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Kirschkönigin freut sich auf reiche Ernte

In Glindow sind die Knuppern reif Kirschkönigin freut sich auf reiche Ernte

Anika Wolf heißt Glindows neue Kirschkönigin, und sie hat allen Grund zur Freude, denn Obstbauern erwarten eine gute Kirschernte. Die Majestät, 26 Jahre jung und Sachbearbeiterin in einem Potsdamer Unternehmen, wird zum 20. Kirsch- und Ziegelfest am ersten Juliwochenende gekürt und möchte sich für das Wohl kranker Kinder engagieren.

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Kirschkönigin Anika Wolf freut sich auf eine gute Ernte in Glindow und Umgebung.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Glindow. Sie sind reif, beliebt und köstlich – die großen Knuppern in den Plantagen des Familienbetriebes Heiko Wels. Die neue, vom Glindower Festkomitee auserwählte Kirschkönigin Anika Wolf hatte gestern allen Grund zur Freude, denn der Behang an den Bäumen verspricht eine gute Ernte. Die 26-Jährige wird traditionell zum Glindower Kirsch- und Ziegelfest am ersten Juliwochenende gekürt und für ein Jahr die Region vertreten.

Das größte Fest des Ortsteils Glindow begehen die Einheimischen und Gäste zum 20. Mal, und es findet als Einstimmung zur 700-Jahr-Feier der Stadt Werder 2017 statt. „Es soll diesmal vor allen von den örtlichen Vereinen und weniger von Händlern gestaltet werden“, sagte am Dienstag Fred Witschel als Vorsitzender des Festkomitees.

Ihre Majestät arbeitet als Sachbearbeiterin in einem Potsdamer Unternehmen, will sich aber als Hoheit mit dem Verein Zuckerbaum und den Klinikclowns zum Wohl schwer kranker Kinder und deren Geschwister engagieren. „Es liegt mir sehr am Herzen, nicht nur Glindow zu präsentieren, sondern ich will in meinem Amt auch nachhaltig etwas bewirken“, sagte Anika Wolf. Dem konnte Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) nur zustimmen. Das soziale Projekt findet erstmals in Zusammenarbeit mit der Kirschkönigin statt und wird von Sponsoren aus der Region unterstützt. Das verwandelbare, mit Liebe zum Detail genähte Festkleid aus Baumwolle mit Stickerei, weißer Seide für festliche Auftritte, hat wie in den Jahren zuvor Manuela Giese gezaubert. Und beim ersten öffentlichen Auftritt am Dienstag inmitten der grünen Plantage zwischen Kammerode und Petzow war deutlich zu spüren – ihre Majestät liebt das Kleid. Auch ein Cape gehört dazu – damit die Königin nicht fröstelt, wenn es wie am Dienstag zur Präsentation wie so oft in den vergangenen Jahren regnet.

Ob die traditionsreiche Ziegeleimanufaktur zum Fest geöffnet ist, steht noch nicht fest, war vom Festkomitee zu erfahren. Der Betrieb musste vor Wochen Insolvenz anmelden, will aber alsbald die Talsohle überwunden haben.

Auch das Obstbauunternehmen vom „Kirschkönig“ Heiko Wels, wie viele Glindower hochachtungsvoll sagen, hat in den vergangenen Jahrzehnten gute und schlechte Zeiten erlebt. Aber trotzdem hat der Familienbetrieb in 6. Generation nie daran gedacht, den Kopf in den Sand zu stecken. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagte der sympathische Heiko Wels. „Weil mein Vater mit 74 Jahren kürzer treten will, freue ich mich, dass unser Sohn Hendrik jetzt in den Betrieb eingestiegen ist.“ Heiko Wels, 48 Jahre, der ursprünglich Kfz-Mechaniker lernte, und sein 23-jähriger Sohn sind inzwischen ein eingespieltes Team. Auch wenn sich der Senior Heinz-Ewald Wels noch immer am wohlsten auf dem Traktor fühlt, weiß er, Sohn und Enkel setzen sein Werk fort. Sie bewirtschaften 18 Hektar, haben im vergangenen Jahr 1200 Apfelbäume für die Zukunft des Betriebes, des Blütenfestes und des Obstbaus gepflanzt. Am Wochenende hat der Betrieb die ersten Knuppern verkauft – und sie gingen weg wie warme Semmeln.

 Die Obstbauern Heiko Wels (l) und Sohn Hendrik führen den Glindower Familienbetrieb in sechster Generation

Die Obstbauern Heiko Wels (l.) und Sohn Hendrik führen den Glindower Familienbetrieb in sechster Generation.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Kirsch- und Ziegelfest am 2. und 3. Juli

Das 20. Kirsch- und Ziegelfest findet vom 2. bis 3. Juli in Glindow statt. Es wird von der amtierenden Kirschkönigin Maria Kneiphoff am Sonnabend um 9 Uhr auf dem Sportplatz eröffnet.

Der Festumzug startet um 14.15 Uhr Am Schützenpark und führt zum Jahnufer.

Die neue Kirschkönigin wird im Rahmen eines Programms ab 15 Uhr am Jahnufer gekrönt. Anschließend werden die Sieger der schönsten Anwesen im Ort prämiert.

Zum Kirschtanz im Festzelt wird ab 19 Uhr eingeladen.

Ein Gottesdienst findet am Sonntag um 9.30 Uhr am Jahnufer statt. Nach dem Frühschoppen klingt das Fest mit einem Konzert in der Dorfkirche aus.

 

Von Regine Greiner

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