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Kleinmachnow Junge Jazzer lassen von sich hören
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Junge Jazzer lassen von sich hören
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09:13 31.10.2018
Das Landesjugend-Jazzorchester Brandenburg unter Leitung von Jiggs Wigham (links vorn) probt in der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark in Kleinmachnow Quelle: Gesine Michalsky
Kleinmachnow

Sie sind Brandenburger, nicht älter als 24 Jahre und sie zeichnet ihre Begabung aus: Die besten 30 Musikschüler des Landes kommen im Spitzenensemble der Musikschulen zusammen, dem Landesjugend Jazzorchester Brandenburg (LaJJazzO). Unter der Leitung von Jiggs Whigham und gefördert vom Kulturministerium bietet es jungen Musikstudenten an, wichtige Berufserfahrungen zu sammeln – ein Ersatz für die Musikhochschule, die Brandenburg fehlt.

In Kleinmachnow arbeitet das LaJJazzO seit Montag am Jubiläumsprogramm zum 25-jährigen Bestehen im nächsten Jahr. Jazz-Liebhaber können noch heute und morgen die öffentlichen in der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark in Kleinmachnow, Am Weinberg 18, besuchen. „Wer uns zuhört, bekommt etwas zu hören“, sagt der amerikanische Bandleader und Hochschullehrer Jiggs Whigham.

Studenten treffen sich zweimal im Jahr

Die jungen Musikstudenten treffen sich nur zwei Mal im Jahr an unterschiedlichen Orten in Brandenburg für eine Woche zum gemeinsamen Arbeiten mit ihrem Leiter und Posaunisten Whigham. Der kommt extra aus Bad Godesberg angereist und erwartet sehr viel. „Wie können die Musiker, die alle wissen, wie gut sie sind, merken, dass sie es noch besser können?“ Sie üben fast pausenlos gemeinsam und in kleinen Gruppen. Professionelle Musiker sind von einem Bazillus befallen, erklärt Whigham. „Die brauchen ihr Instrument, weil sie Musik brauchen und das Leben mit Musik ist wundervoll, besonders wenn es sich um Jazz handelt.“

Ensemble schätzt seinen Leiter

Vor zehn Jahren konnte man Whigham davon überzeugen, das Ensemble zu übernehmen. Der gefragte Posaunist stand bereits mit amerikanischen Jazzgrößen auf der Bühne und ist mit dem Rhythmus und Swing von Big Bands sozusagen zusammengewachsen. „Zur Offenbarung wurde Musik für mich zum ersten Mal in Cleveland, als ich als Zwölfjähriger vor einem Football-Spiel die amerikanische Hymne hörte“, erzählt der Musiker. Sein Ensemble schätzt ihn sehr für seine Lockerheit, aber auch für seine Erfahrung: „Große Kunst sieht nicht wie große Kunst aus“ oder „Einfach geht immer, reicht aber nicht“ lauten die Sätze, die Akzente bei jedem Einzelnen herauskitzeln sollen. Ansonsten gelten die strengen Regeln der lange vorher verteilten Notenvorgaben, ohne die das Zusammenspiel nicht möglich wäre.

So präsentiert das Ensemble Jazzfreunden am Freitag zum Abschluss ein hochkarätiges Konzert. Unter dem Motto „25 Jahre Bigband – Best of LaJJazzO“ wird das Ergebnis der ersten Arbeitsphase des Ensembles in Kleinmachnow zu hören sein.

Info: „Best of LaJJazzO“, Freitag, 2. November, 20 Uhr, Neue Kammerspiele Kleinmachnow, Karl-Marx-Straße 18. Weitere Konzerte: Samstag, 3. November, Ludwigsfelde, 4./5. November mit LaJJazzO Junior und zwei Gesangssolisten der Young Voices Brandenburg in Schwedt.

Von Gesine Michalsky

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