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Potsdam-Mittelmark Kitas drohen mit Schließung
Lokales Potsdam-Mittelmark Kitas drohen mit Schließung
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02:17 07.08.2015
Annika und Wiebke haben ihren Platz in der Waldorf-Kita sicher. Für ihre Geschwister wurde es eng. Quelle: Patrick Ley
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Werder

Die Waldorfkita und die Kita in den Havelauen drohen mit Schließung, wenn die Stadt Werder Zuschüsse an die Einrichtungen reduziert. Eltern sind empört, als sie von der Geschäftsführung der Waldorf-Kita eine Absage zum erhofften Kita-Platz bekommen. Grit Hübner, alleinerziehend und freiberuflich tätig, ist wütend. „Ich gehöre zu den Eltern, deren Platz gestrichen wurde, weil die Stadt Werder der Waldorf-Kita den Zuschuss verweigert hat. Ich empfinde die Entscheidung der Stadt grob verantwortungslos.“

Rebekka Ley vom Vorstand der Waldorfschule Werder bedauert außerordentlich die annähernd 30 Absagen an betroffene Familien. „Aber ohne die von uns erhoffte finanzielle Unterstützung der Stadt Werder können wir die geplanten Container nicht aufstellen und betreiben“, sagt Ley. „Auch für mich ist die Absage der Stadt in keiner Weise nachvollziehbar. Wir hatten 70 Bewerbungen. Die Lage ist katastrophal.“ Laut Ley hätte die Stadt über zwei Jahre insgesamt 250 000 Euro für die Containerlösung aufbringen müssen. Nun aber kam die Absage der Stadt, weil die Container unwirtschaftlich seien. Nun bleibt der Waldorfkita nur die Hoffnung, auf den in zwei Jahren geplanten Kita-Ausbau. Aber auch dann ist sie auf Unterstützung von der Stadt angewiesen. Doch der Kita fehlen gegenwärtig schon 150 000 Euro, sagt Ley. „Obwohl die neue Richtlinie noch nicht beschlossen ist, zahlt die Stadt nach dem neuen System deutlich weniger Zuschüsse.“ Im März gestellte Anträge der Kita habe die Stadt nicht beantwortet.

Doch nicht nur in der Waldorf-Kita herrscht Unmut. Die neue Kita in den Havelauen droht gar mit Schließung, wenn die Stadt Werder die Zuschüsse reduziert. „Mit einem drohenden Finanzloch von annähernd 100 000 Euro können wir die Kita nicht führen“, sagt Frauke Schitteck von der Geschäftsbereichsleitung Step Kids Kitas gGmbH. Sie beklagt, dass ein Streit zwischen der Stadt Werder und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Finanzierung der Kinderbetreuung auf dem Rücken der Kitas und Familien ausgetragen wird. Um auf die ungeklärte Finanzierung der Kinderbetreuung aufmerksam zu machen, hatten Eltern auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung eine Petition übergeben und von der Stadt die notwendigen Zuschüsse gefordert.

Die Stadt hat daraufhin den Beschluss zur umstrittenen neue Kita-Finanzierung abgesetzt. „Doch wenn die Stadt die Zuschüsse reduziert und nicht wie bisher zahlt, dann können wir eine Schließung nicht ausschließen“, sagt Schitteck.

Die Stadt dagegen ist dabei, zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen und will eine neue Kita bauen. Dem Landkreis wirft sie bei der Finanzierung der Kitas in Werder erhebliche Zahlungsrückstände vor. Seit 2012 sollen sich die Schulden des Kreises auf 1,35 Millionen Euro erhöht haben. Dies ist laut Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) der Anteil der Kosten für pädagogisches Personal, den der Kreis an die Stadt hätte zahlen müssen. Dies war für die Bürgermeisterin Anlass, den Vertrag mit dem Kreis zu kündigen. Der Kreis will diesem Anspruch aber nicht folgen.

Von Regine Greiner

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