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Kita evakuiert: Riesige Rauchwolke über Teltow

Brand bedroht Teltower Kita Kita evakuiert: Riesige Rauchwolke über Teltow

Es sah dramatisch aus: Eine riesige schwarze Rauchwolke stieg am Mittwochnachmittag in den Teltower Himmel. Grund war ein Brand in einem Rohbau des entstehenden neuen Wohnquartiers an der Elbe-/Iserstraße. Die benachbarte Kita „Teltow Kids“ wurde aus Sicherheitsgründen evakuiert.

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Die schwarze Rauchsäule steigt aus dem Rohbau auf der Baustelle an der Iserstraße hoch.

Quelle: Alexander Lesch

Teltow. Beim Anblick der schwarzen Rauchwolke über Teltow musste man am frühen Mittwochnachmittag an Schlimmes denken: Glücklicherweise ging ein Brand auf der Baustelle an der Elbe-/Iserstraße, direkt neben der Kita „Teltow Kids“, glimpflich ab. Niemand wurde verletzt.

Das Feuer soll nach bisherigen Erkenntnissen bei Schweißarbeiten an den Dachbarren eines Rohbaus des entstehenden Quartiers „Modernes Wohnen im Grünen“ gegen 14 Uhr entstanden sein. Laut Polizeisprecherin Jana Birnbaum hatten die Bauleute noch selbst versucht, das Feuer zu löschen, verließen dann aber schnell das Gebäude. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot von Löschfahrzeugen an. Gemeinsam mit der Einsatzleitung der Polizei entschied man dann, wegen der heftigen Rauchentwicklung – vermutlich brannte Dachpappe – die 66 Kinder und 22 Erzieher vorsorglich aus der Kita, die vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk betrieben wird, zu evakuieren.

Dicke Rauchsäule direkt hinter der Kita „Teltow Kids“ (r/helles Haus)

Dicke Rauchsäule direkt hinter der Kita „Teltow Kids“ (r./helles Haus)

Quelle: Julian Stähle

„Kollegen im Rathaus haben die Rauchwolke gesehen, die wie eine schwarze Wand aussah“, sagte Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD), der sofort zum Brandort geeilt ist, der MAZ. Kinder und Erzieher kamen zunächst in einem Linienbus der Havelbus Verkehrsgesellschaft unter, bevor sie wohlbehalten die kommunale Kita „Pusteblume“ in der Moldaustraße erreichten. „Wir haben sofort alles Nötige vorbereitet. Ist doch klar“, so Schmidt. Die „Pusteblume“ gehört zum Eigenbetrieb Kindertagesstätten Teltow und befindet sich gleich in der näheren Umgebung der EJF-Kita. Im Übergangsquartier mussten die Kinder erst einmal die Aufregung und den plötzlichen Ortswechsel verdauen und wieder zur Ruhe kommen. Der eigentlich für gestern geplante Laternenumzug zum St.-Martinstag musste dann leider ausfallen. „Aber das war jetzt nicht das bestimmende Thema für die Kinder, auch wenn sich alle darauf gefreut hatten“, berichtete Kita-Leiterin Friederike Kötz. Gegen 16 Uhr waren die Erzieher mit rund 20 Kindern – die anderen waren inzwischen abgeholt worden – wieder in ihrer „Kids“-Kita zurück.

Die Kameraden der Teltower Feuerwehr waren schnellstens zur Stelle und löschten das Feuer

Die Kameraden der Teltower Feuerwehr waren schnellstens zur Stelle und löschten das Feuer.

Quelle: Julian Stähle

Besonders beeindruckend sei die „absolut schnelle Hilfe“ gewesen, lobt Kötz. Innerhalb weniger Minuten war die Feuerwehr aus der Potsdamer Straße vor Ort, und auch die „Stadtverwaltung unterstützte uns sofort“. Der Bürgermeister selbst hat mitgeholfen und war erleichtert, als alle in der „Pusteblume“ in Sicherheit waren. „Hier ist jetzt anständig was los“, rief er durchs Handy, als die MAZ angerufen hat. Das Wichtigste sei, „dass niemand zu Schaden kam, obwohl die Wolke so beängstigend ausgesehen hat“, sagte Schmidt.

Das ist auch für Uwe Fuchs die beste Nachricht an dem Unglücksnachmittag. „Wir haben keine Verletzten auf der Baustelle“, bestätigte er. Fuchs ist Geschäftsführer der Fuchs + Partner GmbH, die dort an der Iserstraße ein neues Wohnviertel mit 89 Quartieren mit zwei bis vier Zimmern auf Flächen zwischen 46 und 125 Quadratmetern baut. Außerdem entstehen große Grünflächen, Spielplatz und Tiefgarage auf dem 7500 Quadratmeter großen Areal. Erst am 16. Oktober war in dem Brand-Rohbau fröhlich das Richtfest für die ersten Häuser gefeiert worden. Ob sich der Ausbau nun stark verzögern wird, sei noch nicht raus, so Fuchs. Aber man gehe davon aus, dass der geplante Fertigstellungstermin zu halten ist. Bezugsfertig sollen die Wohnungen ab Winter 2016 sein.

Ob die Dachdecker der ausführenden Firma den Brand fahrlässig ausgelöst haben, ermittelt nun die Kriminalpolizei. Angaben zum Schaden, der im Bereich des Rohbaudaches entstanden ist, liegen derzeit noch nicht vor.

Von Claudia Krause

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