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Kleinmachnow Eine Schwimmhalle für die Region
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Eine Schwimmhalle für die Region
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19:30 16.01.2019
Eine Schwimmhalle in der Region stand auf der Wunschliste der Teltower ganz oben. Der Vorschlag soll nun umgesetzt werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Region Teltow

Zwei Schwimmhallen-Varianten und mehrere mögliche Standorte in Teltow und Stahnsdorf sind die ersten konkreten Ergebnisse für ein künftiges Schwimmbad der Region Teltow – ein Wunsch, der beim Bürgerhaushalt der Stadt Teltow auf Platz eins gelandet war. Die kleine Lösung, die Markus Schmidt, Geschäftsführer der Freibad Kiebitzberge GmbH, jetzt vorstellte, beinhaltet ein Sportbecken mit vier Bahnen sowie ein Lehrschwimmbecken von rund 15 mal acht Metern. Die Grundfläche beträgt 2200 Quadratmeter, die Baukosten lägen derzeit bei 6,5 Millionen Euro. Schmidt war damit beauftragt, die baulichen Möglichkeiten zu untersuchen.

Kleine Variante wäre nicht sinnvoll

Bei der großen Variante hat das Sportbecken fünf Bahnen und eine Sprunganlage, die beim ersten Vorschlag fehlt, sowie einen Kinderbereich und ein Bistro. Die Baukosten für die Fertigstellung dieser 3300 Quadratmeter großen Schwimmhalle betragen 8,2 Millionen Euro, schätzt Schmidt. Auch wenn das Planschbecken nicht auf der Wunschliste der Politiker stand, so gibt Kathrin Heilmann als frühere Leistungsschwimmerin zu bedenken, dass dies eine Möglichkeit sei, Kinder wieder früher ans Wasser heranzuführen. Sie betont, dass man ohne Sprungtürme keine Schwimmprüfungen durchführen könne, weshalb die kleine Variante nicht wirklich sinnvoll sei.

Studie soll Machbarkeit untersuchen

In der Region Teltow leben mehr als 61 600 Einwohner, die Tendenz ist dabei steigend. Zu einem Einzugsgebiet einer Schwimmhalle würden allerdings auch die Nachbargemeinden und der Süden Berlins zählen.

Im Umkreis von 15 Minuten Pkw-Fahrzeit ist von hier aus kein Hallenbad zu erreichen, im Bereich von bis zu 30 Minuten gibt es allerdings gleich zwei Anbieter in Potsdam, einen in Ludwigsfelde und sogar vier in Berlin.

Als nächsten Schritt möchten die drei beteiligten Kommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf gemeinsam eine Machbarkeitsstudie für eine regionale Schwimmhalle von einem Ingenieurbüro erarbeiten lassen.

Die Bedarfsanalyse hat ergeben, dass innerhalb einer Autofahrzeit von bis zu 15 Minuten kein Hallenbad erreichbar ist. In der Region kommen mehrere Standorte in Frage. In Stahnsdorf steht eine Fläche an der Ruhlsdorfer Straße/Grüner Weg zur Verfügung, in Teltow das Areal an der Potsdamer Straße gegenüber des Oberstufenzentrums, zwei zwischen Oderstraße und Teltowkanal, eines am Heinersdorfer Weg sowie ein weiteres an der Ernst-Schneller-Straße. Kleinmachnow hat kein Grundstück angeboten. Schmidt sieht die drei ersten Flächen in Teltow als am geeignetsten an, es müssten aber die Machbarkeit, Erschließung und Zufahrt ebenso wie die Altlasten-Situation geprüft werden.

Schulschwimmen wäre gesichert

Allein aus dem Schulschwimmen in der dritten Klasse der kommunalen Schulen Teltows, Stahnsdorfs und Kleinmachnows wäre mit mehr als 19 300 Besuchen jedes Jahr zu rechnen, so Schmidt. Freie Träger, weiterführende Schulen, Kitas und angrenzende Regionen wurden noch nicht berücksichtigt. Vier Euro könnte der zweistündige Besuch kosten, schlägt Schmidt vor, ermäßigt drei Euro. Wer länger bleiben möchte, zahlt pro angefangener halber Stunde nach. Diese Preise würden sich an den örtlichen Mitbewerbern orientieren, so der Geschäftsführer. Die endgültige Preisgestaltung müsse ohnehin erst kurz vor der Eröffnung festgelegt werden, auch Familien-, Gruppenkarten oder sonstige Sonderpreise seien noch völlig offen. Für das Schulschwimmen werde mit dem Landkreis zudem ein Extravertrag geschlossen, erklärt er.

Das Hallenbad „Schönefelder Welle“ in Schönefeld ist das Beispiel, an dem sich die Planungen für die regionale Schwimmhalle orientieren sollen. Vertreter der Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf sahen sich bereits in Schönefeld um. Quelle: Archiv/Josefine Sack

Schmidt rechnet in der größeren Variante mit 300 bis 400 Besuchern täglich im ersten Jahr, als Ansatz gibt er 400 bis 500 Gäste in der „Schönefelder Welle“ an, die von einer Abordnung der Teltower Region besucht wurde und als Vergleich genutzt wird. Nach Abzug der laufenden Kosten ergibt sich für beide Varianten ein großes Minus: Der Zuschuss, der für den Betrieb der Schwimmhalle in der kleinen Lösung nötig wäre, beträgt laut Schmidts erster Berechnung rund 567 000 Euro im ersten Jahr, für die große Variante 916 800 Euro, inklusive Abschreibungskosten für das neue Gebäude. Er geht davon aus, dass dieser Betrag jährlich höher wird, da mit steigenden Betriebskosten zu rechnen sei. „Es entsteht ein sehr hoher Zuschussbedarf, der aufgefangen werden muss. Aber Schwimmbäder sind ein wichtiger Teil der örtlichen Daseinsvorsorge“, erklärt Schmidt die Zahlen. Das Freibad Kiebitzberge wird jährlich mit rund 400 000 Euro Jahr bezuschusst. Nun müsse eine politische Entscheidung getroffen werden.

Von Konstanze Kobel-Höller

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