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Kita-Streik: Eltern können auf Geld hoffen

Kommune prüft Auszahlung Kita-Streik: Eltern können auf Geld hoffen

Nach dem Kita-Streik im Mai auch in Einrichtungen der Gemeinde Schwielowsee, stehen die Chancen für die Eltern in der Region auf Rückerstattung gezahlter Gebühren nicht schlecht. Einen Rechtsanspruch gibt es für die Eltern nicht. Doch Schwielowsees Gemeindevertreter schließen eine Auszahlung an die Familien nicht aus.

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Das Spielen der Kleinen in der Kita Ferch findet wieder in großer Runde statt, denn der Streik und die Schließung sind vorbei .

Quelle: Bernd Gartenschläger

Schwielowsee. Nach dem Kita-Streik im Mai erwarten viele Eltern nun eine Rückerstattung von Kita-Gebühren. „Einen Rechtsanspruch auf Erstattung besteht aber nicht“, sagt Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Dennoch können die Eltern der Kita-Kinder in Schwielowsee hoffen, denn in der Kommune schließen die Gemeindevertreter eine Rückzahlung nicht aus. Die Chancen stehen sogar gut, aber die endgültige Entscheidung trifft die Gemeindevertretung auf ihrer Sitzung am 8. Juli in Ferch.

Der Streik in den Kindertagesstätten in den Ortsteilen Geltow, Ferch und Caputh an insgesamt sieben Tagen im Mai war für die meisten Eltern der Kita-Kinder in der Region eine außerordentlich harte Belastung. Schließlich hat nicht jede Familie einen Betreuungsersatz zur Stelle oder Freunde die schnell einspringen können. Darüber hinaus zeigten viele Arbeitgeber der Väter und Mütter wenig Verständnis für die Ausnahmesituation. Nach den Belastungen für die Familien und den Folgen des Streiks fordern Eltern nun eine Rückerstattung von Kita-Gebühren und Essengeld. Ihre Erwartungen haben sie unmissverständlich auch gegenüber der Bürgermeisterin und der Verwaltung der Gemeinde deutlich.

Wenn die Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause zustimmen, würde die Gemeinde insgesamt 27 600 Euro an die Eltern zurückerstatten. Laut Statistik werden annähernd 420 Kinder in den Kitas betreut. Hinzu kommen die Schulen in Caputh und Geltow mit integrierter Kindertagsbetreuung, die insgesamt 370 Mädchen und Jungen besuchen.

Hoppe macht darauf aufmerksam, dass es sich bei den Gebühren der Eltern um Zuschüsse handelt, denn die Summe der Elternbeiträge decke bei weitem nicht die Gesamtkosten der Kitas. Der Anteil der Eltern an den Kosten betrage im Land Brandenburg im Durchschnitt weniger als 16,5 Prozent.

„Bei der angespannten Haushaltslage der Gemeinde Schwielowsee ist es auch nicht geboten, eine solche Rückerstattung von Elternbeiträgen oder Essengeld als freiwillige Leistung der Gemeinde zu erfüllen“, sagt Bürgermeisterin Hoppe.

Die Gemeinde Schwielowsee hat in den vergangenen Jahren mehrere hunderttausend Euro in ihre Kita-Einrichtungen in Geltow, Caputh und Ferch investiert. In Ferch ist sogar nach der Grundsteinlegung im Sommer 2012 ein Neubau für über zwei Millionen Euro errichtet worden, um den Bedarf an Kita-Plätzen in der Region erfüllen zu können. Der Bau wurde auch mit 600 000 Euro gefördert und konnte 2013 übergeben werden.

Im vergangenen Jahr ließ die Gemeinde in der Kita Caputh für annähernd 70 000 Euro Räume malern und mit neuem Fußbodenbelag ausstatten. Im Außenbereich wurde der Spielplatz ausgebaut und verschönert.

In Geltow musste die Gemeinde nach einem Wasserschaden im Krippenbereich der Kindertagesstätte in der Hauffstraße 21 000 Euro für Sanierungen bezahlen. Fast genauso viel Geld floss dann noch in neue Spielgeräte. So konnten sich die Mädchen und Jungen über eine Wasserspielanlage, ein großes Klettergerät und eine neue Wippe mit vier Sitzen freuen.

Und schon in den nächsten Monaten packt die Gemeinde Schwielowsee wieder eine Großinvestition an. Die Geltower Grundschule mit Tagesbetreuung wird nicht nur saniert, sondern auch ausgebaut. Mit den Dacharbeiten wird nach einem Sturmschaden im Frühling zuerst begonnen. Trotz des alten Schulgebäudes ist es den Schülern und Lehrern aber gelungen, in den vergangenen Jahren mehrfach Preise für die Lern- und die Kreativarbeit abzuräumen.

Von Regine Greiner

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