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Kleinmachnow macht Radwege sicherer

Rundfahrt deckt Mängel im Straßennetz auf Kleinmachnow macht Radwege sicherer

Auf einer gemeinsamen Rundfahrt durch Kleinmachnow deckten die Gruppe Verkehr der Lokalen Agenda und die Ortsgruppe des ADFC mit interessierten Teilnehmern Mängel im Radwegenetz der Gemeinde auf. Auch Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) trat in die Pedale, um zu sehen, wo sein Ort für Radfahrer noch sicherer gemacht werden kann.

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Peter Thurm (r.) lässt sein Fahrrad von ADFC-Mitglied Peter Weis (l.) codieren. (Hinten: Peter Sahlmann).

Quelle: Foto: Kobel-Höller

Kleinmachnow. Wer einmal mit dem Fahrrad eine Runde über die Radwege in Kleinmachnow drehen und dabei alle Schwächen des Netzes aufdecken wollte, hatte am Samstag dazu Gelegenheit. Die Gruppe Verkehr der Lokalen Agenda Kleinmachnow und die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hatten zu ihrer alljährlichen mobilen Bürgerversammlung eingeladen. Gemeinsam mit Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) wurde die aktuelle Situation der Radwege in der Gemeinde buchstäblich „erfahren“ und besprochen, was verbessert werden muss.

Die Rundfahrt begann am Rathausmarkt, in den Augen Peter Sahlmanns von der Lokalen-Agenda-Gruppe gleich der erste kritische Punkt: „Hier ist dringend ein Verkehrskonzept nötig!“ Das bestehende Konzept sei nicht aktuell. Eine neue Verkehrszählung habe bestätigt, was der aufmerksame Beobachter ohnedies weiß: Am Rathausmarkt wird der Verkehr immer stärker – und längst nicht mehr bewältigt. Es werde gebaut und gebaut, für den Verkehr gäbe es aber keine Ideen. Über die neue Schopfheimer Allee und den Zehlendorfer Damm ging es weiter zur Kreuzung Thomas Müntzer-Damm/Meiereifeld – „für Radfahrer ganz großer Mist!“, schimpfte Sahlmann. Durch die Sanierung der Kreuzung seien der Bordstein jetzt noch höher als früher und das Einfädeln in die Straße Meiereifeld gefährlicher als zuvor.

Ein positives Beispiel: In der Ernst-Thälmann-Straße kommt an der Kreuzung zum Jägerstieg voraussichtlich im nächsten halben Jahr der sehnsüchtig erwartete Fußgängerübergang hin, der von Eltern mit Unterschriftenlisten vehement gefordert wird. Auch die Kammerspiele sind jetzt über einen eigenen Fußgängerübergang sicherer erreichbar.

Unerfreulich bleibt es jedoch etwa an der Stammbahn/Im Dickicht, wo nach wie vor eine alte Betonstraße aus den 1930er Jahren den Verkehrsteilnehmern das Leben schwer macht. Nun soll die Verwaltung eine Bestandsaufnahme bezüglich der Parkordnung und einer Sanierung machen – noch in diesem Jahr soll die Expertise vorgestellt werden.

Beim Bereich Hohe Kiefer/Karl-Marx-Straße/ODF-Platz will sich Bürgermeister Grubert dafür einsetzen, dass auf einer Seite Schutzstreifen für Radfahrer markiert werden, und dass auf der gegenüber liegenden, engeren Seite die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben wird. Gerade die Karl-Marx-Straße und die Hohe Kiefer gehören neben der Förster-Funke-Allee zu Kleinmachnows gefährlichsten Strecken für Radfahrer. Von 2011 bis 2014 ereigneten sich dort nach Angaben der ADFC-Ortsgruppe 52 Unfälle mit Radlern.

Nach der Radtour bot die Ortsgruppe eine kostenlose Codierung der Räder als zusätzlichen Diebstahlsschutz an. Peter Thurm nutzte dieses Angebot gern: „Ich habe mir jüngst erst ein teures Fahrrad gekauft.“ Trotzdem entbindet diese Maßnahme die Radfahrer nicht von der Pflicht, ihr Zweirad bei Abwesenheit zu sichern.

Von Konstanze K.-Höller

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