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Potsdam-Mittelmark So war das Konzert des Keimzeit-Akustik-Quintetts
Lokales Potsdam-Mittelmark So war das Konzert des Keimzeit-Akustik-Quintetts
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17:31 13.01.2019
Das Keimzeit-Akustik-Quintett ist traditionell im Januar für drei Konzerte auf die Burg Rabenstein gekommen. Quelle: fotos: Michaela Weiss
Rabenstein/Fläming

Sich selbst noch einmal vergewissernd, ob alle fünf Musiker auf der Bühne sind, begrüßte Norbert Leisegang das Publikum zum Auftritt des Keimzeit-Akustik-Quintetts im Rittersaal der Burg Rabenstein.

„So jung und doch so unfassbar von gestern“ – dieser Wortlaut im Song des gleichnamigen Albums „Albertine“, beschreibt den Charakter des Keimzeit-Akustik-Quintetts. Jene Band, die musikalisch verknüpft ist mit Keimzeit selbst – und deren Liedern einen Hauch der 1960er und 70er Jahre verleiht. Dieses Flair verbreitete sich am Freitagabend auch sekundenschnell im Rittersaal.

Lockeres Musikprojekt

Sänger Norbert Leisegang bildet mit Bruder und Bassist Hartmut sowie Ausnahmegitarrist Martin Weigl die Konstante der Hauptband und auch des Nebenprojekts. Zusammen mit der bezaubernden Geigerin Gabriele Kienast und Rhythmuskoryphäe Christian Schwechheimer bilden sie das Keimzeit-Akustik-Quintett mit handgemachtem Sound.

Diese Künstlerformation stellt ein lockeres, interessantes Musikprojekt dar, das mit Blues-, Folk- und Countryakzenten für Stimmung sorgt. Nicht ganz unschuldig an der lockeren Stimmung im Saal sind neben kleinen Improvisationen auch der Humor von Norbert Leisegang, der gern Weigl, das jüngste Bandmitglied, auf die Schippe nimmt.

Hartmut Leisegang freut sich, dass beim Quintett der Bass zum Einsatz kommt. Quelle: Michaela Weiss

Der wiederum nimmt an akustischen Abenden wie diesen sehr gern seine „Dobro“ – eine spezielle Gitarre – oder das Banjo in die Hand, die sonst auf großen Bühnen überwiegend im Koffer bleiben.

Bei Christian Schwechheimer entdeckt der aufmerksame Gast eine „Baileys“-Dose unterm Schlagzeug. „Die ist mit Reis gefüllt“, erläutert er. Der Schlagzeuger sorgt bei diesem Projekt mit Percussioninstrumenten und Klangwerkzeugen der Marke Eigenbau für den richtigen Groove.

Heimatgeschichten für Zwischendurch

Dass sein Kontrabass bei Keimzeit selbst nicht zum Einsatz kommt, gleicht sich beim Quintett für Hartmut Leisegang aus. Diesen bespielt er allemal lieber – und beim Akustik-Quintett rundet er das Bühnen- und Klangbild optimal ab.

Zwischendurch packt Norbert Leisegang das Publikum immer wieder mit Heimatgeschichten, wie jene vom Seestern, aus dessen Erinnerung der gleichnamige Song entstand. „Viele können hier mitreden und finden sich in den Geschichten wieder, weil die Heimat unserer Vergangenheit oft dieselbe ist“, findet der Sänger und Songschreiber.

Das hat auch bei Keimzeit-Konzerten Tradition: Die Musiker nehmen sich im Anschluss Zeit für ihre Fans. Quelle: Michaela Weiss

Gemeinsam überlegen die Musiker bei gemeinsamen Treffen im Jahr, welche kleinen Ausflüge in die Welt der Filmmusik für das aktuelle Programm ansprechend sein dürften. Am vergangenen Wochenende nahm der Soundtrack aus dem Erfolgsstreifen „The Broken Circle“ das Publikum mit auf die Reise in ein amerikanisches Musikerleben.

Das Wohnzimmer-Ambiente in den historischen Mauern fasst gerade einmal 150 Personen und macht das Akustik-Konzert der fünf Musiker zu einem familiären Klangevent der Extraklasse. Traditionell plant Bandmanager Dirk Tscherner gemeinsam mit dem Keimzeit-Akustik-Quintett seit Jahren drei aufeinanderfolgende Konzerte auf der Burg.

Akustik kommt im Saal zur Geltung

Damit werden sie nicht nur der Publikumsnachfrage, sondern auch dem Aufwand für den Bühnenaufbau im kleinen Rittersaal gerecht. In jener Lokalität schwärmt jeder Gast von der einzigartigen Akustik, die Tontechniker Jürgen Block realisiert.

Zum optischen Erlebnis wird der Abend zusätzlich mit der darauf abgestimmten Lichttechnik von Roland Görisch, dem es jährlich gelingt, der kleinen Bühne vor dem Kamin einen warmen Lichtzauber zu verleihen.

„Nirgends kommt die Tradition des Keimzeit-Akustik-Quintetts so zur Geltung wie hier. Der Kern des Publikums ist jährlich derselbe – und das macht es auch so wunderbar familiär. Das fühlt sich gut an und macht Spaß“, sagt Gitarrist Martin Weigl.

Von Michaela Weiss

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