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Kitakinder sind in den besten Händen

Beelitz Kitakinder sind in den besten Händen

In Beelitz haben alle sieben Kindertagesstätten ein zertifiziertes Gütesiegel für eine hochqualitative Betreuung. Sie haben sich der Prüfung eines externen Gutachterbüros unterzogen und erfüllen alle mehr als 40 Qualitätsstandards. Von rund 150 Betreuungseinrichtungen in Potsdam-Mittelmark tragen etwa 20 Kitas das Qualitätssymbol.

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Bei ihnen sind die Kinder in besten Händen: die Kitaleiterinnen Sylvia Eckert (Wittbrietzen), Marie Emich (Beelitz) und Gudrun Schattauer (Buchholz, v. l., mit Bürgermeister Bernhard Knuth und Sozial-Bereichsleiterin Dörthe Kiesel).

Quelle: Th. Lähns

Beelitz. Ein Gütesiegel für eine qualifizierte Kinderbetreuung übergab Potsdam-Mittelmarks Jugendamtsleiter Bodo Rudolph dieser Tage jeweils den Kitas „Sonnenschein“ in Beelitz, „Landwichtel“ in Wittbrietzen und „Storchennest“ in Buchholz. Damit tragen jetzt alle sieben Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet von Beelitz dieses Qualitätsmerkmal. Zuvor hatten sich bereits die Kitas „Kinderland“ und „Am Park“ in Beelitz sowie die Kita „Borstel“ in Fichtenwalde und die „Kaniner Zwerge“ zertifizieren lassen.

Das Berliner Beratungsbüro „ektimo“ – ein bundesweit anerkanntes Gutachterbüro für die Bewertung von Betreuungen in den Kitas – hatte in den Beelitzer Einrichtungen den Alltag unter die Lupe genommen. Das Unternehmen führte Gespräche mit den Erzieherinnen und mit Eltern, überprüfte die Dokumentationen über die Entwicklung der Kinder und nahm die Atmosphäre in den Häusern auf. „Ich freue mich, dass sich alle Kitas zu dieser Zertifizierung bereiterklärt haben“, so Beelitz’ Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis). „Denn der Blick von außen ist immer noch ein etwas anderer, als wenn man seine Arbeit selbst einschätzen muss. Deshalb ist die Bewertung auch eine Auszeichnung, auf die die Kitas, aber auch wir als Stadt stolz sein können.“

Die Qualitätsentwicklung ist für alle Kitas wichtig

Dafür brauche es schon ein wenig Mut und die Überzeugung, gut arbeiten zu wollen, lobt Jugendamtsleiter Rudolph. Ihn freut, dass sich die Beelitzer Kitas an diesem Verfahren beteiligt haben. Bislang haben knapp 20 der rund 150 Betreuungseinrichtungen in Potsdam-Mittelmark auf diesem Wege ein Qualitätszertifikat erhalten. „Aber die Qualitätsentwicklung ist für alle wichtig“, erklärt der Fachdienstleiter. Die Kreisverwaltung biete den Einrichtungen in Potsdam-Mittelmark ihre Kita-Praxisberatung in pädagogischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen an. Auch auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse wird dabei Wert gelegt und althergebrachte Praktiken immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Derzeit werden die Qualitätsstandards vom Jugendhilfeausschuss des Kreistages überprüft und erweitert. Der Bildungsauftrag der Kitas werde noch stärker herausgearbeitet als bisher, denn sein Umfang habe deutlich zugenommen.

„Wir sind ganz offen in dieses Verfahren hineingegangen – und am Ende noch besser bewertet worden, als wir uns es selbst hätten vorstellen können“, berichtet Gudrun Schattauer, die Leiterin der Buchholzer Kita „Storchennest“. Die rund 30 Kinder der kleinen Kita sind viel an der frischen Luft unterwegs und stellen spannende Projekte auf die Beine. So sind im vergangenen Jahr zum Beispiel regelmäßig ältere Buchholzer vorbeigekommen und haben aus dem früheren Leben des Dorfes berichtet. Sie sprachen „Platt“, erzählten von ihrer Kindheit auf dem Land und stellten sogar butter in einem Fass her.

Auch auf die Atmosphäre kommt es an

„Wir können anderen Kitas nur empfehlen, sich prüfen zu lassen“, bestätigt auch Marie Emich, Leiterin der Naturkita „Sonenschein“ in Beelitz. Ihre Kollegin Sylvia Eckert von den Wittbrietzener „Landwichteln“ ergänzt: „Letztendlich haben alle, das gesamte Team, etwas für sich mitnehmen können. Das ist etwas anderes, als wenn ein oder zwei Kolleginnen eine Fortbildung besuchen und anschließend nur darüber berichten.“

Neben den vielen fachlichen und strukturellen Voraussetzungen komme es aber auch immer auf die gemeinschaftliche Atmosphäre in den Kitas an, betont Jugendamtsleiter Rudolph. Das diese in den Beelitzer Einrichtungen stimmt, dafür gab ihnen die Kreisverwaltung jetzt Brief und Siegel.

Von Thomas Lähns

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