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Kleinmachnow Landestierschutz verurteilt Bogenjagd
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Landestierschutz verurteilt Bogenjagd
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13:40 19.03.2019
Der Landestierschutzverband verurteilt die Bogenjagd als eine urzeitlich verbotene Methode. Quelle: Deutscher Bogenjagdverband
Kleinmachnow/Stahnsdorf

Der Landestierschutzverband Brandenburg verurteilt den Vorstoß des Agrar- und Umweltministeriums, die Bogenjagd auf die Wildschweine in Kleinmachnow und Stahnsdorf ausnahmsweise befristet zu erlauben. Die „urzeitlich verbotene“ Methode sei tierschutz- und gesetzeswidrig, sagt die Verbandsvorsitzende Ellen Schütze. Diese Form der Jagd habe in der heutigen Zeit nichts zu suchen.

Nur blinder Aktionismus

Die Ursachen der Wildschweinschwemme würden nicht bekämpft. Statt dessen betreibe die Politik blinden Aktionismus, so Schütze weiter. Das Problem verschwinde nicht mit dem Abschuss des Schwarzwildes, sondern vermehre sich vielmehr mit einer noch größeren Zahl an Wildschweinen. Dies ändere sich nicht, so lange beispielsweise mit den zahlreichen Maisfeldern ein Überangebot an Nahrungsmitteln bereitstünde.

Bogenjagd wird salonfähig

Statt Ideen zu entwickeln, wie die Vermehrung der Wildschweine eingedämmt werden kann, setze die Politik dort an, wo es am einfachsten sei: am Symptom. Anstelle Methoden zu finden, wie die Borstentiere wenigstens tierschutzgerecht getötet werden können, „feiert die Steinzeit im Agar- und Umweltministerium fröhliche Urständ“, heißt es in der Stellungnahme des Landestierschutzverbandes. Minister Vogelsänger mache die Bogenjagd, die nach dem Bundesjagdgesetz verboten sei, mit seiner Ausnahmegenehmigung salonfähig.

Ein nicht tödlich getroffenes Tier wird vor dem Bogenschützen fliehen und an seiner Pfeilverletzung qualvoll sterben, befürchtet der Landestierschutzverband.

Von Heinz Helwig

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