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Kleinmachnow Grüne Wiese soll „Zaubergarten“ werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Grüne Wiese soll „Zaubergarten“ werden
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20:28 31.05.2018
Gartenarchitekten wollen die Freifläche zwischen dem Neubau der evangelischen Kirchengemeinde und dem sogenannten Medusentor in einen „Zaubergarten“ verwandeln. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Kleinmachnow

Ein erster Entwurf für die Gestaltung der Freifläche hinter dem Neubau der evangelischen Kirchengemeinde am Zehlendorfer Damm wird derzeit in der Kleinmachnower Ausschussrunde präsentiert. Unter dem Arbeitstitel „Zaubergarten“ erarbeiteten der Garten- und Landschaftsarchitekt Anselm Bohley sowie der Architekt Marek Mersmeyer in Zusammenarbeit mit der Hans und Charlotte Krull Stiftung, die Projekte im Bereich Gartenbaukunst fördert, sowie der Gemeinde Kleinmachnow den Vorschlag, der auch bereits mit dem Denkmalschutz und der Umweltbehörde besprochen wurde.

„Wir sehen das Ganze im großen Kontext“, eröffnete Mersmeyer die Präsentation in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Es werde der historische Hintergrund ebenso berücksichtigt wie die Tatsache, dass die Fläche im Landschaftsschutzgebiet liege. Das Areal hinter dem Kirchenhaus soll nach Vorstellung der Architekten mit Rasen bepflanzt werden, wobei durch eine andersfarbige Sorte eine Achse zwischen dem sogenannten Medusentor und dem ehemaligen Gutshaus dargestellt werden soll.

Mit Blick auf ein Wildstaudenbeet und Zitatengarten

Auf dieser Verbindung liegt auch das „historische Fenster“: Dort soll der Boden bei einem Durchmesser von annähernd acht Metern zwischen 30 bis 45 Zentimeter tief ausgestanzt werden. Das Areal soll gepflastert werden und die Stufe kann etwa als Sitzgelegenheit genutzt werden.

Aber auch an anderen Stellen der Freifläche sind verschiedene Möglichkeiten zum Entspannen geplant: Sitzbänke, die sich am Körper orientieren und einen Blick auf ein Wildstaudenbeet bieten, sind ebenfalls vorgesehen. Ein Zitatengarten mit Sprüchen auf Stelen ist ebenfalls im Entwurf vorgesehen, wie eine drei mal fünf Meter große und abgehobene Plattform an der Stelle des ehemaligen Pavillons des Gutshauses, die einen Überblick über die Bäkewiese bieten soll.

Aktuell wird von 218 000 Euro Brutto-Baukosten ausgegangen

Auf den Sockeln einer alten, etwa 1,50 Meter hohen Mauer könnten Künstler künftig darüber hinaus ihre Werke ausstellen, schlagen die beiden Gartenarchitekten der Gemeinde vor.

Kleinmachnows Bauamtsleiter Jörg Ernsting meinte dazu: „Aus Sicht der Verwaltung handelt es sich um ein sehr gutes Konzept.“ Er kündigte an, dass die für eine Umsetzung nötigen finanziellen Mittel im Haushalt der Gemeinde bereitgestellt würden – die Kosten bis zum Entwurf werden von der Hans-und- Charlotte-Krull-Stiftung getragen. Aktuell wird von annähernd 218 000 Euro Brutto-Baukosten ausgegangen, wovon derzeit im Budget rund 170 000 Euro eingestellt seien, erläuterte er.

Beleuchteter Baum könnte das Nachtleben der Tiere stören

Die Kleinmachnower Gemeindevertreter reagierten überwiegend positiv und gaben noch ein paar Ideen dazu: So wünschte sich Angelika Scheib (CDU), die in dem Entwurf sehr viel Fingerspitzengefühl sah, dass auch die ganz alten Besiedelungsspuren noch sichtbar gemacht werden sollten. Sie lobte, dass es sich um „kein kleines Disneyland“ handle, sondern dass sich die Architekten auf das Wesentliche beschränkt und mit verschiedenen Ebenen gearbeitet hätten.

Die Pläne, einen beleuchteten Baum einzubinden, wurden jedoch aufgrund einer möglichen Störung des Tag-Nacht-Rhythmus der Tierwelt kritisch betrachtet.

Von Konstanze Kobel-Höller

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