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Kleinmachnow Berg kann bald „bestiegen“ werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Berg kann bald „bestiegen“ werden
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22:20 28.08.2018
Bald kann der Stolper Berg in Kleinmachnow „bestiegen“ werden. Mit einer kleinen Feier will die Gemeinde den Hügel den Kleinmachnowern zur Erholung übergeben. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Kleinmachnow

 Eigentlich ist er ja eine ehemalige Mülldeponie – doch noch in diesem Herbst soll er zum Spazieren und Erholen einladen – der Kleinmachnower Stolper Berg. „Wir haben nur noch auf die Freigabe durch die zuständigen Behörden gewartet“, bestätigt Martina Bellack, Pressesprecherin der Gemeinde. Nun soll der „Berg“, der mit 18 Metern Höhe und 60 Metern über Meereshöhe viel eher einem Hügel entspricht, am 13. September ab 17.30 Uhr mit einer kleinen Feier für die Öffentlichkeit freigegeben werden. „Es ist nichts Großes geplant“, schildert Bellack die Pläne. „Ein Band, das durchgeschnitten wird, vielleicht noch ein paar Ballons, dann ist der Stolper Berg eine öffentliche Grünfläche.“

Aushub vom Ausbau des Teltowkanals

Denn ab diesem Zeitpunkt sind die Tore dann für all jene geöffnet, die hier auf den angelegten Wegen spazieren gehen, vielleicht den einen oder anderen lustigen Drachen in den herbstlichen Himmel steigen lassen oder nach Schneefall im Winter die Rodelbahn nutzen möchten – die Kiebitzberge bekommen also Konkurrenz in der kinderreichen Gemeinde.

Vielleicht entdecken die Besucher ja auch den einen oder anderen Greifvogel auf einer der Ansitzstangen oder eine Zauneidechse, die flink im Gebüsch verschwindet. Sie oder ihre Vorfahren stammen übrigens aus dem Kleinmachnower Gewerbegebiet. Auf dem Berg wurde – wie die MAZ berichtete – ihr Ersatzhabitat angelegt.

Der Hügel, der eine Fläche von 50 000 Quadratmetern hat, war 1981 beim Ausbau des Teltowkanals entstanden, als der entsorgte Schlamm am Stahnsdorfer Damm an der Auffahrt zur Autobahn 115 gelagert wurde. In den darauffolgenden Jahren wurde die Deponie dann mit Hausmüll ergänzt. 1991 wurde sie schließlich stillgelegt, weil sie nicht ganz dicht war, erzählt Bellack die Vorgeschichte des Stolper Berges.

Ohne Zaun und Himmelswarte

2013 beschloss die Gemeindevertretung, die Deponie in der sogenannten Grundvariante zu rekultivieren – allerdings ohne wildschutzsicheren Zaun und ohne Himmelswarte. Letztere habe auch aufgrund der geringen Belastbarkeit des Untergrundes nicht errichtet werden können, erklärt Bellack. Denn ein Fundament wäre für die Deponie zu schwer gewesen. Auch dürften daher keine Bäume und nur Flachwurzler angepflanzt werden.

Vor vier Jahren war dann schließlich mit der Umsetzung des „Parks“, der rund 225  000 Euro kosten sollte, begonnen worden. 2016 kamen die Eidechsen hinzu. Nun ging es nur noch um die Entlassung der Deponie aus der behördlichen Überwachung – und da sie keine verdächtigen Gase mehr abgibt, steht sie nun den Kleinmachnower Bürgern zur Erholung zur Verfügung.

Von Konstanze Kobel-Höller

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