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Kleinmachnow Region braucht attraktives Bus- und Bahn-Netz
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Region braucht attraktives Bus- und Bahn-Netz
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20:08 20.03.2019
Neben dem S-Bahn-Anschluss in Teltow braucht die Region eine weitere attraktive kombinierte Bus- und Bahnanbindung, hieß es in dem Verkehrsforum. Quelle: Archiv/Olaf Möldner
Kleinmachnow

Eine Entscheidung zur Stammbahn wird nicht vor den Landtagswahlen am 1. September fallen – das sagte Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Dienstag bei einem Verkehrsforum in der Kleinmachnower Eigenherd-Grundschule. Die örtliche SPD hatte zur Diskussion unter dem Motto „Klare Sicht für den Verkehr 2025 in Kleinmachnow“ eingeladen. Rund 50 Gäste waren dieser Einladung gefolgt.

Auch nach der Veranstaltung wurde noch kräftig weiterdiskutiert: Landrat Wolfgang Blasig, Verkehrsministerin Kathrin Schneider, SPD-Gemeindevertreter Bernd Bültermann, Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) und SPD-Landtagskandidat Sebastian Rüter (v. l. ) Quelle: Gesine Michalsky

Dem Autoverkehr in der Region muss eine attraktive Kombination aus Bus- und Schienensystem entgegengesetzt werden, waren sich Experten und Einwohner der Region Teltow im Saal einig. „Die Straßen Kleinmachnows sind für den Verkehr zu schmal geworden“, erklärte Landrat Wolfgang Blasig (SPD). Feuerwehr und Rettungsdienst, aber auch der Regiobus sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeuge stünden zu oft im Stau.

Das Gleiche treffe auch für Teltow zu, bestätigte der SPD-Landtagskandidat Sebastian Rüter. Er unterstützt eine Regio-Bahn auf der Trasse der ehemaligen Stammbahn. „Wir brauchen eine tragfähige Schienenanbindung für die Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf“, forderte Rüter.

S-Bahn oder Regionalzug?

Einen S-Bahnanschluss für Kleinmachnow hält dagegen Peer Hartwig, Sprecher der Bürgerinitiative „Schutzgemeinschaft an der Stammbahn“, für sinnvoller. Die Gemeinde brauche keine Regionalbahnverbindung, waren sich er und seine Mitstreiter im Saal sicher. Der bündnisgrüne Gemeindevertreter Henry Liebrenz widersprach dem allerdings. Als Kleinmachnower Lokalpolitiker finde er natürlich auch eine S-Bahnanbindung sehr vorteilhaft. Aber er könne nicht über die viel zu vollen Regionalbahnzüge auf der Stadtbahn hinwegsehen. „Sollen wir irgendwann wie in Indien an den Zügen noch draußen dran hängen?“, spitzte er seine Meinung zum Thema zu.

Täglich pendeln 300 000 Menschen

In Kleinmachnow besitzt jeder Haushalt statistisch 2,7 Autos. Das sind insgesamt 14 700 in der Gemeinde angemeldete Fahrzeuge.

Täglich pendeln mehr als 300 000 Menschen aus dem Berliner Umland in die Bundeshauptstadt und umgekehrt.

Jährlich wächst die so genannte Hauptstadtregion einem statistischen Bericht zufolge um mehr als 400.000 Zuzügler.

Es geht aber nicht in erster Linie um Kleinmachnow, wenn jetzt im Rahmen des Verkehrskonzeptes „i2030“ der gesamte Bedarf an einem Ausbau des regionalen Schienennetzes und somit auch der „Korridor Stammbahn“ untersucht werde, erklärte die Verkehrsministerin. Bis zum Juni werde ihr Haus die vielen aufgeworfenen Varianten zusammenstreichen, um später eine Entscheidung treffen zu können, die auch umsetzbar ist. Schneider schließt nicht aus, dass irgendwann am früheren Bahnhof Düppel wieder Züge halten könnten. Die Trasse würde dann unter anderem unter der Kreuzung an der Karl-Marx-Straße hindurchgeführt. Eine Schranke wird es an dieser Stelle nicht geben, schließt die Ministerin kategorisch aus. Die Trasse müsse allerdings die Bahn bauen.

Autonomer Regiobus auf der S-Bahn-Trasse

Gute Nachrichten brachte Regiobus-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig nach Kleinmachnow mit. Das Unternehmen verhandele gerade mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) über einen Zehn-Minuten-Takt auf allen Buslinien von und nach Berlin. Das Problem sei jedoch nicht die Finanzierung, sondern das Fehlen von Busfahrern, hakte Landrat Blasig ein. Regiobus-Chef Hennig überraschte mit einem gewagten Vorschlag: Ein autonomer Busbetrieb könnte vom S-Bahnhof Teltow bis zur Sputendorfer Straße die anvisierte S-Bahn-Verbindung nach Stahnsdorf vorbereiten. „Auf der Trasse wäre ein einzigartiges zeitlich begrenztes Pilotprojekt möglich“, glaubt Hennig.

Von Gesine Michalsky

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