Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Klare Ansage: Mehrheit fordert den Radweg
Lokales Potsdam-Mittelmark Klare Ansage: Mehrheit fordert den Radweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 04.04.2016
Ein schönes Städtchen am Rande der Zauche: Brück mit der markanten Kirche aus der Vogelperspektive. Quelle: Dirk Fröhlich
Anzeige
Amt Brück

Die Fotos aus der Vogelperspektive haben im Amt Brück mit seinen Kommunen und Ortsteilen für Begeisterung gesorgt. „Ich werde mir das Foto ausschneiden und laminieren“, sagt Sylvia Herrmann aus Cammer. Die Resonanz auf die schönen Aufnahmen und die Berichte aus den einzelnen Dörfern, war allenthalben zu spüren. Zehn Tage lang wurde in der neuen Reihe „MAZ zu Hause in...“ aus jedem einzelnen Ort des Amtes Brück berichtet.

Was die Dörfer so lebenswert macht und welche Probleme es gibt, spiegelt auch die MAZ-Umfrage wider. Der Zulauf reißt nicht ab. Für die nebenstehende Auswertung konnten allerdings nur die Antworten berücksichtigt werden, die bis zum 16. März eingegangen waren.

Einigkeit herrscht bei der Frage eines Radweges. Viele Menschen, die regelmäßig mit dem Fahrrad zwischen Golzow und Brück unterwegs sind, wünschen sich diesen Radweg entlang der Landesstraße. Rund 70 Prozent der Leser, die sich an einer MAZ-Umfrage beteiligt haben, fordern dies. Nur fünf Prozent haben kein Interesse daran, da sie ausschließlich mit dem Auto unterwegs sind.

Große Mehrheit will den Radweg

Ein Thema, das die Oberjünner ebenso bewegt wie die Freienthaler. Schließlich nutzen viele, vor allem ältere Bürger die viel befahrene Landesstraße 85, um die Einkäufe in Brück oder Golzow zu erledigen. Andere hoffen, dass ihre Kinder dann im Sommer gefahrlos die Schulen in den beiden Orten erreichen könnten und wieder andere erhoffen sich mit der Lückenschließung einen Rundweg rund um die Belziger Landschaftswiesen und damit touristischen Aufschwung.

Das Thema Windkraftanlagen scheint die Bevölkerung im Amt Brück eher zu spalten. Ein Drittel sieht sie als eine Notwendigkeit an, wenn man die Energiewende mit der Abkehr vom Atomstrom und den fossilen Energieträgern schaffen will. Ein weiteres Drittel findet jedoch, dass es inzwischen zu viele Windräder gibt und wendet sich dagegen, nur sieben Prozent der Beteiligten meinen, dass es ihnen egal ist. Gut ein Viertel hat dagegen resigniert, fühlt sich übergangen.

Sowohl in der Gemarkung Golzow als auch in Oberjünne und Cammer sind neue Windkraftanlagen in den Wäldern geplant. Eine Bürgerinitiative in Golzow fordert größere Abstände zur Wohnbebauung und protestiert gegen die Abholzung des Waldes. In Cammer und Oberjünne regt sich hingegen kein Widerstand. Hier wurde ein Konzept vorgelegt, wonach alle Waldeigentümer als auch die Gemeinde an dem Ausbau und auch den Gewinnen partizipieren.

Neue Windkraftanlagen in Planung

Eindeutig ist, dass sich die Bürger mit dem Amt Brück identifizieren. 60 Prozent möchten deshalb die jetzigen kommunalen Strukturen und das Amt Brück als ein eigenständiges Verwaltungsgebilde behalten. Immerhin könnte sich noch ein Viertel vorstellen, aus dem Amt Brück eine Stadt Brück mit Ortsteilen zu bilden. Eine Zusammenschluss mit Treuenbrietzen und Niemegk sieht nur jeder Zehnte als Alternative. Erst vor zwei Wochen wurde durch den Amtsausschuss eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die in Gespräche mit dem Amt Niemegk und der Stadt Treuenbrietzen eine intensivere Zusammenarbeit forcieren soll.

Eines hat die Umfrage jedoch gezeigt: Die am Rande der Zauche lebenden Menschen sind bodenständig. 37 Prozent der Linther, Deutsch und Altborker, Gömnigker, Trebitzer, Neuendorfer, Damelanger, Freienthaler, Cammeraner, Baitzer, Oberjünner, Golzower, Grüneicher und Lucksfleißer sind hier geboren, jeden vierten hat die Liebe hierhergeführt und jeder dritte ist hierhergezogen und lebt gerne hier.

Von Andreas Koska

Deutsche Sprache – schwere Sprache. Das wird auch den rund 100 Kriegsflüchtlingen und Asylbewerbern im Lehniner Übergangswohnheim klar. Hilfe bekommen sie unter anderem von Silke Sander. Sie gibt einmal in der Woche ehrenamtlich Deutschunterricht. Dabei kann es sehr lustig zugehen.

04.04.2016

Nachdem er sein Winterlager in Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) verlassen hat, startet der kleine Familienzirkus Renz jetzt in die neue Saison. Die ersten Auftritte in Niemegk sind bereits absolviert – weitere sollen folgen, und zwar in ganz Deutschland. Das Leben auf Achse ist für solch ein kleines Unternehmen aber nicht immer einfach.

07.04.2016

Der A-capella-Chor Gregorianika gastierte im Bad Belziger Burgkeller. Gut 80 Musikfreunde ließen sich dort von sechs Sängern und ihren klaren Stimmen zurück in die Mystik des Mittelalters entführen. Die Männer sangen Choräle und bewiesen einmal mehr, dass Gesang auch ohne elektronische Verstärkung überzeugt – so wie es viele Jahrhunderte lang üblich war.

04.04.2016
Anzeige