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„Keimzeit“ vor Heimspiel auf Burg Eisenhardt

Bad Belzig „Keimzeit“ vor Heimspiel auf Burg Eisenhardt

Die Gruppe „Keimzeit“ absolviert am Wochenende ihr Konzert vor heimischer Kulisse. Sonnabend, 21 Uhr, geht es auf der Burg Eisenhardt über die Bühne. Unter dem Motto „Auf einem Esel ins All“ bringen Norbert Leisegang und Mitstreiter bewährtes Liedgut zu Gehör. Dennoch wird ein exklusives Konzerterlebnis versprochen.

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Lin Dittmann sitzt seit drei Jahren bei der Gruppe „Keimzeit“ am Schlagzeug.

Quelle: Dirk Tscherner

Bad Belzig. Lin Dittmann hat sein „Heimspiel“ bereits absolviert. Denn der Schlagzeuger stammt aus Erfurt. Dort hat die Gruppe „Keimzeit“ im Mai zuletzt gespielt Nunmehr naht mit dem Konzert auf der Burg Eisenhardt in der Kur- und Kreisstadt ein weiterer Höhepunkt – alljährlich und immer wieder gern präsentiert von der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

„Bei den Kollegen ist eine gewisse Aufregung zu spüren“, sagt der Trommler. Dem Vernehmen nach ist ausgerechnet der zuweilen singende Gitarrist Martin Weigel und Jüngste der Truppe in den heimischen Gefilden gerade etwas weniger entspannt. Was Lin Dittmann verständlich findet, weil ja besonders viele gut bekannte Gesichter im Publikum sein werden. Anhänger der Bruderschaft Leisegang aus nah und fern. Für den 40-Jährigen an den Fellen und Becken ist es inzwischen das dritte Mal, das er hierzulande dabei ist.

Bad Belzig wird innerhalb der Tournee zum Album „Auf einem Esel ins All“ erneut angesteuert, was jedoch keineswegs als Fingerzeig auf eine kreative Pause oder gar Ideenlosigkeit gedeutet werden sollte. Ganz im Gegenteil. „Das Werk hat sich gerade bei den Veranstaltern als sehr tragfähig erwiesen“, erklärt Dirk Tscherner. Wie der Manager bestätigt, laufen neben den Auftritten der Band die Projekte des Akustik-Quintetts, mit der Theaterproduktion „Keim-Zeit“ in Mitteldeutschland und die Kooperationen mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg weiter.

„Kling Klang“ ist der Hit

Das Heimspiel der Gruppe „Keimzeit“ aus Lütte findet am kommenden Sonnabend, 21 Uhr, auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig statt (Einlass ist ab 19 Uhr). Dieses Konzert wird ein weiteres Mal von der Märkischen Allgemeinen Zeitung präsentiert.

Eintrittskarten für das Konzert gibt es noch (für 22 Euro plus Vorverkaufsgebühr) unter anderem in der Tourist-Information Bad Belzig, Am Markt, oder an der Abendkasse: 25 Euro.

Das Sextett aus Lütte ist 1980 als Geschwister-Formation der Familie Leisegang gestartet. Inzwischen ausgeschieden: Roland Leisegang und Marion Bohn (geb. Leisegang).

Bislang wurden elf Studioalben produziert. „Kling Klang“ (1993) ist der Erfolgstitel.

Am Schlagzeug sitzt gegenwärtig Lin Dittmann. Aktuell dabei sind darüber hinaus Norbert Leisegang (Gesang), Hartmut Leisegang (Bass), Andreas Sperling (Keyboard), Martin Weigel (Gitarre) und Sebastian Piskorz (Trompete).

Das aktuelle Album „Auf einem Esel ins All“ hat kurz nach Veröffentlichung im März 2015 Platz 97 der Album-Hitliste von Media Control erreicht. Es war erstmals im Studio von Andreas Sperling in Wiesenhagen (Teltow-Fläming) eingespielt worden.

Gleichwohl sind Frontmann Norbert Leisegang und seine Mitstreiter noch schöpferisch tätig und haben bereits einige Titel für das nächste Album geschrieben. „Ein halbes Dutzend etwa ist schon mal geprobt worden“, verrät Lin Dittmann. Bei dem nun anstehenden Gastspiel in Bad Belzig werden mindestens zwei Titel schon exklusiv zu Gehör gebracht. „Rubin“ und „In Glasscherben“, heißen sie und haben unlängst in Osterburg die letzte Bühnenreife erlangt. Dort hat sich die Kapelle etwas Zeit und Raum genommen, um das Tournee-Programm für das nächste halbe Jahres vorzubereiten. Bewährtes Liedgut inklusive.

Das Konzert in Bad Belzig ist zudem abgesehen von einem „Keimzeit“-Engagement bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin dieses Jahr das einzige, in dem Laura M. Schwengber mitwirken wird. Seit 2013 ist die Gebärdensprachdolmetscherin mehr als eine Ergänzung auf der Bühne. Die Gehörlosen schätzen gerade die spürbar fröhliche Atmosphäre der Konzerte mit ihr auf der mehr als 1000-jährigen Festung, weiß Dirk Tscherner. Er verweist wiederum auf das ganz spezielle Zeremoniell der An- und Zusammenkunft der Besucher in seiner Heimatstadt. Längst ist es ein Treffen der Generationen geworden, die seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten mit der Musik aus Lütte durchs Leben gehen.

Für die Musiker und ihren engeren Freundeskreis bietet die Kulisse häufig noch Gelegenheit für ein sportliches Miteinander. Gerade auf der Burg Eisenhardt wird vorab nämlich eine Runde mit dem Volleyball gespielt, weiß Dirk Tscherner zu berichten. Nicht nur, aber gewiss auch deswegen, hofft er auf das für gewöhnlich schöne Sommerwetter für den bevorstehenden Konzertabend hoch über Bad Belzig. Und die Prognose wird immer besser.

Von René Gaffron

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