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Potsdam-Mittelmark Kirchenkreis steht zu Werders Wechselwunsch
Lokales Potsdam-Mittelmark Kirchenkreis steht zu Werders Wechselwunsch
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08:49 30.06.2018
Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Kirchenvertreter in Lehnin für eine Aufnahme der Werderaner Christen in den Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Lehnin

Am Evangelischen Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg (EKMB) soll eine Neuordnung der Grenze zum Kirchenkreis Potsdam nicht scheitern. Auf einer Sondersynode in Lehnin haben sich die Vertreter aus den Kirchengemeinden von Havelsee bis Treuenbrietzen mit überwältigender Mehrheit für eine Aufnahme der Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder (Havel) ausgesprochen. Es gab eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Die rund 3000 Christen aus Werder und Umgebung wünschen sich seit Jahren einen Wechsel aus dem eher städtisch geprägten Kirchenkreis Potsdam zu ihren Brüdern und Schwestern nach Mittelmark-Brandenburg.

Anhörungsverfahren eröffnet

Mit ihrem Votum bekräftigten die Synodalen unter Vorsitz von Präses Stefan Köhler-Apel eine bereits auf der Frühjahrstagung der Kreissynode erfolgte Zustimmung. Jedoch war eine Sondersitzung nötig, um die Formalien eines jetzt von der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) eröffneten Anhörungsverfahrens einzuhalten. Nach ersten Signalen hält auch die Kirchenleitung einen Wechsel der Werderaner für sinnvoll. Ziel ist es, die Veränderung zum 1. Januar 2019 zu ermöglichen. In diesem Fall würde der Kirchenkreis Mittelmark -Brandenburg mit seinen noch etwa 26 500 Christen schlagartig um rund 3000 Gemeindeglieder wachsen. Den 3,5 hauptamtlichen Stellen in Werder wird eine Bestandsgarantie bis 2023 gegeben. „Die Aufnahme Werders bedeutet für uns langfristig personelle und finanzielle Stabilität“, warb Superintendent Thomas Wisch im Rahmen einer durchaus nachdenklich geführten Debatte.

Das Lehniner Klostergelände ist der traditionelle Tagungsort der Kreissynode. Quelle: Frank Bürstenbinder

Doch soweit ist es noch nicht. Denn der Wechselwunsch der Heilig-Geist-Kirchengemeinde Werder löst im Kirchenkreis Potsdam keinen Jubel aus. Das hat unter anderem mit sich dann verändernden Finanzzuweisungen zu tun. Zur selben Zeit trafen sich am Freitagabend die Potsdamer ebenfalls zu einer Sondersynode – allerdings hinter verschlossenen Türen. Ein Ergebnis will Präses Britta Hüttner an diesem Montag öffentlich machen. Eingeweihte gehen von einer Ablehnung aus. In diesem Fall würde die Landessynode im Herbst eine Entscheidung treffen.

Von Frank Bürstenbinder

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