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Kleinmachnow Marmor, Stein und Eisen bricht ...
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04:42 26.03.2019
Hans und Margot Brademann feiern in Kleinmachbnow das Fest der diamantenen Hochzeit. Quelle: Heinz Helwig
Kleinmachnow

Margot und Hans Brademann in Kleinmachnow veredeln heute ihre Ehe. Das Paar feiert das Fest der diamantenen Hochzeit. Neben Sohn Frank, dem Enkel Christoph und deren Familien mit den Urenkelinnen Lyla und Alina gratuliert auch Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) zum Jubiläum. Die Eheleute feiern ihren Ehrentag mit ihren Angehörigen genauso schlicht, wie sie am 26. März 1959 in der Lutherstadt Wittenberg ohne großes Aufsehen geheiratet haben. In den nächsten Tagen heißt es, Koffer packen. Sohn Frank schenkt seinen Eltern zum Hochzeitstag einen Kurztrip zu jenem Ort, an dem sie ihren ersten gemeinsamen Urlaub verbrachten.

„Es hat sich so ergeben“

Die 80-jährige Margot und ihr 79-jähriger Hans hatten schon immer viel gemeinsam. Beide erlernten von 1954 bis 1956 im damaligen Unternehmen Bau-Union in Halle den gleichen Beruf des Eisenbiegers und Einschalers. Sie bereiteten auf den Baustellen die Gussformen mit Schaltafeln und dem Bewehrungsstahl vor, in die anschließend der Beton für Fundamente, Böden und Wände gegossen wurde. Beide lernten sich im Lehrlingswohnheim in Lettin bei Halle kennen und fuhren oft mit demselben Zug, wenn es einmal im Monat auf Heimreise ging. „Alles andere hat sich irgendwann so ergeben“, meint Hans Brademann.

Extra einen Zug früher gefahren

Später fuhr der gebürtige Sperenberger auf der Rücktour ins Lehrlingswohnheim immer einen Zug früher, um in Wittenberg auszusteigen, seine Freundin Margot abzuholen und mit ihr gemeinsam weiterzufahren. „Die drei Kilometer vom Bahnhof bis zu unserem Haus ist er immer tapfer gelaufen“, berichtet die Ehefrau und schaut ihren Mann dabei liebevoll an. Obwohl beide in verschiedenen Brigaden arbeiteten, waren sie auf den jeweils gleichen Baustellen nie wirklich getrennt. Margot und Hans Brademann bauten auch an der Gipsschwefelsäurefabrik in Coswig mit, die als Kulisse für den Defa-Film „Spur der Steine“ landesweit bekannt wurde.

Bessere Chancen auf dem Wohnungsmarkt

Auch wenn die Hochzeit eine Liebesheirat war, so hatte sie auch einen ganz nüchternen Grund: Verheiratete Paare hatten mehr Chancen auf eine eigene Wohnung. Für ihre ersten zweieinhalb Zimmer traten die Bardemanns in die Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG) ein und leisteten mit Unterstützung Angehöriger 550 freiwillige Arbeitsstunden. Am Silvestertag 1961 zog das Paar nach Kleinwittenberg um. Damals war Margot schon mit Sohn Frank schwanger.

Rosen nach Anzahl der Ehejahre

Über eine Annonce kam das Paar 1974 nach Kleinmachnow. Eine ältere Einwohnerin bot ihr Haus zum Verkauf an, weil sie in die Nähe ihrer Tochter ziehen wollte, die in einem Wittenberger Betrieb arbeitete. Als Margot und Hans Bardemann am 21. März nach Kleinmachnow umzogen, vergaß er vor lauter Aufregung in den nächsten Tagen das erste und einzige Mal den Hochzeitstag. „Sonst bekam ich immer Rosen nach Anzahl unserer Ehejahre. Erst reichte eine große Vase, dann musste immer ein Eimer her“, sagt seine Frau.

Probleme stets sachlich bis zum Schluss ausdiskutieren, den anderen achten und sich immer gegenseitig vertrauen sei das Rezept ihrer langjährigen Ehe, sagen beide. „Die Hauptsache ist, wir bleiben gesund und haben noch recht lange viel Freude an unserem Enkel und den Urenkeln“, wünschen sich Margot und Hans Brademann.

Von Heinz Helwig

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