Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Kleine, aber feine Schau in Medewitz

Kleintierzucht Kleine, aber feine Schau in Medewitz

Nicht mehr so viel Masse, aber nach wie vor Klasse hat die Medewitzer Kleintierschau zu bieten. Sachkundiges Publikum und strenge Preisrichter bestätigen das. Dennoch haben die Geflügel- und Kaninchenzüchter im Hohen Fläming mit Nachwuchssorgen zu kämpfen.

Voriger Artikel
„Gut für uns, gut für Deutschland“
Nächster Artikel
Freudentag in Kleinmachnow

Torsten Möritz hat für die weißen Hochbrutflugente die höchste Auszeichnung der Ausstellung erhalten.

Quelle: Foto: René Gaffron

Medewitz. Die weißen Hochbrutflugenten gehören augenscheinlich zum besten Federvieh in der Mark. Deshalb hat Torsten Möritz bei der Ausstellung des Kleintierzuchtvereins „Fläming“ Medewitz jetzt den Ehrenpreis des Landesverbandes Brandenburg dafür erhalten. Dabei ist er mit dem Geflügel noch gar nicht so lange am Start. „Ich selbst bin ja während der Woche in Bayern arbeiten“, berichtet er. Allerdings zur Zucht werde alles am Wochenende mit Vater Paul besprochen, der sich dann um die Tiere kümmert.

Damit geht diese Freizeitbeschäftigung am Reetzer Weg in Medewitzerhütten in die dritte Generation. Zuweilen werden von dem Gehöft nationale Leistungsschauen mit Erfolg bestückt. Dieses Mal ging es freilich um die Wertschätzung vor heimischer Kulisse. Zum 48. Mal nämlich wurden die Käfige im hiesigen Dorfgemeinschaftshaus aufgebaut, um Rassegeflügel und -kaninchen den reichlich 200 Besuchern zu präsentieren. Insgesamt 230 Tiere, davon 70 Langohren, waren zu sehen.

Höchstprädikate sind seltener geworden

„Nicht mehr die große Masse“, wie Detlef Schrödter einräumt. Es ist noch nicht so lange her, da gab es noch ein Extrazelt für Groß- und Wassergeflügel draußen. „Aber die Tiere selbst sind nach wie vor Klasse“, sagt der Vorsitzende. Er verlässt sich dabei auf das Urteil sowohl des sachkundigen Publikums als auch des Preisrichtertrios, das recht häufig Höchstprädikate vergeben hat. Das gibt es nicht so oft, heißt es. Mitunter wird anderenorts schon mal ein „befriedigend“ verliehen, um die Tradition dort nicht sterben zu lassen.

Motivation brauchen mithin die Züchter im Hohen Fläming, die gerade in die Ausstellungssaison starten. „Denn die Begeisterung bei Kindern zu wecken, ist die eine Sache. Aber nur wenige Familien dann haben Zeit und Ausdauer für dieses Hobby“, bestätigt Hans-Joachim Naruhn. Der letzte Wiesenburger im Verein, dessen Mitgliederzahl in den vergangenen zehn Jahren um ein Drittel auf 21 Zuchtfreunde zurückgegangen ist, kennt noch Zeiten, als es ausgerechnet noch unter dem Dach des Verbands der Kleintierzüchter, -gärtner und Siedler durchaus wertvolle Sachpreise zu gewinnen gab. Heutzutage besteht die Herausforderung darin, die Kosten zu decken. Antrieb sind vor allem Enthusiasmus und wenig Anerkennung. Von Donnerstag bis Montagfrüh haben er und seine Mitstreiter alle Hände voll zu tun.

28-Jähriger profiliert sich als Zuchtwart

Immerhin: Mit Tobias Zimmermann gibt es einen 28-Jährigen, der seine Kaninchen gezeigt hat und sich als Zuchtwart profiliert. Seine grauen Zwergwidder wurden ebenfalls als Hervorragend eingestuft.

Von René Gaffron

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg