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Die Königin trug ein Kleid für alle Fälle

Glindow feiert Kirsch- und Ziegelfest und seine neue Majestät Die Königin trug ein Kleid für alle Fälle

Vor vier Jahren feierten die Glindower ihr Kirsch- und Ziegelfest am kältesten und regenreichsten Wochenende des damaligen Sommers. Dieses Jahr taten sie das wohl am sonnenreichsten und wärmsten Wochenende. Die neue Kirschkönigin trug dabei ein Kleid, das schnell anpassbar ist und deshalb bei beiden Wetterextremen tragbar ist.

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Regiert jetzt das Glindower Land für ein Jahr: Die neue Kirschkönigin Maria Kneiphoff (22).

Quelle: FOTO: Julian Stähle

Glindow. Das sind Glindower Wetterextreme: Als Maria Kneiphoff am 23. Juni als künftige Kirschkönigin der Presse vorgestellt wurde, regnete es in Strömen bei zwölf Grad. Zur Krönung der neuen Majestät am Samstag beim 19. Kirsch- und Ziegelfest bibberte niemand mehr vor Kälte. Besucher fächerten sich mit allerlei Hilfsmitteln Luft zu und bei gefühlten 40 Grad nahmen viele Köpfe passend zum Fest die Farben reifer Kirschen an.

Manuela Giese weiß offenbar, was eine Glindower Kirschkönigin an Wetterdiskrepanzen auszuhalten hat. Für die neue Majestät, die für ein Jahr regiert, hat die Schneiderin ein wandlungsfähiges Kleid kreiert. Binnen Minuten lässt sich die lange Version in eine sommerliche Fast-Mini-Rock-Variante „umbauen“, die Maria Kneiphoff bei ihrer Krönung trug.

Schönstes Anwesen und Kirschkernweitspucken

Das Kirsch- und Ziegelfest wird seit 1997 gefeiert – im ersten Jahr noch als Erntedankfest.

Ab 1998 bekam die Feier den Namen, der von Glindows Wappen abgleitet ist. Dort sind Kirsche und Ziegel zu sehen, letzteres wegen der Ziegelei.

Beim Fest sind auch allerlei Wettkämpfe Tradition. Gekürt wird zum Beispiel das schönste Anwesen und der Meister beim Kirchkernspucken.

Zum schönsten Anwesen wählte die Jury 2015 den Garten der Familie Gartenschläger in der Glindower Chaussee 126. Christian Haase spuckte seinen Kirschkern am weitesten, der bei elf Metern landete.

 

Zuvor war ein Festumzug der Vereine und Gewerbetreibenden mit etwa 700 Leuten durch den Ort Richtung Festwiese gezogen. Den heißesten Job hatte dabei Roberto Koch. Der Mann vom Werderaner Tannenhof war Chauffeur von acht Königinnen und einem Prinzenpaar, die allesamt mitfeierten. Er holte die Majestäten um Zehn mit seinem Trecker ab, um eine große Runde durchs Glindower Revier zu drehen. Die Königinnen saßen auf dem Anhänger, auf dem Koch in glühender Hitze Werbung für den Weihnachtsbaumverkauf machte, der am 20. November beginnt.

Neben Blüten-, Spargel-, Kirsch-, Rosen- und Kartoffelkönigin saß Charlene Wolff – die „Königin der Texte“. Sie war als Botschafterin für das „Textlabor“, eine offene Lesebühne, unterwegs und hatte den weitesten Weg. Das „Textlabor“ ist im Hamburger Stadtteil Bergedorf zu finden, Charlene Wolff ist Leiterin des Projekts und seit 2013 königliche Repräsentantin. Sandra Große, die nach einem Jahr Regentschaft als Glindower Kirschkönigin abdankte, hatte die Hamburgerin eingeladen, die zum Thema Wetter sagte: „Hitze ist mir lieber, als Frostbeulen zu bekommen.“ Der Spruch gilt auch für die Kirschen, die in Glindow jedes Jahr gefeiert werden. Für die Kirschernte sieht es laut Bettina Lindicke vom Obsthof Lindicke gut aus. „Wenn die Hitze nicht drei Wochen andauert, ist sie für die Früchte nicht schlimm, aber für die Pflücker.“

Von Jens Steglich

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