Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kleinmachnow Rezeption statt Pförtnerhaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Rezeption statt Pförtnerhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 06.12.2018
Das neue Empfangsgebäude soll zweistöckig hinter dem Kreisverkehr in der Schopfheimer Allee in Kleinmachnow errichtet werden. Quelle: BBIS
Kleinmachnow

Nach jahrelangen Diskussionen gibt es nun offenbar eine Lösung für das geplante Eingangsareal der Internationalen Schule in Kleinmachnow. Die Berlin Brandenburg International School (BBIS) auf dem Seeberg hat ihren Empfangsbereich derzeit in einem blauen Container zwischen dem Internatsgebäude und dem ersten Schulhaus untergebracht. In Zukunft möchte sie die Anmeldung aber bereits kurz hinter dem Kreisverkehr in der Schopfheimer Allee haben. Auch der Zaun soll entsprechend versetzt beziehungsweise verlängert werden und dann den kompletten Campus bis zum Beginn des Heizhauses umschließen.

Geschäftsführer und Schulleiter Burkhard Dolata freut sich, dass die Zeit des Provisoriums bald ein Ende haben wird. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Die Möglichkeit für Kleinmachnower, das Gelände während der Schulzeiten zu Fuß oder mit dem Fahrrad von der Straße Am Hochwald bis zur Schopfheimer Allee zu durchqueren, bleibt dabei auch weiterhin bestehen. Entsprechende Hinweistafeln sind an den beiden Toren angebracht.

Die Schule war im Juni 2016 erstmals mit dem Wunsch an die Gemeindeverwaltung Kleinmachnow herangetreten, ihren Empfang von einem Provisorium in eine Rezeption umwandeln zu dürfen. Eineinhalb Jahre später, im November des vergangenen Jahres, hatte die Gemeindevertretung nach intensiven Diskussionen beschlossen, diesem Wunsch statt zu geben. Der erste Entwurf der Schule war jedoch im Bauausschuss gescheitert. Das geplante Empfangsgebäude sei zu mächtig und erinnere an eine Festungsanlage, wurde kritisiert. Nun hat die BBIS aber ein abgespecktes Konzept vorgelegt, sagt Kleinmachnows Bauamtsleiter Jörg Ernsting.

Zeugnis wird als Mittlerer Schulabschluss anerkannt

Die Berlin Brandenburg International School (BBIS) wurde 1990 in Potsdam gegründet, 2001 zog sie nach Kleinmachnow. Dort hat die BBIS das Gelände der ehemaligen SED-Parteihochschule von der Telekom gekauft und baut es seitdem laufend für ihren Schulcampus aus.

Markante Merkmale sind etwa der Sportplatz, die Sporthalle, die auch von regionalen Sportvereinen wie dem Basketball-Bundesligaverein des RSV genutzt wird, oder die sanierten Schulgebäude.

Rund 700 Schüler aus 68 Nationen besuchen die inklusive Gesamtschule, die vom Kindergarten bis zur zwölften Klasse auf Englisch nach dem Lehrplan des Internationalen Bakkalaureat ausbildet. Das Zeugnis der zehnten Klasse wird in der Bundesrepublik Deutschland als Mittlerer Schulabschluss (MSA) anerkannt.

Das vorgesehene Gebäude ist zweigeschossig und muss zu mehr als 45 Prozent verglast sein. Neben mehreren Mitarbeitern für Empfang, Telefon und Sicherheit sollen hier unter anderem auch die Brandmeldetechnik sowie die arbeitsrechtlich vorgeschriebenen Aufenthaltsräume untergebracht sein. Zusätzlich zu dem oberirdischen Gebäude sei auch ein Keller geplant, der größer als der oberirdische Bau ist, so Ernsting. Der Bauamtsleiter sieht darin kein Problem. Dort kommen etwa die Heizungsanlagen hin. Eine unterirdische Verbindung zum Heizhaus ist ebenfalls im Plan enthalten. Der Zaun um das Schulgelände soll nicht höher als 2,10 Meter sein.

So soll das neue Empfangsgebäude der Internationalen Schule in Kleinmachnower einmal von oben aussehen. Das Haus soll zu 45 Prozent verglast sein. Quelle: BBIS

Burkhard Dolata, Geschäftsführer der Berlin Brandenburg International School, ist glücklich darüber, dass es endlich einen Schritt nach vorn geht: „Die BBIS freut sich sehr, dass wir nach langer Zeit nun zusammen mit der Gemeinde Kleinmachnow eine gute Lösung für den Eingangsbereich und das Empfangsgebäude auf dem Seeberg gefunden haben“, sagt der Schulleiter.

In der nächsten Sitzung der Kleinmachnower Gemeindevertreter soll nun die Änderung des Bebauungsplans beschlossen werden. Stimmen die Abgeordneten diesem Entwurf zu, wird er für den Zeitraum eines Monats öffentlich ausgelegt. Dann können sich die sogenannten Träger öffentlicher Belange – Behörden, Institutionen und Verbände – sowie interessierte Kleinmachnower zu diesem Projekt äußern.

Von Konstanze Kobel-Höller

Die Gemeinde Kleinmachnow und der Regionale Sportverein Eintracht 1949 (RSV) können dank der 590 000 Euro Fördermittel nun loslegen und den Fußballplatz am Dreilindener Weg bauen – ab dem Sommer kann gekickt werden.

02.12.2018

Der Kleinmachnower Kunsthistoriker Hubert Faensen (90) hat ein neues Buch über die Neue Hakeburg herausgebracht. Nach aufwändigen Recherchen lüftet er darin so manches Geheimnis des Gebäudeensembles.

29.11.2018

Ein Spezialkommando der Polizei hat am Donnerstag eine Razzia auf dem Anwesen des Rappers Bushido in Kleinmachnow durchgeführt. Der Einsatz soll mit der Trennung von seinem Ex-Freund zusammenhängen.

25.11.2018