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Potsdam-Mittelmark „Keimzeit“ in der Heimat
Lokales Potsdam-Mittelmark „Keimzeit“ in der Heimat
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00:34 22.08.2015
Norbert Leisegang, Chef der Gruppe „Keimzeit“, ist diesen Sommer schon vierlen Leuten mit guter Laune begegnet. Quelle: Detlev Scheerbarth
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Lütte

Die Gruppe „Keimzeit“ wird in der Kur- und Kreisstadt bereits sehnlichst erwartet. Das dieses Mal etwas verspätete, von der Märkischen Allgemeinen Zeitung dennoch immer wieder gern präsentierte „Heimspiel“ der Kapelle findet freilich aus gebührendem Anlass erst an diesem Wochenende statt. Es bildet den Auftakt zur 52. Burgfestwoche.

„Das Zusammentreffen der Ereignisse ist nicht obligatorisch. Es ist aber auf jeden Fall eine Ehre für uns“, sagt Dirk Tscherner. Der in Bad Belzig lebende Manager der Band, von Zeit zu Zeit selbst mehr oder weniger aktiv im Festverein engagiert, erinnert daran, dass die Formation vor acht Jahren – damals zum Finale auf der Marktplatzbühne – letztmalig derartig in die hiesige Traditionsveranstaltung eingebunden war.

Mehr denn je kommen Norbert Leisegang und Mitstreiter gerade auf einer Welle des Erfolgs daher. Nach exklusiven Auftritten zu Beginn des Monats auf der Kogge „Wissemara“ bei der Hanse-Sail in Rostock und vor 10 000 Besuchern beim Dresdener Altstadtfest am vergangenen Wochenende geht es nun in die Heimat. Sie hält für die Musiker und ihre hiesigen Anhänger gewiss wieder einige spannende Begegnungen parat. Dabei ist ohnehin das Tonstudio von Jürgen Block regelmäßig ein Fixpunkt für das Ensemble und für ihn selbst das Elternhaus, wie der Frontmann sagt. Außerdem hat das Ereignis in dem historischen Gemäuer längst seinen Geheimtippstatus verloren und lockt statt dessen zahlreiche Besucher aus allen Ecken der Bundesrepublik an.

Bürgermeisterin eröffnet Burgfestwoche

Das traditionelle Heimspiel der Gruppe „Keimzeit“ aus Lütte findet am Sonnabend, 21 Uhr, auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig statt. Es wird ein weiteres Mal von der Märkischen Allgemeinen Zeitung präsentiert.

Ehe es losgeht, wird die 52. Burgfestwoche eröffnet. Dies obliegt Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos).

Rollstuhlfahrer und womöglich reifere Semester, die das Konzert von einem Sitzplatz aus verfolgen wollen, können ein für sie reserviertes Podest nutzen.

Für Gehörlose übersetzt Laura M. Schwengber das Konzert. Wie im Sommer vergangenen Jahres steht sie deshalb mit auf der Bühne.

Aktuell dabei sind darüber hinaus Norbert Leisegang (Gesang), Hartmut Leisegang (Bass), Andreas Sperling (Keyboard), Martin Weigel (Gitarre), Lin Dittmann (Schlagzeug) und Sebastian Piskorz (Trompete).

Eintrittskarten gibt es (im Vorverkauf für 22Euro unter anderem in der in der Tourist-Information Bad Belzig, Am Markt, oder an der Abendkasse: 25 Euro. Das limitierte Bad-Belzig-Ticket (mit Anstecker zur Burgfestwoche) ist ausverkauft.

„In diesem Sommer herrscht ohnehin allerseits gute Laune bei den Leuten“, hat Norbert Leisegang festgestellt. Das liegt natürlich am meist sonnigen Wetter während der Freiluftsaison. „Doch selbst wenn es schauert, wie beispielsweise beim Konzert zur Bundesgartenschau mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg auf der Marienbergbühne in Brandenburg/Havel, ist das Publikum entspannt und ob der Regenschirme gab es obendrein ein farbenfrohes Bild“, hat der 54-Jährige beobachtet. Er sieht sich für die Herausforderungen allemal gewappnet. „Das Schlimmste bei der Hitze ist meist der Soundcheck am Nachmittag“, berichtet er von den jüngsten Tournee-Erfahrungen. Während des meist etwa zweieinhalbstündigen Auftritts sind vor allem Wasserflaschen und Handtücher für die Pausen zwischen den Liedern stets griffbereit. „Bier ist aber nicht verboten“, so der Chef des Sextetts, das ohnehin für seine ausdauernden Konzerte bekannt ist.

Das zu Jahresbeginn veröffentlichte elfte Studio-Album „Auf einem Esel ins All“ kommt – laut Verkaufszahlen und Hitlisten – bei den Zuhörern offenbar gut an. Entsprechend werden Titel davon einen großen Teil des Programms ausmachen, kündigt der Sänger an. Daneben werden Klassiker wie „Kleinod“ oder „Schmetterlinge“ zum besten gegeben, wie sie eigens für die Aufführungen des Theaterstücks „Keim-Zeit“ an den Städtischen Bühnen Gera rekapituliert worden sind.

Seine ganz und gar eigene Note soll das Spektakel indes erhalten, wenn das Duett mit Marion Bohn angestimmt wird. Bei der „Keimzeit“-Gründung vor 33 Jahren noch vornweg hat sie dort letztmalig 2007 mitgesungen. Nun also zeichnet die Kindergärtnerin wieder einmal für eine besondere Note des „Heimspiels“ verantwortlich.

Von Rene´Gaffron

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