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Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow schlägt alle Rekorde
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow schlägt alle Rekorde
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18:36 27.05.2016
Kleinmachnow erfreut sich bei Grundstückskäufern größter Beliebtheit.. Quelle: Stephan Laude
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Teltow

Die Bodenpreise im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind weiter gestiegen. Im Berliner Umland kletterten sie im Jahr 2015 um elf Prozent, im sogenannten Weiteren Metropolenraum um zwei Prozent. Damit könne die Preisentwicklung für Bauland im Vergleich zum Vorjahr als homogen eingeschätzt werden, sagte am Freitag der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Landkreis, Wilk Mroß.

Der Ausschuss hat 3685 Urkunden über 2015 abgeschlossene Grundstücks- und Wohnungsverkäufe ausgewertet und die Daten in einem umfangreichen Tabellenwerk zusammengefasst. Auf die Preisgestaltung selbst nimmt der Ausschuss keinen Einfluss. „Wir protokollieren nur“, sagte Mroß. Sein Bericht ist eine wichtige Orientierung für Käufer, Verkäufer, Gutachter, Erben und – wegen der Besteuerung – auch das Finanzamt.

Der Geldumsatz bei den Grundstücksgeschäften im Landkreis betrug 572,5 Millionen Euro, gegenüber 2014 ein satter Anstieg um fast 20 Prozent – obwohl sich die Zahl der Kaufverträge nur wenig erhöht hat. Wie bereits im Jahr 2014 landete Werder (Havel) mit 524 Verkäufen auf Platz eins, gefolgt von Teltow (302) und Michendorf (258).

Kleinmachnow schlägt beim Geldumsatz alle Rekorde

Beim Geldumsatz schlägt aber Kleinmachnow alle Rekorde: Hier wurden mit gut 110 Millionen Euro 19,3 Prozent des Umsatzes im gesamten Landkreis verzeichnet, der mit Abstand größte Teil entfiel auf die 113 bebauten Grundstücke. Für stattliche 16 Prozent der bebauten Grundstücke im Berliner Umland wurde ein Kaufpreis von mehr als einer halben Million Euro ausgehandelt.

Derart horrende Beträge spielen im Weiteren Metropolenraum keine Rolle. Dort war 2015 bei 400 000 Euro Schluss. Zudem stand eine solche Summe nur bei einem Prozent der Verträge auf der Rechnung.

Am billigsten kommen Interessenten in Wiesenburg und Ziesar zu einem Grundstück. Dafür ist dort die Verkehrsinfrastruktur vergleichsweise wenig ausgebaut. Wie entscheidend sie ist, war in Potsdam-Mittelmark vor allem in Teltow zu beobachten: Kaum war die Stadt an die S-Bahn angeschlossen, stiegen die Grundstückspreise. Ähnliches ist für Stahnsdorf zu erwarten, falls es dort etwas wird mit der Bahn.

Nach Durchsicht der ersten Kaufverträge von 2016 stellte Gutachter Mroß fest: Die Entwicklung von 2015 werde sich fortsetzen, ein Ende sei bisher nicht in Sicht. Die Gefahr einer Immobilienblase sieht Mroß nicht. „Der Markt gibt das her“, ist der Chefgutachter überzeugt.

Der Bericht listet auch Zahlen zu Flächen auf, die im Vergleich zu Baugrundstücken weniger im Fokus der breiten Öffentlichkeit stehen, zum Beispiel Spargelfelder: Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 1,10 Euro pro Quadratmeter. Die Datenbasis für den Wert lieferten sechs Kaufverträge, abgeschlossen überwiegend für Flächen in Beelitz.

Wassergrundstücke kosten das 2,3-fache

Ein Vertrag mehr wurde für Grundstücke in direkter Wasserlage beziehungsweise fast am Wasser – getrennt durch einen Uferstreifen – registriert. Interessenten sollten sich darauf einrichten, bezogen auf den jeweiligen Bodenrichtwert für Wohnbauland den 2,3-fachen Preis zahlen zu müssen. Bis 300 Meter entfernt wird’s aber deutlich billiger mit den Grundstücken.

Info: Der Bericht kostet 30 Euro und ist in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in Teltow erhältlich. Tel. 03328/318 314, -313 oder -323, Internet: http://geobroker.geobasis-bb.de/

Von Stephan Laude

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