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Kirche und Kommune kooperieren

Trauerhallen in Ziezow und Locktow Kirche und Kommune kooperieren

Der Erhalt der Trauenhallen in Ziezow und Locktow bereitet den Dahnsdorfer Gemeindevertretern Sorgen. Nun soll es Gespräche über die Mitnutzung kirchlicher Räume auch für nicht-konfessionelle Trauerfeiern geben. Positive Beispiele, dass das funktioniert, gibt es bereits reichlich.

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Die enge Nachbarschaft von Trauerhalle und Kirche hat in Locktow Tradition.

Quelle: Uwe Klemens

Ziezow/ Locktow. An den Trauerhallen in Ziezow und Locktow besteht dringender Handlungsbedarf. Vor allem der Zustand der Dächer bereitet seit langem Sorge. Auf einen Beschluss über die Teilsanierung konnten sich die Gemeindevertreter der Gemeinde Dahnsdorf bei einer Zusammenkunft vor der Sommerpause dennoch nicht einigen. Abklärt werden soll zunächst, ob es Möglichkeiten zur Kooperation mit der Kirchgemeinde und zur Mitnutzung kirchlicher Räume auch für nichtkonfessionelle Trauerfeiern gibt. „So etwas gibt es in anderen Orten bereits“, erläuterte Amtsdirektor Thomas Hemmerling. „Wichtig ist es, dass man bei einer Trauerfeier im kirchlichen Raum die dort geltenden Spielregeln einhält“, so Hemmerling. Bis zur nächsten Sitzung nach der Sommerpause soll das Gespräch mit der Kirchgemeinde gesucht und im Anschluss erneut darüber beraten werden.

Alle haben zugepackt

Um zu gucken, wo diese Art der Kooperation von Kirche und Kommune bereits mit Erfolg funktioniert, braucht man nicht weit zu gehen. „Wo die Angehörigen eines Verstorbenen auf uns zukommen, kann man schon aus seelsorgerischen Gründen schlecht ’Nein’ sagen“, weiß der Rädigker Pfarrer Matthias Stephan aus Erfahrung. „So wie die Kirche ins Dorf gehört, gehören auch die Menschen des Dorfes dorthin, egal, ob Christ oder Nicht-Christ. Als wir die Rädigker Kirche saniert haben, haben auch alle zugepackt und nicht gefragt, ob sie der Kirche angehören.“ Für die kirchlichen Trauerfeiern während der Bauzeit wurde sogar der umgekehrte Weg gegangen und die kommunale Trauerhalle genutzt.

Schon lange weltliche Trauerfeiern

Noch einen Schritt weiter auf die Kommune zugegangen ist der Gemeindekirchenrat Grubo mit seinem Beschluss, sämtliche Trauerfeiern des Ortes in der Kirche zu begehen. „Durch diesen Beschluss konnte die Gemeinde die eigene Trauerhalle aufgeben“, so Stephan. In Klepzig und Buchholz wiederum wird für beinahe alle kirchlichen Trauerfeiern die Trauerhalle des Ortes genutzt, da Kirche und Friedhof zu weit auseinander liegen.

„In Rädel gibt es weltliche Trauerfeiern in der Kirche schon lange“, nennt Brücks Pfarrer Helmut Kautz ein Beispiel aus seinem Pfarrsprengel. 2011 fasste der Trebitzer Gemeindekirchenrat einen Beschluss, dass dies generell möglich sei. Zu den Unterschieden zwischen weltlicher und kirchlicher Feier gehört die Gebühr in Höhe von 200 Euro, die nur für weltliche Trauerfeiern im Gotteshaus gilt. Befindlichkeiten aus den Reihen der Christen, die dagegen wären, kennt Kautz nicht. „Die Sanierung der Trebitzer Kirche war ein Gemeinschaftsprojekt des ganzen Ortes und kann selbstverständlich auch von allen genutzt werden.“

Von Uwe Klemens

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