Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Kleinmachnower können Burg besuchen
Lokales Potsdam-Mittelmark Kleinmachnower können Burg besuchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:22 01.07.2016
Haben Pläne mit der Hakeburg in Kleinmachnow: Projektarchitektin Iris Steinbeck und „Burgherr“ Nicolas Tommasini. Quelle: H. Helwig
Anzeige
Kleinmachnow

Höchst erstaunt hat Nicolas Tommasini, Gesellschafter der Vivaro GmbH & Co. Grundbesitz KG und Eigentümer der Neuen Hakeburg in Kleinmachnow, aus dieser Zeitung erfahren, welche Vorstellungen die CDU-Fraktion der Gemeinde von der Zukunft seines Besitzes hat. Die CDU lehnt bekanntlich die geplante Wohnnutzung ab und würde „es mehr begrüßen, wenn die Idee des Bildungscampus fortgeschrieben würde.“ In direkter Nachbarschaft befindet sich die Berlin-Brandenburg International School (BBIS), die sich ebenfalls für die Hakeburg interessieren soll. „Ich habe bisher keinen Kontakt zur Schule gehabt, und wenn ich mit der Schulleitung rede, dann ausschließlich darüber, wie wir als Nachbarn das Umfeld gemeinsam attraktiver gestalten können“, sagt Tommasini.

Der Franzose war sich sicher, dass die Kleinmachnower mit seinem Kompromissvorschlag zur Entwicklung des Hakeburggeländes einverstanden seien. Er erinnert daran, dass es dafür bereits einen genehmigten Bebauungsplan gibt, der noch ein Hotel und ein sogenanntes Boardinghouse vorsah. „Doch viele Leute wollen kein großes Haus und auch nicht den unweigerlichen Verkehr, der sich aus einem Hotelbetrieb ergibt. Darum machen wir mit unseren geänderten Planungen ein Zugeständnis“, erklärt Tommasini. Er fürchtet, sein Projekt könne zum Wahlkampfthema vor der Bürgermeisterwahl am 27. November in der Gemeinde werden. In der Bauausschusssitzung am Montag wollen er und Projektarchitektin Iris Steinbeck den Kleinmachnowern noch einmal das Vorhaben detailliert erläutern.

Nicht nur der Durchgang durch den Burghof, auch der Eingangsbereich und die Gemeinschaftsräume in der Burg sowie der Bunker unter dem ehemaligen Reichspostgebäude, der von der Hakeburg aus erreichbar ist, sollen für Besucher zugänglich sein, versichert der Eigentümer. Der Heimatverein Kleinmachnow wird voraussichtlich in der Remise ein Büro einrichten können, in dem es Informationen zum Bau und zur Geschichte der Neuen Hakeburg geben wird. Im Wechsel mit den bereits laufenden Führungen an der Alten Hakeburg könnte kleinen Gruppen auch ein Teil des neueren Ensembles gezeigt werden, meint Heimatvereinsvorsitzender Rudolf Mach. Auch den umliegenden „wilden Wald“ will der Eigentümer wieder zu einem Park mit einer Allee in Anlehnung an das historische Vorbild machen.

Bei einem Ja der Gemeindevertretung am 20. Juli und einem zügigen Verlauf des Genehmigungsverfahrens könnte die Vivaro-Gesellschaft im Frühjahr 2017 mit der Sanierung der Hakeburg beginnen, glaubt Tommasini. Gleich zu Beginn will er einen Infopunkt einrichten, an dem sich Interessierte über den Sanierungsprozess informieren und ihre Meinung dazu äußern können. Bis 2019 sollte das Gesamtprojekt umgesetzt sein, wünscht sich der „Burgherr“.

Jährlich könnte ein Sommerfest stattfinden

Die Sanierungskosten schätzt die Vivaro GmbH auf 13,5 Millionen Euro.

In seiner bisherigen Karriere hat Eigentümer Nicolas Tommasini bereits nach eigenen Angaben 25 Hotels entwickelt.

Ein alljährliches Sommerfest könnte an den Terrassen stattfinden. Dazu will der Investor noch die Meinung der Kleinmachnower einholen.

In den drei neuen Häusern sollen 18 Wohnungen entstehen.

Von Heinz Helwig

Wenn das Gasthaus „Linther Hof“ 2017 sein 80-jähriges Bestehen in Familienbesitz der Pauls feiert, bietet es einige Neuerungen. Für das Hotel wurde jetzt ein Anbau mit 15 Zimmern begonnen. Er bietet künftig auch eine spezielle Hochzeitssuite, Wellness-Bereich und Dachterrasse. Geführt wird das Linther Haus bald in vierter Generation.

01.07.2016

Dieter Steinhaus geht in Ruhestand. Er war der letzte Einzelhändler im Zentrum von Bad Belzig, der frische Lebensmittel im Angebot hatte. Ein Nachfolger für den einstigen Delikat-Laden ist nicht in Sicht. Die traurige Perspektive, die sich für viele Läden in Bad Belzig abzeichnet. Der Gewerbeverein schlägt Alarm.

02.07.2016

Der Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark besteht seit 25 Jahren. Zum Jubiläum zieht die geschrumpfte Verwaltung in externe Büros. Der angestammte Sitz in Kuhlowitz wird dauerhaft ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge. Die Veränderung steht quasi symbolisch für den Wandel von Gesellschaft und Verein.

01.07.2016
Anzeige