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Kleinmachnow Pkw-Center zieht nach Teltow
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow Pkw-Center zieht nach Teltow
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02:24 11.05.2018
Geschäftsführer Mario Böttche ist mit zwölf Standorten seit mehr als 20 Jahren im Geschäft. Das Pkw-Center in Kleinmachnow hat er Mitte Januar dieses Jahres übernommen. Quelle: Heinz Helwig
Region Teltow

Das Opel-Pkw-Center in Kleinmachnow will 2019 von der Karl-Marx-Straße im Ort in die Nähe der Teltower Automeile auf ein eigenes Grundstück in der Saganer Straße ziehen. Dort soll ein so genanntes Drei-Marken-Autohaus mit den Typen Opel, Peugeot und Citroën entstehen. Letzteres Fabrikat hat das Pkw-Center jetzt verstärkt in seine Fahrzeugpalette aufgenommen, nachdem der französische Autokonzern PSA im August des vorigen Jahres den deutschen Hersteller Opel übernahm.

„Die Autobranche befindet sich im Umbruch. Die Hersteller haben höhere Ansprüche an die Größe und Struktur eines Showrooms, an die Werkstatt sowie an neue Prüfverfahren. Das Thema Elektroauto gewinnt immer mehr an Bedeutung“, sagt Geschäftsführer Mario Böttche. Der Kfz-Mechaniker sei längst kein Schrauber mehr, sondern vielmehr ein IT-Fachmann. Um beispielsweise das Fahrerassistenzsystem eines Autos checken und justieren zu können, das den Autofahrer in kritischen Situationen vor verhängnisvollen Schäden bewahrt, bedarf es eines speziellen Vermessungsplatzes, der exakt ausnivelliert sein muss, um später Abweichungen oder Fehlfunktionen des Systems auszuschließen, erklärt der Autohändler. Diese Anforderungen ließen sich mit einem Neubau auf dem eigenen Grundstück besser umsetzen, als auf einer bereits betriebenen Fläche. Böttche erhofft sich von der Nähe zu anderen Autohäusern auch größere Entwicklungs- und Vermarktungschancen als am Mikrostandort in Kleinmachnow.

In der Saganer Straße in Teltow will das Pkw-Center Kleinmachnow im nächsten Jahr ein so genanntes Drei-Marken-Haus eröffnen. Quelle: Autohaus Böttche

Auf dem knapp 6000 Quadratmeter großen Gelände in Teltow steht den Mitarbeitern des Pkw-Centers mit 2200 Quadratmetern Nutzfläche für den Showroom mehr Platz als im alten Autohaus zur Verfügung. Böttche würde gern im September dieses Jahres mit seinem Team das Richtfest am Rohbau des neuen Autozentrums feiern. Dann stünde dem Umzug im nächsten Jahr nichts mehr entgegen. Rund viereinhalb Millionen Euro will der Autohändler in seine neue Niederlassung investieren und die Zahl seiner Mitarbeiter von gegenwärtig 27 auf 35 Angestellte erhöhen. Vor allem für den Peugeot-Bereich sucht Böttche noch Verkaufs- und Servicepersonal.

Die Vorbereitung des Baugrundes war nicht ganz einfach, berichtet der Geschäftsführer. Auf der Wiese in der Saganer Straße stand früher mal ein Galvanikbetrieb. Der Boden musste erst einmal vollständig von Altlasten befreit werden. Rund 800 Tonnen hat Böttche im vorigen Jahr entsorgen lassen. In diesem Jahr kamen nochmals zweimal 700 Tonnen dazu, bevor die Fläche komplett bereinigt war.

Noch kein Interessent für eine Nachnutzung

Böttche hat erst Mitte Januar dieses Jahres das Pkw-Center in Kleinmachnow übernommen. Die vormaligen Geschäftsführer wollten es eigentlich Ende Januar schließen.

Bislang habe sich noch niemand für eine Nachnutzung des Geländes nach dem Umzug interessiert, teilt die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage mit. Im Bebauungsplan für das Grundstück sei eine weitere Nutzung als Autohandel mit Werkstatt festgelegt. Obwohl es dem Lebensmitteldiscounter Aldi gehört, widerspräche ein Einzelhandel dem Zentrenkonzept der Gemeinde zur Verteilung der Einkaufsmöglichkeiten in Kleinmachnow und dem Flächennutzungsplan, erklärt das Rathaus.

Seit mehr als 20 Jahren an zwölf Standorten

Das Autohaus Böttche ist seit mehr als 20 Jahren an zwölf Standorten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit mehr als 200 Mitarbeitern präsent.

Der Bestand umfasst etwa 300 Neufahrzeuge sowie mehr als 750 Gebrauchtwagen.

Als Partner des ADAC-Straßendienstes ist das Autohaus Böttche auch auf den Autobahnabschnitten 9 und 2 unterwegs. Herzstück dieser Zusammenarbeit ist die Filiale in Brück.

Fahrassistenzsysteme werden unter anderem für Einparkhilfen, Totwinkel-Überwachungen oder bei Spurwechseln eingesetzt.

Zur DDR-Zeit befand sich am Kleinmachnower Standort der Kfz-Meisterbetrieb PGH „Max Reimann“.

Von Heinz Helwig

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