kernstadt.

Die Kunden wie Rosemarie Matis aus Neuendorf (bei Brück) freuen sich über die sich abzeichnende Entwicklung. Die Rentnerin kauft hier häufig ein. „Es wäre schlimm, wenn das Geschäft schließen würde“, sagt sie.

Der Fortschritt dürfte auch Margarete Günther freuen. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats hat im Frühsommer Verwaltung und Politik aufgefordert, den Bestand zu sichern. Es scheint gefruchtet zu haben, sowohl der Amtsdirektor Marko Köhler als auch sein Stellvertreter Lars Nissen und Bürgermeister Matthias Schimanowski haben sich für den Erhalt eingesetzt.

Von Andreas Koska

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