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Potsdam-Mittelmark Kleiderspenden gehen nach Griechenland
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleiderspenden gehen nach Griechenland
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17:10 09.11.2016
So sah die gut gefüllte Kleiderkammer der Erstaufnahmeeinrichtung in Ferch aus. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Ferch

Die Auflösung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Ferch ist im Oktober beschlossen worden. Laut Frank-Michael Theuer vom Netzwerk der Hilfe werden nach Aussagen der Zentralen Ausländerbehörde ab 10. Dezember keine Flüchtlinge mehr in Ferch sein. Das ehrenamtliche Netzwerk der Hilfe kritisierte diese Entscheidung des Brandenburger Innenministeriums als verpasste Chance. Am Freitag sollen die Spenden aus der Kleiderkammer nach Griechenland transportiert werden.

Dank zahlreicher Sachspenden ist in den vergangenen zwei Jahren des ehrenamtlichen Engagements in Ferch eine große Kleiderkammer aufgebaut worden. „Mit der Schließung der Erstaufnahme stellt sich für die Ehrenamtlichen die Frage nach einem verantwortlichen Umgang mit den Spenden aus der Bevölkerung. Für Winterkleidung, Decken und Schuhe ist jetzt eine Lösung gefunden“, teilte Theuer am Mittwoch mit. Da viele Flüchtlinge nicht mehr bis nach Deutschland kommen, habe sich das Netzwerk entschlossen, die gespendeten Wintersachen an die Grenzen Europas zu bringen, wo noch einige Flüchtlinge festsitzen.

Wintersachen werden per Lkw nach Griechenland transportiert

Daher werden am Freitag in Ferch 15 Quadratmeter Paletten mit Wintersachen gepackt. Von dort aus gehen sie zuerst nach Hamburg und dann weiter im Container per Lkw nach Sindos bei Thessaloniki in Griechenland. Dafür arbeitet das Netzwerk der Hilfe mit dem „Hamburger Hilfskonvoi“ zusammen. Gegründet nach Schließung der Balkanroute im Frühjahr 2016, unterstützt dieser Hilfskonvoi die Menschen, die in Militärlagern in Griechenland festsitzen. 1200 Menschen sollen in maroden und kalten Fabrikhallen untergebracht sein. Dort werden Winterkleidung und Decken dringend gebraucht, so Theuer. Den Transport unterstützt das Netzwerk der Hilfe mit 300 Euro, die Bewohner der Erstaufnahme in den vergangenen Monaten als Schutzgebühr für Kleidung aus der Kleiderkammer gezahlt haben.

Von Luise Fröhlich

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