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Kleinmachnow Wildschweinplage: Jäger sollen Fallen aufstellen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Wildschweinplage: Jäger sollen Fallen aufstellen
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01:16 02.03.2019
Jagd- und Wildtierexperten trafen sich in Kleinmachnow zu einem Fachgespräch über die Bekämpfung der Wildschweinplage. Quelle: Gemeinde Stahnsdorf
Kleinmachnow

In der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf könnten Bogenjagden sowie das Aufstellen von Fallen in Kombination mit anderen Maßnahmen die geeigneten Mittel sein, die Wildschweinplage vor allem in Kleinmachnow und Stahnsdorf wirksam zu bekämpfen. Darauf einigten sich rund 20 Jagd- und Wildtierexperten in einer rund dreistündigen nicht öffentlichen Zusammenkunft am Dienstag in Kleinmachnow. Zu der Fachtagung hatten die Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf Jagdpächter, Mitglieder von Jagdgenossenschaften, -behörden und -verbänden, Experten aus Universitäten sowie Vertreter der Landwirtschaft eingeladen.

Jagdverbände arbeiten enger zusammen

Für die Aufstellung von Fallen müssten in der Region geeignete Standorte gefunden werden, war sich die Expertenrunde einig. Dies sei aber eine recht anspruchsvolle Aufgabe. Dabei sagte das Landwirtschaftsministerium den Jagdpächtern seine Unterstützung zu. Außerdem soll der Anreiz für die Wildschweine, in die Gemeinden zu kommen, reduziert werden. Mit der Beseitigung von Unterholz auf verwilderten Grundstücken hoffen die Gemeinden, einen Teil der Tiere vergrämen zu können. Die Jagdgenossenschaften Kleinmachnow-Stahnsdorf und Güterfelde vereinbarten bei dem treffen eine engere Zusammenarbeit unter anderem mit künftig gemeinsamen Jagden in den betreffenden Pachtgebieten.

Stahnsdorf will Gemeindejäger einstellen

Jagdbehörden und Jagdexperten stehen dem Einsatz eines Stadt- beziehungsweise Gemeindejägers eher skeptisch gegenüber. Weniger Bedenken hatten sie in der erwähnten Sitzung gegenüber einem Jagdhelfer, der die Experten beispielsweise bei der Betreuung der Fallen unterstützt. Diesen Gedanken will die Gemeinde Stahnsdorf in ihre Überlegungen zu eigenen Maßnahmen einbeziehen, sagt Gemeindesprecher Stephan Reitzig. In den kommenden Wochen will Stahnsdorf über den Tätigkeitsbereich eines Jagdbeauftragten beraten, der in der Verwaltung angestellt sein könnte. Dabei sollen auch die Jagdpächter zu Rate gezogen werden. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter am 21. Februar dieses Jahres war ein Antrag auf einen Jagdbeauftragten allerdings abgelehnt worden. Die Mehrheit der Gemeindevertreter hatte sich am Ende der Diskussion für den Vorschlag der Verwaltung entschieden, einen Gemeindejäger einzustellen.

Patentlösung noch nicht gefunden

Eine Patentlösung für die Reduzierung der Schwarzkittelpopulation hatten die Experten am Dienstag freilich nicht zu bieten. Das Ziel könne aber mit einer Kombination von Jagd, Aufklärung und konsequenter Kontrolle der Gesetze erreicht werden, war sich die Runde einig. Vor allem das mutwillige Anfüttern der Tiere mit Speisen und Speiseresten in der Region wollen die Gemeindeverwaltungen als Verstoß gegen das Fütterungsverbot mit maximaler Härte bestrafen.

Das vorsätzliche Füttern von Wildschweinen wollen die Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf künftig mit der maximalen Härte des Gesetzes bestrafen. Quelle: Maximilian Tauscher

In einer Folgekonferenz im nächsten Jahr will die Expertenrunde ein erstes Fazit ihrer Ergebnisse aus den Festlegungen des Treffens vom Dienstag ziehen.

Von Heinz Helwig

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