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Potsdam-Mittelmark Kirchengemeinde ist aufs Ehrenamt angewiesen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kirchengemeinde ist aufs Ehrenamt angewiesen
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12:30 26.02.2018
Wolfgang Biedermann, Vorsitzender des Gemeidekirchenrates St. Marien / Hoher Fläming Bad Belzig. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Schon längere Zeit und wohl noch eine Weile muss sich die Evangelische Gemeinde St. Marien Hoher Fläming/Bad Belzig auf das ehrenamtliche Engagement stützen. So sind es beispielsweise Franziska Opitz und Wolfgang Biedermann, die regelmäßig Gottesdienste gestalten.

„Das ist jedoch nur eine Facette der auf mehrere Schultern verteilten Arbeit“, bestätigt der 64-Jährige. Als Nachfolger von Bianca Tänzer, die den Posten aus beruflichen Gründen abgegeben hat, steht er seit vergangenem Jahr an der Spitze des Gemeindekirchenrates. Der aus Württemberg stammende Diakon lebt seit 1997 in der Kur- und Kreisstadt und hat – nun im Ruhestand – Zeit, Kraft und Know how einzubringen.

Gleichwohl als Pfarrer Matthias Stephan letztlich verantwortlich zeichnet. Jener hat allerdings neben Bad Belzig und Umgebung vor allem seinen eigentlichen Sprengel in Raben/Rädigke zu betreuen und ist stellvertretender Superintendent im Kirchenkreis Mittelmark/Brandenburg.

An dessen dünn besiedelter Peripherie versuchen gerade Gläubige und Seelsorger – wie die Kollegen der weltlichen Kommunen – ihre Ressourcen zu bündeln und dabei über den eigenen Kirchturm hinaus zu denken. „Dabei steht außer Frage, dass die hiesige Gemeinde mit 1300 Mitgliedern ihren Pfarrer braucht“, sagt Wolfgang Biedermann.

Alle drei Jahre wird gewählt

Wie überall wird alle drei Jahre die Hälfte des Gemeindekirchenrates St. Marien Hoher Fläming Bad Belzig (inklusive Kuhlowitz/Preußnitz, Bergholz, Borne, Hagelberg/Klein Glien, Benken, Werbig und Lübnitz) gewählt. Die Wahlperiode beträgt sechs Jahre, so dass eine gewisse Kontinuität gesichert werden kann.

Derzeit gehören dem Gremium an: Dietmar Bunzel, Annerose Engelke, Christina Olle, Bianca Tänzer, Bärbel Grabow, Monica Kroll, Uwe Eckhoff und Rainhard Nicolai sowie Wolfgang Biedermann.

Er steht seit 2017 an der Spitze des Gremiums, ist schon lange Jahre in der Gemeinde und vor allem in Chorprojekten aktiv.

Doch geht er ebenfalls davon aus, dass die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Nachbarschaft in Zukunft noch seh viel enger erfolgen wird. Voraussichtlich im März soll die Stellenbeschreibung verfasst sein, mit der ein Nachfolger für den kürzlich verstorbenen Martin Gestrich gesucht wird.

Zum Jahreswechsel schon war der schwer erkrankte Geistliche in gegenseitigem Einvernehmen in den Ruhestand versetzt worden. Am vergangenen Wochenende haben mehr als 600 Besucher des Gottesdienstes dann auf dem Weg zur letzten Ruhe begleitet. Nun wird zu klären sein, wie insbesondere Flüchtlingsarbeit und Ökumene, um die er sich gekümmert hat, weiter realisiert werden.

Zumindest vorübergehend ist die Arbeitszeit für Kathrin Haitsch im Verwaltungsbüro aufgestockt worden, während Sprechzeit dort nur noch am Donnerstag ist. Nicht weniger als zwölf Gruppen tragen zum vielfältigen Gemeindeleben bei. Dazu sind Friedhof, Gotteshäuser und weitere Immobilien in Schuss zu halten.

Was die Gottesdienste angeht, so hatte die Evangelische Gemeinde St. Marien Hoher Fläming Bad Belzig schon vor drei Jahren festgelegt, diese zentral zu organisieren.

Das hat sich – obwohl nicht alle Dorfbewohner damit zufrieden sind – doch in drei Jahren etabliert und scheint bei Entfernungen von in der Regel weniger als zehn Kilometern gerade so zumutbar. 40 bis 100 Besucher können jeweils Sonntagvormittag in der Kur- und Kreisstadt begrüßt werden. Das erprobte System wird bis auf Weiteres fortgeführt.

Von René Gaffron

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