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Keine Betrüger: Männer sammeln Spenden für Johanniter

Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) Keine Betrüger: Männer sammeln Spenden für Johanniter

In Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) warnten zuletzt zahlreiche Einwohner in den sozialen Netzwerken vor vermeintlichen Betrügern. Fälschlicherweise im Namen der Johanniter seien sie unterwegs, um Spenden zu sammeln. Die Polizei und die Johanniter-Unfall-Hilfe stellen nun klar: Die Männer sind keine Betrüger, sondern tatsächlich für den guten Zweck unterwegs.

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Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe sind zurzeit in Treuenbrietzen und Umgebung unterwegs und sammeln Spenden.

Quelle: Michael Greulich

Treuenbrietzen. Am Donnerstag kursierten auf Facebook Warnungen vor Betrügern in Johanniter-Kleidung. Sie sollen unter falscher Flagge in Treuenbrietzen und Umgebung unterwegs gewesen sein und versucht haben, an den Haustüren der Menschen Gelder einzusammeln. Die Aufregung deshalb war groß in Treuenbrietzen, die Mutmaßungen und Gerüchte verbreiteten sich wie ein Lauffeuer.

Auf MAZ-Nachfrage klären die Polizei und der Johanniter-Regionalverband Potsdam-Mittelmark-Fläming nun auf: Es handelt sich gar nicht um Betrüger. In der Stadt und im Umland seien hingegen tatsächlich Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe unterwegs, um für den guten Zweck zu sammeln, teilte die Hilfsorganisation am Freitagmorgen mit. „Nach Prüfung des Sachverhaltes wurde festgestellt, dass sich der Verdacht des Betruges nicht erhärtet hat“, bestätigte auch Polizeisprecher Oliver Bergholz.

Ralf Boost, Regionalvorstand Johanniter Potsdam-Mittelmark-Fläming, bestätigt den offiziellen Auftrag der Spendensammler

Ralf Boost, Regionalvorstand Johanniter Potsdam-Mittelmark-Fläming, bestätigt den offiziellen Auftrag der Spendensammler.

Quelle: Victoria Barnack

Auf Facebook hatten mehrere Einwohner vor den vermeintlich betrügerischen Haustürgeschäften gewarnt. Einige Nutzer stellten sogar Bilder der Johanniter-Mitarbeiter ins Netz und berichteten, mehrere Männer unter anderen in Schlalach, Buchholz und an verschiedenen Orten in der Stadt Treuenbrietzen gesehen zu haben. Kurze Zeit später wurde von einigen Nutzern das Ordnungsamt informiert. Die Polizei schickte daraufhin Beamte aus Bad Belzig, die die Männer überprüften. Fazit: Es handelte sich tatsächlich um eine Unterstützungs- und Spendensammleraktion einer offiziellen Organisation.

An Haustüren wird kein Bargeld mehr gesammelt

Im Bereich der Haustürwerbung kommt es immer wieder zu Betrugsfällen. Deshalb habe sich die Hilfsorganisation zu einem transparenten Vorgehen verpflichtet, erklärt Johanniter-Regionalvorstand Ralf Boost. Den Menschen soll es möglichst leicht gemacht werden, Betrüger zu erkennen. Durch Trittbrettfahrer seien viele Menschen in der Vergangenheit verunsichert worden.

„Mitarbeiter, die in unserem Auftrag unterwegs sind, tragen unsere Dienstkleidung, weisen ungefragt einen Dienstausweis vor und sammeln vor allem kein Bargeld“, sagt Boost. Barspenden würden von den seriösen Organisationen grundsätzlich nicht angenommen. Das bestätigte auch die Polizei auf MAZ-Nachfrage. Vielmehr werde die Spendenbereitschaft schriftlich festgehalten und die Spende über ein Bankkonto geleistet. Auf diese Weise besteht für jederzeit die Möglichkeit, den Empfänger der Spende genau zu prüfen.

Polizei und Johanniter geben telefonisch Auskunft

„Personen, die eine Spendenvereinbarung unterschrieben haben, bekommen wohl in etwa 14 Tagen eine entsprechende Bestätigung per Post“, erklärt Polizeisprecher Bergholz. In den so genannten „unbaren Vereinbarungen“ sei zudem ein gesetzliches Widerrufsrecht eingeschlossen.

Wer sich versichern möchte, dass die Personen an ihrer Haustür tatsächlich im Auftrag der Johanniter um neue Mitglieder und Spenden werben, der kann sich bei dem Johanniter-Regionalverband Potsdam-Mittelmark-Fläming melden. Unter der Telefonnummer 0331/27 57 928 geben die Mitarbeiter Auskunft. Auch die örtliche Polizeidienststelle sei inzwischen informiert, erklärte Johanniter-Pressesprecherin Ina Heinemann am Freitag. Die Polizeibeamten geben verunsicherten Bürgern ebenfalls Auskunft über die Glaubwürdigkeit der Spendensammler.

Von Victoria Barnack

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