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Potsdam-Mittelmark Kein Telefon: Rentnerin von Telekom vergessen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kein Telefon: Rentnerin von Telekom vergessen
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18:33 10.11.2017
Christa Schulze mit der gerissenen Telekom-Freileitung unterhalb ihres Hauses. Seit fünf Wochen liegt das Kabel auf dem Boden. Masten sind nicht beschädigt. Der Windbruch ist längst beseitigt. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Rogäsen

Andere ärgern sich über Funklöcher, Christa Schulze (78) wäre schon über einen funktionierenden Festnetzanschluss froh. Doch das Endgerät der treuen Telekom-Kundin kennt nur eine Anzeige: „Telefonverbindung prüfen“. Kein Wunder, fünf Wochen nach Sturmtief Xavier gehört die Rogäsenerin zu den Haushalten in Potsdam-Mittelmark drehen drahtgebundene Nachrichtenverbindung samt Internet immer noch unterbrochen ist.

„Ich habe mehrfach bei der Telekom angerufen. Doch es gibt immer nur Vertröstungen“, schimpft die Rentnerin über ihren Telefonanbieter. Zwar habe sie Verständnis für die besondere Situation nach dem Sturm, doch inzwischen sei sie mit ihrer Geduld am Ende. Der Grund des Übels befindet sich nur wenige Meter unterhalb ihres am Rogäsener Dorfrand gelegenen Hauses. In der Straße Am Bahnhof ist die Telefonleitung zwischen zwei Holzmasten der Freileitung gerissen. Die beiden Enden liegen seit Xavier auf dem Boden. Die Masten selbst sind unbeschädigt.

Masten sind unbeschädigt

Ein starker Kiefernast war auf die Leitung gestürzt und hatte die Verbindung zum letzten Haus unterbrochen. Betroffen ist auch ein am Waldrand stehendes Haus, das sich bereits auf Zitzer Gemarkung befindet. Dort hängt Hartmut Golz als letzter Teilnehmer an der Freileitung, die entlang der unbefestigten Straße führt. Golz hatte unmittelbar nach den verheerenden Orkanböen die Bruchstelle mit der Kettensäge beräumt, um den Weg frei zu machen. An Baufreiheit für ein Reparaturtrupp fehlt es also nicht.

Seit Sturm Xavier ist die Telefonverbindung zu Christa Schulze unterbrochen. Quelle: Frank Bürstenbinder

Unbekannt ist der Telekom die Störung nicht. Wie aus einem Servicenachweis im Briefkasten von Christa Schulze hervorgeht, waren Mitarbeiter vor Ort, um eine gerissene Leitung „zwischen den Masten 2 und 3“ festzustellen. Doch passiert ist bisher weiter nichts. Zum Ärger von Christa Schulze, die sich mit dem Handy durchschlägt. Das kostet zusätzliches Geld und die Mobilfunkverbindung zu ihrem abgelegenen Haus ist längst nicht immer ideal.

Erst sägen, dann reparieren

Bei der Telekom-Zentrale in Berlin kann sich Pressesprecher Georg von Wagner seit den stürmischen Ereignissen kaum vor Medienanfragen retten. Den konkreten Fall in Rogäsen/Zitz müsste auch er erst prüfen lassen. Grundsätzlich jedoch kommt das Unternehmen mit dem Reparieren der Leitungen und Anschlüsse einfach nicht hinterher. „Die Situation ist kompliziert“, räumt von Wagner gegenüber der MAZ ein. Waldbesitzer oder andere Baumeigentümer müssten erst die Sturmwürfe aufarbeiten, bevor sich Reparaturtrupps an die Arbeit machen könnten, so von Wagner. Nur wo Gefahr im Verzug ist, kümmert sich die Telekom selbst um die Fällungen von auf Leitungen gestürzte Bäume.

Von einer komplizierten Situation kann in Rogäsen aber keine Rede sein. Die Havariestelle ist frei zugänglich, der Windbruch längst beiseite geräumt. Dass die Telekom dennoch ihre Kunden auf eine harte Geduldsprobe stellt, liegt an der Masse der Störungen. Durch die Sturmtiefs Xavier und Herwart entstanden allein in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mehr als 4000 Schäden an oberirdischen Leitungen. „Das ist ein Arbeitsaufkommen, das üblicherweise in sechs Monaten anfällt“, argumentiert die Telekom. Für Christa Schulz und Hartmut Golz sind die Erklärungen ein schwacher Trost. Sie wollen endlich wieder telefonieren. Dafür bezahlen sie.

Von Frank Bürstenbinder

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