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Kleinmachnow Aktionstag für sicheres Radfahren
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Aktionstag für sicheres Radfahren
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00:22 11.11.2018
Beim „Tag der Sichtbarkeit“ bringen Polizisten am Rathaus Kleinmachnow Reflektoren an Fahrrädern an. Quelle: Gesine Michalsky
Kleinmachnow

„Man hat nur eine Gesundheit!“ Mit klaren Worten und rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit appellierte die Polizei in Kleinmachnow an die Fahrradfahrer, nicht ohne Licht zu fahren. An der stark befahrenen Förster-Funke-Allee kontrollierten Polizisten am Donnerstagmorgen innerhalb der erstmalig durchgeführten landesweiten „Sichtbarkeitstage“ vor der Maxim-Gorki-Gesamtschule.

Die Jugendlichen zeigten sich einsichtig, wenn sie von den Beamten daran erinnert wurden, am frühen Morgen und nach Einbruch der Dunkelheit das Licht am Fahrrad einzuschalten. Sie können noch mehr für ihre Sicherheit tun: Helle, reflektierende oder neonfarbene Kleidung zu tragen, kann in diesen Tagen Leben retten.

Reflektoren diesmal noch kostenlos

Sicherheit durch Sichtbarkeit war das Ziel der konzertierten Aktion des Netzwerkes Verkehrssicherheit Brandenburg. In Kleinmachnow informierten Mitarbeiter der Polizei, des Ordnungsamtes und Sicherheitspartner an drei Tagen vor verschiedenen Schulen der Gemeinde und am Rathausmarkt radfahrende Schüler und erwachsene Einwohner. Hunderte Reflektoren montierten zwei Beamte der Teltower Polizeiwache vor Schulbeginn an die Speichen von Kinderrädern. Das machten sie lieber selbst, als es dem Nachwuchs zu überlassen. Dann, so die Erfahrung, würden die Reflektoren häufig vergessen.

Reflektoren an Schulen verteilt

Die Rückmeldung von Eltern und Lehrern bei Kleinmachnows Ordnungsamtsleiterin Soi Leißner war durchweg positiv. „Wir konnten eine enorm attraktive Aktion anbieten, weil wir reflektierendes Material als konkrete Schutzmaßnahme verteilt haben“, zog sie ihr Fazit. Taschen, Anhänger, Bänder oder Warnwesten kosten in Sport- und Fachgeschäften oft nur wenige Euro. Das Netzwerk Verkehrssicherheit stellte sie für diese erste Aktion allerdings kostenlos zur Verfügung. Das Land Brandenburg, die Gemeinde Kleinmachnow, der ADAC Berlin-Brandenburg und die Dekra unterstützten diese Aktionstage finanziell.

Überweg für Gesamtschüler

Im gesamten Bereich der Polizeidirektion West ereigneten sich im vorigen Jahr 270 Verkehrsunfälle, bei denen Fußgänger verletzt wurden. 2016 waren es 287.

Der Bereich umfasst die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Havelland sowie die Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel.

Fahrradfahrer waren im vorigen Jahr in diesem Bereich an 981 Unfällen beteiligt. 2016 waren es insgesamt 1016 Unfälle.

Bei der Kontrolle in Kleinmachnow regte die Polizei unter anderem einen Überweg in der Förster-Funke Allee zwischen dem Rathausmarkt und der Maxim-Gorki-Gesamtschule an. Dort überqueren viele Schüler die Straße.

Auch Polizisten der Potsdamer Motorradstaffel beteiligten sich an der Aufklärungsaktion zum „Tag der Sichtbarkeit“ in Kleinmachnow. Quelle: Gesine Michalsky

Ein Flyer liefert die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. ’Dazu gehört auch eine traurige Statistik: Jährlich verunglücken im Land Brandenburg 850 Fußgänger und 3000 Radfahrer im Straßenverkehr. Davon verletzen sich 200 Fußgänger und dreimal so viele Radfahrer schwer. Dass in der Dämmerung ein höheres Unfallrisiko als am Tag besteht, ist durchaus bekannt. Studien haben belegt: Gut erkennbar sind Personen aus bis zu 140 Metern Entfernung, wenn sie mit reflektierendem Material ausgestattet sind. Dunkel gekleidete Personen erkennt ein Autofahrer erst auf 25 Meter Entfernung – das kann schon zu spät sein.

Unabhängig voneinander erklärten die Teltower und Potsdamer Polizisten, dass solche Kontrollaktionen regelmäßig wiederholt werden müssten, um erfolgreich zu sein. „Jetzt haben die Jugendlichen durch uns einen kleinen Stopp erfahren“, resümieren sie die Aktion. „Aber wie ernsthaft das Interesse ist, das muss man durch eine regelmäßige Präsenz zeigen“.

Von Gesine Michalsky

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