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Klein, aber fein und sicher

Teltow öffnet 15. kommunalen Spielplatz Klein, aber fein und sicher

Viele Familien, viele Kinder – da sind Spielplätze nötig. Teltow hat jetzt 15 kommunale, der 16. kommt 2016 dazu. Jährlich gibt die Stadt 100 000 Euro für die Pflege und Instandsetzung der Anlagen aus.

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Hurra, wir haben einen neuen Spielplatz! Kinder der Kita „Teltower Rübchen“ haben am Freitag das Band zum Eintritt auf den neuen Spielplatz zerschnitten und vor Freude Luftballons steigen lassen.

Quelle: Claudia Krause

Teltow. Wenn eine Stadt wie Teltow boomt, dann auch, weil Familien sich niederlassen. Und wo Kinder sind, braucht es Spielplätze. Den 15. in kommunaler Hand hat die Stadt jetzt in der Nuthestraße eröffnet. Kinder der benachbarten Kita „Teltower Rübchen“ haben das etwa 390 Quadratmeter große Areal mit poppiger Kindermusik vom Ruhlsdorfer DJ und Beschallungstechniker Bernd Blankenburg am Freitag erobert.

Marielle hüpft am liebsten auf den neuen Trampolins

Marielle hüpft am liebsten auf den neuen Trampolins

Quelle: Claudia Krause

Marielle und ihre Freunde stürmten geradezu Drehscheibe, Großraumwippe und Kettenbalancierbalken. Besonders flott ging’s auf den beiden, in den Boden eingelassenen Trampolins zu. „Die sind das absolute Highlight. So etwas haben wir ja in unserer Kita nicht“, sagt „Rübchen“-Leiterin Sandra Rost.

Auf der neuen  Stehwippe in der Teltower Nuthestraße haben gleich viel mehr Kinder Platz als auf einer konventionellen Wippe

Auf der neuen Stehwippe in der Teltower Nuthestraße haben gleich viel mehr Kinder Platz als auf einer konventionellen Wippe.

Quelle: Claudia Krause

Seit 1994 war geplant, dort einen Spielplatz anzulegen. Doch zuvor hatte die Stadt das Grundstück in dem B-Plan-Gebiet von privat erwerben und ein altes Haus abreißen lassen müssen.

Das umzäunte Fleckchen zum Spielen hat stolze 70 000 Euro gekostet. „ Aber je kleiner die Fläche, desto teurer der Spaß“, erklärte der Potsdamer Garten- und Landschaftsarchitekt Dirk Heydemann, der auf Spielplätze und Schulhöfe in Potsdam und der Region spezialisiert ist. Denn durch die dichte Nutzung würde es eine besonders hohe Abnutzung geben, weshalb der Folgeaufwand zur Pflege erheblich wäre. Mulch und Sand müssten laufend erneuert werden. Deshalb sind als weicher Fallschutz hochwertige Bodenbeläge aus Gummi verarbeitet. Da kostet ein Quadratmeter schon mal 50 Euro; hier sind im Bereich der Drehscheibe 64 Quadratmeter verlegt worden. Heydemann, selbst Vater, entwickelt, plant und baut immer mit den Kindern zusammen. „Das macht am meisten Spaß“, sagt der Landschaftsarchitekt. In Teltow hat er bereits vier Spielplätze und die Höfe der Stubenrauch- und Anne-Frank-Grundschule ausgebaut.

Super Schwung – die Drehscheibe macht auch Laune

Super Schwung – die Drehscheibe macht auch Laune!

Quelle: Claudia Krause

Laut Einschätzung der Stadt ist Teltow „gut aufgestellt“ mit Spielplätzen. Mittlerweile werde jetzt gleich in jedem Neubaugebiet ein Spielplatz mitgeplant. Der nächste soll laut Ute Grams, zuständige Sachgebietsleiterin, 2016 in Siegriedshorst und danach einer mit Beteiligung des Investors an der Friggastraße entstehen. Spielplatzbedarf herrsche noch im sogenannten Fluss-Viertel.

Von besonders schweren Vandalismusschäden ist man bislang verschont geblieben, sagt die Fachfrau. Aber durch eine „straffe Pflege“ und 100 000 Euro im Jahreshaushalt für Pflege und Instandhaltung seien die Plätze in guter Qualität. Mindestens zweimal pro Woche werde gepflegt, einmal wöchentlich schauen Bauhof-Mitarbeiter nach eventuell zu reparierenden Schäden und quartalsmäßig wird die Tüv-Überprüfung fällig, wie Grams erklärt.

Planung für Spielplätze in Potsdam und Teltow

Der 15. kommunale Spielplatz der Stadt Teltow an der Nuthestraße wurde von dem Planungsbüro „Grün der Zeit“ Potsdam entwickelt.

Als Baufirma fungierte die Märkische Garten- und Landschaftsgestaltung GmbH in Groß Kreutz.

Zur Ausstattung gehören fünf Spielgeräte. Außerdem wurden Sträucher, Stauden und Bäume, zum Beispiel Spitzahorn, Hainbuchen, Forsythien und Chinaschilfgras gepflanzt.

Das Potsdamer Planungsbüro hat in seiner 20-jährigen Tätigkeit mehr als 50 Spielplätze entwickelt, darunter vier in Teltow sowie zwei Schulhöfe.

In Potsdam ist die Planungsgruppe „Grün der Zeit“ um den Landschaftsarchitekten Dirk Heydemann gerade dabei, sieben weitere Spielplätze für die Landeshauptstadt zu planen.

So entstehen in dem Gebiet Eiche II mit 740 Wohnungen (Investor Semmelhaack) fünf Spielplätze und am Upstall in Fahrland zwei.

 

Von Claudia Krause

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