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Potsdam-Mittelmark Kein À-la-Carte mehr im „Werderaner“
Lokales Potsdam-Mittelmark Kein À-la-Carte mehr im „Werderaner“
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15:47 12.02.2017
Sein Lachen verliert Gasthaus-Inhaber Bernd Hix wegen der Schließung des täglichen Restaurantbetriebs nicht. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Bernd Hix lebt für seine Gaststätte „Zum Werderaner“ in der Berliner Straße und doch musste er diese Entscheidung treffen. Ab sofort bleibt sein beliebtes Restaurant an der Bundesstraße 1 für das À-la-carte-Geschäft geschlossen. Seit ein paar Tagen weist auch eine Tafel am Straßenrand darauf hin.

Die Entscheidung habe er aus wirtschaftlichen und privaten Gründen gefällt. „Ich war 23 Jahre selbstständig und möchte jetzt etwas kürzer treten“, sagt der 57-Jährige. Aber ganz aufgeben will er noch nicht. „Gemeinsam mit meiner Tochter führe ich die Pension weiter und öffne das Restaurant für angemeldete Feiern oder Versammlungen“, so Hix weiter.

Weiterhin Treffpunkt für Vereine

Die Gaststätte „Zum Werderaner“ lebt von Stammkundschaft. Vor allem im Winter aber sei das Restaurant tagsüber oft leer geblieben. Alle bereits gebuchten Familienfeiern oder Vereinstreffen für dieses Jahr finden trotz Schließung des Restaurants statt, betont Hix. Der Kalender sei gut gefüllt. Auch in Zukunft möchte er Buffets für Feiern ab 20 Personen anbieten und auch außer Haus beliefern. Seine 23-jährige Tochter Josefine ist gelernte Köchin und hilft ihm dabei. Allen anderen, teils langjährigen Mitarbeitern musste der Hobby-Gastronom kündigen. „Ich muss mich wirklich bedanken, dass sie mir so lange die Treue gehalten haben, das gleiche gilt natürlich für unsere Kunden“, sagt Hix.

Das Gasthaus bleibt zudem weiter Treffpunkt für viele Vereine, wie den Glindower Kleintierzuchtverein, den Werderaner Rassegeflügelzüchterverein, den Karnevalsverein und auch für den Landesfußballverband. Zehn Jahre hat Hix den „Werderaner“ als Restaurant und Pension betrieben. Das Gebäude, einst eine Schlächterei, wurde erst vor wenigen Jahren aufwendig saniert. Zu der Pension gehören sieben Doppel- und ein Einzelzimmer. „Dank vielen Bauarbeitern, die von montags bis freitags in Werder auf Montage sind und unterkommen müssen, sind wir gut ausgelastet. Der Bedarf ist auf jeden Fall da“, erzählt Hix. Obwohl er sich nun nicht mehr täglich auf die Bewirtung von Gästen einstellen muss, ist er trotzdem jeden Tag vor Ort, um die Zimmer zu reinigen oder die Buchungen zu verwalten. „Traurig bin ich eigentlich nicht darüber, dass das À-la-carte-Geschäft jetzt wegfällt. Ich bin ja immer noch hier“, sagt er.

Mehr Zeit für Fußball

1993 machte sich Hix mit einem Imbisswagen in der Plötziner Straße in Glindow selbstständig und wagte ein paar Jahre später den Schritt, dort eine Kantine auszubauen. 1998 übernahm er die Gaststätte „Dausberg“ am Rande der B 1 in Werder, die jetzt von Bernd Gerstädt betrieben wird. Bis 2006 war Hix dort Chef und hatte bereits 2005 den „Werderaner“ ersteigert.

Hix bleibt trotz allem nach wie vor Sponsor des Glindower Fußballvereins und freut sich, dass er künftig mehr Zeit für seinen Geschäftsführer-Posten im Vorstand des Fußballclubs hat. Unter anderem hat er sich vorgenommen, neue Förderer zu finden. Ursprünglich stammt Hix aus Golm und hat eine Aubsildung zum Maschinenanlagemonteur im ehemaligen Karl-Marx-Werk in Babelsberg gemacht. Seine Frau, gelernte Fleischwarenverkäuferin, brachte ihn nach Glindow und in die Gastronomie-Branche.

Positives Feedback für regionale Küche

Seit mehr als 20 Jahren gehört Bernd Hix, unter anderem tätig als Mannschaftsbetreuer und Geschäftsführer, zum FSV Eintracht Glindow.

Erst im November veranstaltete er gemeinsam mit Trainer Edgar Hecht ein Enten-Essen für Hilfsbedürftige der Tee- und Wärmestube Werder in seinem Restaurant.

Im Internet wird das Restaurant „Zum Werderaner“ größtenteils positiv bewertet. Das Gasthaus erhält im Durchschnitt knapp vier von fünf Sternen.

Die Gäste schwärmen von leckerer regionaler Küche, gutem Preis-Leistungsverhältnis, freundlichem Service und einer reichlichen Essenauswahl. Auch die Pensionszimmer kommen gut an.


Auf der Speisekarte standen saisonale Gerichte. Im Frühjahr gab es im „Werderaner“ Spargel, im Herbst kamen Pilze auf den Teller und im Winter tischte Bernd Hix Wild mit hausgemachten Knödeln und im Dezember Gänsekeule, Kaninchen und Ente auf.

Von Luise Fröhlich

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