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Kleinmachnow Kleinmachnow gegen Zaun-Pflicht zur Wildschwein-Abwehr
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01:16 18.03.2019
Mit Zäunen sollte verhindert werden, dass Wildschweine Kleinmachnow heimsuchen. Doch die Forderung scheiterte. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Kleinmachnow

Abgeblitzt ist die Kleinmachnower SPD/Pro-Fraktion in der Gemeindevertretung erneut mit ihrer Forderung, Grundeigentümer zu verpflichten, die Straßenseite ihrer Grundstücke einzufrieden. Damit sollte verhindert werden, dass sich Wildschweine vor allem auf unbewohnten und verwilderten Grundstücken zu einfach einnisten können.

Seitliche Zäune gesetzlich geregelt – Straßenzäune nicht

Während in Kleinmachnow zwar aufgrund des brandenburgischen Nachbarrechtsgesetz die seitliche Einzäunung geregelt ist, besteht keine Verpflichtung, Grundstücke auch straßenseitig zu schützen. Das wollte die SPD/Pro-Fraktion bereits im vorigen Jahr ändern, wurde aber im September von der Gemeindevertretung mehrheitlich abgelehnt. Nun versuchte sie es ein zweites Mal, da sich die Wildschwein-Situation in der Gemeinde verschlimmert hätte, wie argumentiert wurde.

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Schutz vor Wildschweinen wäre sinnvoll

Die Einfriedungspflicht zur Straße könne durch Ortsrecht geschaffen werden, sagte Matthias Schubert: „Dabei sollen Eigentümer von bebauten Grundstücken die Wahl haben: Sie können an der Straßenfluchtlinie oder auf der Höhe ihres Hauses einfrieden. Bei geschlossener Bauweise soll die Einfriedungspflicht nicht gelten.“ Mehrere Vertreter anderer Fraktionen stimmten zu, dass Zäune als Schutz vor Schwarzwild unumgänglich seien. Roland Templin (BIK): „Wer sein Grundstück wildschweinsicher haben möchte, der zäunt es ein.“ Auch Kathrin Heilmann (CDU) erklärte, sie sei zu 100 Prozent für eine Einfriedung.

Kritiker: Wir hatten lange genug eine Mauer in Kleinmachnow

Dennoch entschied sich die Mehrheit der Gemeindevertreter gegen die Pflicht zum Zaun an der Straßenseite. Als Hauptargument wurde dabei vorgebracht, dass man den offenen Charakter Kleinmachnows nicht zerstören wolle. Man habe lange genug eine Mauer gehabt und wolle jetzt keine Zäune.

Von Konstanze Kobel-Höller

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