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Kleinmachnow Vierpunktlandung im Europarc
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Vierpunktlandung im Europarc
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19:08 06.08.2018
Jugendliche des Jugendfreizeitzentrums „Carat“ in Kleinmachnow bauen aus alten Holzpaletten Sitzgelegenheiten für den Parcours. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
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Kleinmachnow

Die neue Parcours-Anlage für sportlich begeisterte Jugendliche im Europarc direkt neben der Skaterbahn und der Graffitiwand ist fast fertig: Die Sprunggrube, Findlinge, Holzpalisaden, Backsteinmauern seien an Ort und Stelle, unterlegt von Rindenmulch, um die Landung abzudämpfen. Lediglich die Reckstangen wären noch nicht komplett – und die Bauabnahme der Anlage fehlt noch, damit sie auch tatsächlich benutzt werden dürfe, berichtet Mandy Merkel, die beim Kleinmachnower Jugendclub „Carat“ für die mobile Jugendarbeit zuständig ist. Ende September soll die Anlage mit den ersten Rollen, Sprüngen und Salti offiziell in Betrieb genommen werden, stellt auch Gemeindesprecherin Martina Bellack in Aussicht.

Bei der Trendsportart Parcours – auch Parkour geschrieben – geht es darum, Hindernisse möglichst effizient zu überwinden, statt ihnen auszuweichen. Mauern werden überklettert, Tische und Bänke übersprungen, es wird auf schmalen Simsen balanciert, über Gräben gesprungen. Dabei sollen die Bewegungen möglichst flüssig sein und um Hindernisse sicher und schnell zu überwinden, gibt es verschiedene Basisbewegungen wie die Vierpunktlandung, die Rolle, den Katzensprung oder die 360-Grad-Drehung. In Großstädten wird Parcours in den Häuserschluchten betrieben, doch auch in der freien Natur kann diese Sportart ausgeübt werden. Dort werden Äste oder Baumstümpfe, Bäche oder andere Hindernisse überwunden.

Findlinge, Holzpalisaden und Backsteinmauern sind schon auf dem neuen Parcours im Kleinmachnower Europarc verbaut. Bald können die Jugendlichen ihre Bewegungslandschaft in Besitz nehmen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

„Die Idee zu der Anlage war 2015 beim Jugendforum entstanden. Schon damals hat es recht konkrete Vorschläge gegeben, die dann der Gemeindevertretung präsentiert wurden“, erinnert sich Merkel. Nach der Zusage des Gremiums, das Vorhaben nicht nur zu genehmigen, sondern auch finanziell zu unterstützen – die Kosten wurden mit rund 45 000 Euro veranschlagt und blieben laut Bellack auch im vereinbarten Rahmen –, ging es an die Umsetzung: Mit einem Landschaftsbau-Unternehmen aus der Region, das die Jugendlichen angeleitet hat, wurden die Planungen in die Realität umgesetzt. Holz und Backstein sind dabei die hauptsächlich eingesetzten Materialien, dazu Metallstangen und Rindenmulch. Die Elemente werden nicht weiter gestaltet, etwa mit Graffiti besprüht oder bemalt, so Merkel, da dies die Haptik der Oberflächen verändern würde, was beim Parcours-Sport ein Problem darstellen würde. Von der Idee bis zur Fertigstellung waren rund 30 Jugendliche beteiligt.

Um das gesamte Areal noch etwas gemütlicher zu gestalten, haben die Jugendlichen dieser Tage noch einmal zu Hammer, Säge und Schleifpapier gegriffen und aus 25 Holzpaletten Sitzmöbel und Tische für den dortigen Pavillon hergestellt. Damit steht einem gemütlichen Ausspannen nach einer anstrengenden Parcours-Runde bald nichts mehr im Weg.

Von Konstanze Kobel-Höller

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