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Kita „Rappelkiste“ soll nicht weiter wachsen

Linthe Kita „Rappelkiste“ soll nicht weiter wachsen

Überall im Hohen Fläming werden Kitaplätze knapp. Die teilweise noch vor einigen Jahren reduzierten Kapazitäten der Einrichtungen werden wieder erhöht. Nicht aber in Linthe: Dort hat sich Gemeindevertreter Sandro Schröter (CDU) in der jüngsten Sitzung gegen eine Erweiterung der Kapazität ausgesprochen. Er sorgt sich um die Qualität der Betreuung.

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Werden in Linthe bald noch mehr Kinder betreut oder nicht? Diese Frage wird die Gemeindevertreter weiter begleiten.

Quelle: Andreas Koska

Linthe. Überall im Hohen Fläming werden Kitaplätze knapp. Die teilweise noch vor einigen Jahren reduzierten Kapazitäten der Einrichtungen werden wieder erhöht. In der Linther Tagesstätte „Rappelkiste“ soll nach Willen einiger Abgeordneter der entgegengesetzte Weg eingeschlagen werden. Sie wollen reduzieren.

In Linthe werden derzeit 65 Jungen und Mädchen betreut, wie Bürgermeister Ottheiner Kleinerüschkamp (CDU) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung berichtet hat. Fünf weitere sollen demnächst noch dazu kommen. Der Nachwuchs stammt zu mehr als der Hälfte aus der Kommune – 26 Kinder aus Linthe, drei aus Alt Bork und Deutsch Bork. Außerdem sind 23 aus Brück, jeweils zwei Kinder aus Planebruch und Bad Belzig sowie eines aus Treuenbrietzen in der Einrichtung. Mit der Gemeinde Mühlenfließ, die ja langfristig selbst bauen will, gibt es derzeit einen Vertrag. Acht Kinder aus Schlalach, Nichel und Niederwerbig/Jeserig werden auf der Grundlage dort mit betreut.

Amtsdirektor sieht Nachteile, wenn Kapazität nicht erhöht wird

Sandro Schröter (CDU) ist das zuviel. „Die Qualität leidet unter der Enge. Mit weniger Kindern war es besser“, argumentiert der Gemeindevertreter. Die Einschätzung gibt er trotz des Wissens ab, dass mehr Kinder auch mehr Gruppen und Personal nach vorgeschriebenem Schlüssel bedeuten würden.

„Es wäre ein falsches Signal“, versucht Marko Köhler den Abgeordneten umzustimmen. Zum einen seien erst vor kurzem Erzieher eingestellt worden. „Auf dem Markt werden Fachkräfte gesucht“, so der Amtsdirektor. „Wenn wir hier ein hin und her veranstalten, bekommen wir unter Umständen die Konsequenzen bei der Personalsuche zu spüren“, sagt er. Der Verwaltungschef erinnert zum anderen an das geplante Baugebiet. Er gehe davon aus, dass auch dort junge Familien Interesse bekunden werden. „Allerdings schauen sie nach Betreuungsmöglichkeiten im Ort“, betont der Amtsdirektor. Damit könnte es passieren, dass Interessenten, die am Sportplatz bauen wollen, abspringen, weil sie die Kinder nicht in der Tagesstätte unterbringen könnten.

Obwohl Kinder aus Linthe schon Vorrang bei der Aufnahme haben, plädiert Sandro Schröter für eine Beschränkung des Angebots auf einheimische Kinder und einen Aufnahmestopp für Auswärtige.

Erzieherin sieht keinen Qualitätsabfall

Ramona Prokoph zeigt sich entrüstet. „Es tut mir in der Seele weh, wie hier argumentiert wird.“ Die Erzieherin betont, dass es keinerlei Qualitätsabfall gegeben hätte. So gäbe es weiterhin Sportofferten und der Englisch-Unterricht für das angemeldete Sextett findet im Gemeindehaus statt, so dass es Kitaräume für die Frühförderung gibt. Ihre Auffassung wird von Melanie Balzer (SPD) geteilt.

Falls es überhaupt Engpässe gäbe, so Ramona Prokoph, dann nur dadurch, dass aktuell besonders viele Krippenkinder betreut würden. Dadurch ist die Gruppenstärke geringer, dennoch braucht es Raum. „Im Frühjahr ändert sich schon wieder alles, da etliche Kinder ins Kindergartenalter kommen“, sagt die Erzieherin. Die Diskussion um die Platzzahlminderung wird die Gemeindevertretung wohl noch in den kommenden Monaten begleiten, wie sich in dem kontroversen Diskurs abgezeichnet hat.

Von Andreas Koska

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