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Keine Solarmodule für einstige Stalldächer

Neschholz Keine Solarmodule für einstige Stalldächer

Die ehemals zur Rinderhaltung genutzte Agrarbrache am Neschholzer Dorfrand soll abgerissen und das Gelände renaturiert werden. Das ist im Flächennutzungsplan der Stadt Bad Belzig vorgesehen und könnte realisiert werden, wenn ein Bauherr für sein Vorhaben einen Ausgleich schaffen muss. Quasi dem entgegen stehen aber die Bemühungen des Eigentümers.

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Die Agrarbrache vor den Toren von Neschholz.

Quelle: Andreas Koska

Neschholz. Die ehemals zur Rinderhaltung genutzte Agrarbrache am Dorfrand von Neschholz soll am liebsten abgerissen und das Gelände dann renaturiert werden. Das ist im Flächennutzungsplan der Stadt Bad Belzig so vorgesehen und könnte realisiert werden, wenn ein Bauherr für sein Vorhaben einen Ausgleich schaffen muss.

Momentan steht so etwas allerdings nicht zur Debatte. Quasi dem entgegen hat der Eigentümer – die Fläming-Ei-GmbH mit Sitz Planetal – schon mehrfach versucht, auf dem seit fast 25 Jahren stillgelegten Areal wieder eine wirtschaftliche Nutzung in Gang zu bringen. Nach potenziellen Investoren für eine Biogas-Anlage und eine Hähnchenmast, die jeweils nicht zum Zuge gekommen sind, war zuletzt die Retesol-GmbH vor Ort gewesen. Sie gab an, das Grundstück kaufen und dort etwa 1,5 Millionen Euro investieren zu wollen.

Das Unternehmen hatte demnach vor, die Dächer der einstigen Ställe, wenn nötig, genehmigungspflichtig zu sanieren und dann darauf Solarmodule zu errichten. Deren Gesamtleistung hätte demnach etwa 1,2 Megawatt betragen und der Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden können. Daneben wäre es möglich gewesen, beispielsweise Wohnwagen, Oldtimer oder Segeleflieger unterzustellen oder im Winter sogar Boote zu lagern. Eine Bedarfsanalyse sei zwar noch nicht angestellt worden, hieß es bei der Vorstellung vor Ort.

Tatsächlich ist aber zunehmend derartige Nachfrage im Hohen Fläming zu verzeichnen. Land auf land ab gibt es aber ebenfalls Sorgen mit den Betreibern von solchen Unterstellmöglichkeiten, weil die Anforderungen an Brandschutz, Ordnung und Sicherheit nicht oder nur teilweise erfüllt werden.

Den Ortsbeirat und mithin den städtischen Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen, Bau und Planung haben das Anliegen jedenfalls nicht überzeugt. Es sei der Eindruck entstanden, dass lediglich das Interesse an der Nutzung der Dächer bestehe, erklärte Frank Schmoll. Alles andere zur Herrichtung der Gebäude sei eher eine vage Option. „Vorteile für Neschholz oder gar die Kur- und Kreisstadt sind nicht ersichtlich“, resümierte der Dorfchef bei der Beratung des Fachgremiums.

Von René Gaffron

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