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Kleinmachnow Mäuse-Theater am Mittwoch in der Steinweg-Schule
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Mäuse-Theater am Mittwoch in der Steinweg-Schule
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17:20 29.01.2019
Schüler der Steinweg-Grundschule proben für ihr Stück „Frieda und Frederik" - eine Geschichte über Alltag, Leben und Glück. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Kleinmachnow

„Das Gute an meiner Rolle ist, dass ich meinen Freund Eddie ärgern kann“, freut sich Julius (9) aus der vierten Klasse der Kleinmachnower Steinweg-Grundschule. In dem Theaterstück „Frieda und Frederick“, das der Kunstkreis am Mittwoch um 17 Uhr der Öffentlichkeit vorführt, spielt er nämlich Schusselmaus, erzählt er. Im echten Leben ist er gar nicht schusselig und eigentlich sei ihm vorgeschlagen worden, Schlaubimaus zu spielen, doch er wollte mal was anderes sein. Jetzt darf er ungeschickt sein und seinen Schlaubi-Mausbruder ärgern. So kommt es, dass sein Freund Eddie (9), der sonst der Schussel ist, die kluge Maus verkörpert, mit Brille auf der Nase und manchmal besserwisserischem Text. „Wir haben die Rollen getauscht“, erkennen die Kinder. Antonia (9), ebenfalls aus der vierten Klasse, hat sich dafür entschieden, einfach das zu nehmen, was ihr vorgeschlagen wurde: Sie ist Lieschen-Maus, immer fleißig und gewissenhaft.

In diesem Theaterstück, dessen Text von der Erzieherin Riccius frei nach dem Kinderbuch „Frederick“ von Leo Leonie geschrieben wurde, wurden die Rollen den Kindern auf den Leib geschrieben, sagt Kunstkreis-Leiterin Fiorenza Zanoni. Stolz erzählt sie auch von einem Mädchen aus Syrien, das seit zwei Jahren die Steinweg-Grundschule besucht und seit August in der Theatergruppe mit dabei ist. Sanna spielt Tante Maus und spricht in dem Stück auch Arabisch. „Sie lernt sehr motiviert, die Schüler sind extrem nett mit ihr und immer hilfsbereit – für mich ist Sanna eine große Bereicherung“, erklärt die Pädagogin. Überhaupt spielt die Moral bei Zanonis Theaterstücken immer eine große Rolle. Bei „Frieda und Frederick“ beteiligen sich zwei Mäuse nicht daran, Vorräte für den Winter zu sammeln, stattdessen behaupten sie, Farben, Wörter und Sonnenstrahlen aufzulesen, während sie scheinbar untätig dabei zusehen, wie die anderen sich abrackern. „Was ist denn hier die Moral, wisst ihr das noch?“, fragt Zanoni ihre Schützlinge. „Es geht auch darum, Liebe einzusammeln“, weiß Jolie (11) aus der fünften Klasse, und gibt auch gleich ein Beispiel aus ihrem eigenen Leben: „Das machen wir jeden Sonntag, da lesen wir zusammen ein Buch!“

Öffentliche Aufführung um 17 Uhr in der Aula

Die Theatergruppe ist seit Schulanfang zusammen. Alle zwei Jahre wird die Zusammensetzung gewechselt, betont Zanoni, weil es eine lange Warteliste gibt und so mehr Kinder die Chance auf eine Teilnahme bekommen. Derzeit machen rund 15 Kinder mit, nach dem Halbjahr kommen noch ein paar dazu, höchstens 20 können dabei sein. Die neue Gruppe hat mit Mary Poppins im Dezember bereits ein großes Stück erfolgreich hinter sich gebracht, jetzt freuen sich die Kinder, dass sie diesmal nicht so viel Text zu sagen haben. Antonia erklärt: „Niemand spricht wirklich viel, aber alle sind auf der Bühne.“

Insgesamt 60 Mäuse tummeln sich in dem Stück auf den Brettern, die die Welt bedeuten – Chor und junge Musiker inbegriffen – wenn mit dem Stück Herbst und Winter des Jahreszeitenprojektes der Schule bearbeitet werden. Gedichte und Musik von Vivaldi runden das Programm ab. Drei interne Vorführungen gibt es am Vormittag und auch Schüler und Schülerinnen der Eigenherd Grundschule und der Grundschule Am Seeberg sowie Kita-Kinder werden als Zuseher erwartet. Am Nachmittag um 17 Uhr findet dann in der Aula der Schule die öffentliche Aufführung statt.

Von Konstanze Kobel-Höller

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