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Kinder aus vier Partnerschulen zu Besuch

Erasmus-Projekt in Borkheide Kinder aus vier Partnerschulen zu Besuch

15 Kinder aus Italien, Polen, Spanien und England waren in der vergangenen Woche in der Borkheider Grundschule zu Gast. Die Erasmus-Schüler wohnten bei Gastfamilien in Borkheide, Borkwalde und Neuendorf. Die Woche brachte für die Schüler nicht nur spannende Ausflüge, sondern ließ auch viele neue Freundschaften entstehen.

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Ashton Bell aus Swindon (England), Jonas Keßler aus Borkheide, Hannah Jones aus Swindon (England) und Jelscha Sieber aus Borkwalde. Die Schüler stehen vor einer Glasvitrine mit Materialien, die sie zum Projektthema „Zeitreise“ gesammelt und für die Präsentation mitgebracht haben.

Quelle: Johanna Uminski

Borkheide. Eine aufregende und spannende Woche liegt hinter den 15 Erasmus-Schülern aus Italien, Spanien, Polen und England, die die Grundschule in Borkheide besucht haben. Untergebracht waren die Schüler im Alter von 10 und 11 Jahren bei Gastfamilien in Borkheide, Borkwalde und Neuendorf. Mit vielen Eindrücken und Geschichten sind die Grundschüler nun wieder zu Hause bei ihren Eltern und Familien gelandet.

In der Woche haben die Grundschüler viel erlebt. „Mich hat vor allem das Technikmuseum in Berlin und der Buchdruck beeindruckt“, sagt Hannah Jones aus Swindon (England). Aber auch die Shoppingtour in Potsdam habe der elfjährigen Schülerin sehr gut gefallen. Gerne würde das Mädchen etwas länger in Deutschland in der Gastfamilie und bei ihrer neuen deutschen Freundin Jelscha bleiben. „Aber ich vermisse auch meine Familie.“

Projekt seit 1997 an der Grundschule

Das Erasmus-Projekt, das früher Comenius hieß, ist bereits seit dem Jahre 1997 Teil des Unterrichts an der Borkheider Grundschule.

Seitdem sind Partnerschulen aus Italien, Polen, Spanien, England, Schweden, Finnland, Rumänien, Türkei und Griechenland in Borkheide zu Besuch gewesen.

Vier bis sechs Kinder aus jedem Land besuchen für eine Woche die Waldgemeinde. Seit ein paar Jahren begleitet das Projekt ein Maskottchen, das von Land zu Land fliegt.

Das Erasmus-Projekt läuft jeweils für drei Jahre. Das Geld kommt aus Mitteln der Europäischen Kommission. Der hohe bürokratische Aufwand sorgt an der Basis für Unmut.

Über den Besuch der Erasmus-Schülerin hat sich Jelscha Sieber sehr gefreut. „Wir werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben und vielleicht besuche ich Hannah diesen Sommer mit meinen Eltern in England“, sagt die zehnjährige Grundschülerin. Jonas Keßler ist auch traurig, dass sein neuer Freund Ashton Bell aus England wieder fahren muss. „Es hat so viel Spaß gemacht.“ Aber auch der neunjährige Grundschüler will mit seinem englischen Freund in Kontakt bleiben und plant, ihn nächstes Jahr zu besuchen.

„Alles war richtig toll“, resümiert Karolin Machuy, Klassenlehrerin der Flex C. Im Filmmuseum warteten auf die Kinder ein spannendes Quiz und ein Workshop. „Die Kinder haben die Kameraeinstellungen gelernt und mussten dann einen Mord darstellen.“

Spaß am Papierschöpfen und Bücherdruck

Im Berliner Technikmuseum standen Papierschöpfen und Bücherdruck auf dem Plan. Die Führung in den historischen Räumen des Schlosses Cecilienhof in Potsdam fanden die Kinder auch sehr spannend. „Die Führung war auf Englisch und wirklich gut gemacht.“ Während die Grundschüler nach den vielen Eindrücken wieder Zuhause bei ihren Gastfamilien gelandet sind, nutzten die Lehrer der vier Partnerländer die Zeit für eine Sightseeingtour durch Berlin.

Beim Erasmus-Projekt bauten die Kinder zum Thema „Zeitreise“ fantasievolle Zeitmaschinen aus Pappe, um zu zeigen, wie früher die Eltern und Großeltern gelebt und gespielt haben. Gleich am Montag stand für die deutschen Schüler während der Schülerversammlung in der Sporthalle die Präsentation ihrer Arbeiten an. „Das war für unsere Kinder besonders, weil sie ihre Ergebnisse auf Englisch nicht nur vor uns, sondern auch vor den Lehrern der anderen Schulen präsentieren konnten“, sagt die Klassenlehrerin.

Einige Schulen wollen Erasmus den Rücken kehren

Im Sommer 2018 endet das Erasmus-Projekt. Wie es danach weitergeht, ist noch nicht klar. „Einige Partnerschulen haben bereits signalisiert, dass sie aussteigen wollen“, sagt Karolin Machuy. Der Aufwand für den Projektantrag sei einfach zu groß. Vielleicht wolle man zunächst mit dem Projekt pausieren und dann wieder einsteigen, so die Pädagogin.

Vor allem weil die Schüler davon profitieren. „Es fördert die Weltoffenheit und sie können in das Leben und die Kulturen anderer Länder reinschnuppern“, sagt die Klassenlehrerin. Der nächste Schüleraustausch des Erasmus-Projektes findet im November dieses Jahres in Italien statt.

Von Johanna Uminski

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