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Kita und 30 Wohnungen geplant

Werder: Auf dem Finkenberg Kita und 30 Wohnungen geplant

MIt einem Einwohnerzuwachs auf mehr als 25 000 fehlen auch in Werder dringend Kita-Plätze und bezahlbare Wohnungen. Die kommunale Wohnungsgesellschaft springt nun in die Bresche und errichtet auf dem Finkenberg eine weitere Kita mit rund 100 Plätze und gegenüber Wohnungen für rund 30 Parteien auf 7000 Quadratmetern. Noch hängt es an der Förderung.

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Für den Wohnungsbau am Markt in Werder wurde die HGW ausgezeichnet. Jetzt plant die kommunale Gesellschaft weitere Häuser.

Quelle: omoe/Archiv

Werder. Kindergartenplätze werden in Werder dringend gebraucht. Die Nachfrage ist mit dem Zuzug und dem Einwohnerzuwachs auf mehr als 25 000 Bürger sehr groß, das Angebot an Kita-Plätzen unzureichend. Und das, obwohl es acht kommunale Kindereinrichtungen und sechs in freier Trägerschaft mit annähernd 1700 Plätzen gibt.

Darüber hinaus beklagen Anwohner wie Kommunalpolitiker, dass bezahlbare Wohnungen für Familien und Senioren in Werder fehlen. „Deshalb plant die städtische Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder im Auftrag der Stadt sowohl eine Kita als auch Wohnungen auf dem Finkenberg zu bauen“, bestätigt der Geschäftsführer Thomas Lück auf Nachfrage der MAZ.

Viele Projekte umgesetzt

Acht Wohnbauprojekte hat die kommunale Gesellschaft in den vergangenen Jahren in Werder realisiert.

Häuser aus den 30er Jahren mit verschiedenen Wohnungen wurden im Erdebergweg saniert.

Restauriert hat die Gesellschaft ein Insel-Wohnhaus aus dem Jahr 1890 und ein Wohnhaus im Zentrum.

Sechs Singlewohnungen nah am Bahnhof wurden modernisiert.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft räume aber dem Kita-Bau Vorrang ein, sagt Lück. Schließlich mache es wenig Sinn, wenn weitere 30 Wohnungen in der Blütenstadt entstehen, aber die Kita-Plätze für die Familien fehlen. Für die Kita war bereits die Arbeiterwohlfahrt als Betreiber im Gespräch, doch hat der Verband seine Bewerbung laut Lück zurückgezogen. „Aber es ist sehr wichtig, schon vor dem Bau Wünsche des künftigen Betreibers zu kennen, damit dessen Betreuungsmodelle auch realisiert werden können“, sagt Lück. Im Juni dieses Jahres ist in den Havelauen erst eine neue Kita der Karina Hauskrankenpflege eröffnet worden.

Um mehr Kita-Plätze zu schaffen, baut die Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder (HGW) im Auftrag der Stadt in der Damaschkestraße schon jetzt eine Kita mit annähernd 100 Plätzen. „Doch wir warten noch immer auf die Baugenehmigung vom Landkreis“, sagt Lück. Die Kosten für die Modulbauweise liegen bei annähernd 2,8 Millionen Euro. Doch hofft die Stadt auf einen Zuschuss vom Land Brandenburg in Höhe von bis zu 25 Prozent der Kosten.

Die HGW verfügt bereits über gute Erfahrungen beim Kita-Bau. Für die Errichtung der Betreuungsstätte auf der Insel Töplitz wurde das Unternehmen bereits ausgezeichnet. Für die Errichtung von zwei weiteren Kindertagesstätten ist die kommunale Wohnungsgesellschaft offenbar gut gerüstet. „Wenn die Kita auf dem Finkenberg steht, könnte dort in der Nachbarschaft der Bau von Wohnungen auf der gegenwärtigen Brache von 7000 Quadratmetern erfolgen“, sagt Lück. Geplant sind Zwei- bis Vier-Raumwohnungen mit gestaffelten Mieten je nach Lage. Nähere Einzelheiten wollte der Geschäftsführer nicht nennen, weil die Planung noch nicht abgeschlossen ist. Bauprojekte dieser Art sind für die Gesellschaft nicht neu, denn sie errichtete Wohnhäuser in der Baulücke am Marktplatz, wo einst das Busdepot seinen Standort hatte. Auch für die Gestaltung dieser Baulücke wurde das Unternehmen mit Sitz am historischen Markt auf der Insel ausgezeichnet.

Die HGW saniert gegenwärtig das Ärztehaus in der Kellermannstraße in Werder und baut die Feuerwehrwache in Töplitz. Sie errichtete auch eine Rettungswache des Kreises in der Damaschkestraße.

Von Regine Greiner

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