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Kleinmachnower „Schatzkästchen“ umstritten

Sanieren oder nicht? Kleinmachnower „Schatzkästchen“ umstritten

Das kleine Haus in der Kleinmachnower Karl-Marx-Straße 117 gehört der Gemeinde und müsste dringend saniert werden. Doch rechtfertigt der Preis das Unternehmen, wenn man nicht weiß, wie marode das Haus wirklich ist und zu welchem Zweck es aufgemöbelt werden soll?

Kleinmachnow Karl-Marx-Straße 117 52.40664 13.2247201
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Das „Schatzkästchen“ bleibt weiter verwunschen.

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Kleinmachnow. Ganz unscheinbar steht das Holzhaus hinter der Kleinmachnower Kita „Freundschaft“, in der Karl-Marx-Straße 117, verwachsen und verwunschen wie ein Hexenhäuschen. Doch die Realität ist nicht märchenhaft. Das Gebäude gehört der Gemeinde, die nicht so recht weiß, was sie damit anfangen soll.

Nun stellte die Fraktion BiK (Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow) den Antrag, das Haus denkmalgerecht zu sanieren, zu erwartende Kosten: rund 480 000 Euro. „Warum“, wollte Raoul Schramm (Die Linke/Piraten) wissen, schließlich müsse sparsam mit den Steuermitteln gearbeitet werden. Darauf konterte Roland Templin (BiK): „Der Grund ist, dass vor drei Jahren ein Grundsatzbeschluss getroffen wurde, dass dieses Gebäude saniert wird – damals einstimmig und nutzerunabhängig!“ Und er appellierte an die Fraktionen: „Es handelt sich um ein einzigartiges Denkmalobjekt und wenn Sie jetzt dagegen stimmen, haben wir kein Sanierungsbudget im Haushalt 2016!“ Andrea Schwarzkopf (SPD/PRO) hatte zum Thema Geld ebenfalls etwas anzumerken: „Wir haben ein Schatzkästchen mitten im Ort, ein wertvolles Haus, und ich finde, das sollte uns das Geld kosten – wir haben ja auch keine Probleme, mal eben 260 000 Euro für eine Straße auszugeben.“

Klaus-Jürgen Warnick (Die Linke/Piraten) äußerte sich besorgt, dass durch eine Sanierung dieses Gebäudes das geplante Heimatmuseum einen festen Platz bekommen könnte und erklärte, dass seine Fraktion deswegen gegen den Antrag stimmen würde. „Definitiv“ sei man „gegen ein feststehendes Museum“. Bürgermeister Michael Grubert (SPD) erklärte, er „denke nicht, dass das Haus vor dem Verfall“ stehe, werde sich das aber ansehen. „Ich warne ausdrücklich vor Annahme des Antrages, so lange wir nicht wissen, wie der Zustand ist.“ Seiner Empfehlung folgte dann auch die Mehrheit der Gemeindevertreter, der Antrag wurde abgelehnt.

Von Konstanze Kobel-Höller

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