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Kleinmachnow Bürger drängen in die Politik
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Bürger drängen in die Politik
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18:52 13.09.2018
Seit 2003 in der Lokalpolitik engagiert dabei, Lutz Binneboese von Pro Kleinmachnow im heimischen Garten. Quelle: Gesine Michalsky
Kleinmachnow

Er steckt voller guter Ideen: Lutz Binneboese, der Vorsitzende der Wählergemeinschaft Pro Kleinmachnow. Dank des Sommertreffens mit seinem Team auf dem Rathausmarkt kamen viele weitere Gedanken hinzu – die sich leidenschaftlich für den Ort einsetzende 13-köpfige Mannschaft hatte unlängst die Kleinmachnower zu einer Thron-Besteigung eingeladen: „Was wäre, wenn Sie Bürgermeister/in wären?“ Jetzt hat die MAZ die Ergebnisse.

„Kleinmachnower haben Sorgen, die sind ganz anders als in anderen Orten, und denen wollen wir uns stellen“, erklärt Lutz Binneboese mit Blick auf die kommenden Kommunalwahlen. Die 53 Anliegen der Passanten drehten sich vor allem um den Rathausmarkt. Hier drängeln Fahrradfahrer, Jugendliche skaten noch zu später Stunde, im Springbrunnen suchen die Hunde Abkühlung und dann planschen die Kinder drin und die Papierkörbe reichen überhaupt nicht aus.

Lieferfahrzeuge stören in der Fußgängerzone

Dass Lieferfahrzeuge inzwischen in die Fußgängerzone fahren, um Geschäfte noch schneller beliefern zu können, zeige, dass das Ordnungsamt zu wenig präsent ist. „Die Leute wollen, dass intensiver kontrolliert wird, wenn Verbote nicht eingehalten werden“, fasst Binneböse zusammen, was Dirk Zeugmann, Carsten Fischer, Mathias und Knut Kleemann oder Matthias Köber erzählt bekamen.

Dort, wo Ordnungshüter Verbote durchsetzen, herrsche aber Zufriedenheit. Dank der Parkraumbewirtschaftung stellen Mitarbeiter zum Beispiel ihre Autos ein Stück weiter ab. „Jetzt bekommt man auch am Donnerstag, wenn Markttag ist, ohne Probleme einen Parkplatz.“ Am Supermarkt müsse jetzt noch ein größerer Fahrrad-Abstell-Bereich her.

Es fehlt an Fahrradwegen im Ort

Auf den Straßen im Ort wünschen sich viele die Fahrradwege zurück – viele junge wie alte Radfahrer sind ebenso wie viele Autofahrer durch die schmalen Fahrradstreifen auf der Fahrbahn verunsichert. Pro Kleinmachnow unterstützt die aktuellen Forderungen, das Parkverbot an den Hauptstraßen durchzusetzen und das Parken auf den grünen Zufahrten wieder zu erlauben.

Auch mit den Jugendlichen im Ort pflegt Pro Kleinmachnow das Gespräch. So schlägt die Wählergemeinschaft einen Treffpunkt auf dem Stolper Berg vor – der Hügel neben der Autobahn-Zufahrt ist seit Donnerstag öffentlich zugänglich. „Hier könnten sich junge Leute treffen, ohne Anwohner zu stören“, ist Binneboese überzeugt. „Auch über die Nutzung einer leeren Halle des Julius-Kühn-Institutes zum Beispiel für Techno-Musik-Veranstaltungen kann man nachdenken“, sagt er.

Dass sich Bürger wie in der Sommerfeld-Siedlung zusammentun, um mit der Verwaltung der Gemeinde über die Straßenerneuerung zu verhandeln, begrüßt Binneboese. Und der Ingenieur im Ruhestand hat auch hier gute Ideen – so könne man im Streit um die Beleuchtung zum Beispiel die Stahnsdorfer Straßenlaternen-Firma Unger mit ins Boot holen.

„Viele Lösungserfolge für Kleinmachnower Probleme“ heißt für Binneboese das Ziel, mit dem die Wählervereinigung antritt. So stünden mehr bezahlbarer Wohnraum und die maßvolle Bebauung am Wolfswerder für eine gerechte Politik, sagen die Ehrenamtler, die aktuell mit einem Gemeindevertreter und fünf sachverständigen Anwohnern weit unter ihren personellen Möglichkeiten aufgestellt sind.

Sind die Siedlungen gerüstet bei Waldbränden und ist die Gemeinde gewappnet vor der nächsten Wildschwein-Plage? Auch auf solche Fragen fordert die parteiunabhängige Wählergemeinschaft Antworten von der Verwaltung. Und Ideen von Kleinmachnowern werden bei den Fraktionssitzungen jeden ersten Montag im Monat im Rathaus gern gehört.

Von Gesine Michalsky

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