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Kettensäge schafft Freiraum für neue B 246

Lüsse Kettensäge schafft Freiraum für neue B 246

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Lüsse (Potsdam-Mittelmark) läuft nach Plan. Schon wird der Radweg- und Straßenausbau nach Bad Belzig vorbereitet. Die Rodung zahlreicher Alleebäume im Hohen Fläming wird freilich mit Argusaugen beobachtet.

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Die Bäume am Rande der B 246 zwischen Lüsse und Bad Belzig wurden für den Straßen- und Radwegebau gefällt.

Quelle: Thomas Wachs

Lüsse. Die Sanierung der B 246-Ortsdurchfahrt in Lüsse verläuft offenbar planmäßig. Einzig die Ampeln mussten vor einiger Zeit umgesetzt werden. Das hat Christoph Grund jetzt vor den Stadtverordneten berichtet. Wie der Bauamtsleiter berichtet, hätten sich Anwohner beklagt, dass Lärm und Abgase von den wartenden Autos bis in die Häuser dringen. Noch bis November dieses Jahres werden die Arbeiten der Strabag-Bauleute vor Ort dauern. Neben der 700 Meter langen Piste, inklusive Regentwässerung, werden eine Verkehrsinsel an der Bushaltestelle errichtet, Beleuchtung und Gehwege erneuert.

Derweil laufen die Vorbereitungen für den Ausbau außerorts bis nach Bad Belzig. Er soll noch in diesem Jahr beginnen, wie der Vorhabenliste des Landesstraßenbetriebes Brandenburg zu entnehmen ist. Dies schließt den Radweg am Rande mit ein. Entsprechend der gesetzlichen Vorschriften sind noch vor Beginn der Vegetationsperiode zahlreiche Allee- und Waldbäume gefällt worden.

Noch nicht gelistet und gerodet sind indes die Bäume direkt an der Eisenbahnlinie Berlin-Dessau. Gleichwohl die Brücke darüber ebenfalls in Absprache mit der Deutschen Bahn abgerissen und ersetzt werden soll. Sie darf seit Jahren schon nur noch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern je Stunde passiert werden.

Eine Nisthilfe für Fledermäuse am Rande der B 246

Eine Nisthilfe für Fledermäuse am Rande der B 246.

Quelle: Thomas Wachs

Mit Sorge war obendrein die Beseitigung von Eichen an der B 246 aus Bad Belzig in Richtung Ampelkreuzung B 102 beobachtet worden. „Sie wurden gemäß Verkehrssicherungspflicht im Ergebnis der Baumschau und nach Freigabe durch die Untere Naturschutzbehörde veranlasst“, teilt Cornelia Mitschka mit. Faulstellen an Ästen und im Zwieselbereich infolge von Krankheiten hätten nach Aussage der Sprecherin des Landesbetriebes das Vorgehen nötig gemacht.

Die jüngst zahlrechen Eingriffe im Hohen Fläming werden mit Argusaugen beobachtet. Gleichwohl die Behörde die Qualität der Baumpflege hierzulande als gut einschätzt. Für etwa 16400 zeichnen die Kollegen der Straßenmeisterei in Bad Belzig immerhin verantwortlich. Kontrollen und Sicherung im Interesse der Verkehrs gehört demnach ebenso dazu wie Pflege oder Ersatz, heißt es auf eine entsprechende MAZ-Anfrage.

Zwischen Lüsse und Bad Belzig haben nicht zuletzt schwarze Plastikkästen das Interesse geweckt. Dabei handelt es sich um Nisthilfen für Fledermäuse, wie es heißt.

Von René Gaffron

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