Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Kahlschlag in Kleinmachnow
Lokales Potsdam-Mittelmark Kahlschlag in Kleinmachnow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 09.11.2015
Kleinmachnow soll eine grüne Gemeinde bleiben, auch wenn einige Bäume altersbedingt fallen müssen. Quelle: H. Helwig
Anzeige
Kleinmachnow

Wegen eines Kahlschlages in der Nachbarschaft sorgt sich Familie Peter in Kleinmachnow um den traditionell grünen Charakter der Gemeinde. Auf einem Privatgrundstück wurden vor einigen Tagen sämtliche fünf Bäume gerodet, die dort standen. Die Familie befürchtet negative klimatische und gesundheitliche Auswirkungen für Kleinmachnow, wenn Bäume weiterhin unbedacht abgeholzt werden. Die Bäume würden nicht nur den Charme und den Wert des Ortes ausmachen, sondern wären zugleich auch wichtige Faktoren für das Wohlbefinden der Kleinmachnower, indem sie zur Luftverbesserung und zur Anreicherung mit Sauerstoff beitrügen. „Wir möchten nicht im Wald leben, doch die Abholzung macht uns traurig“, schreibt die Familie dieser Zeitung.

Kritik an Gemeindeverwaltung

Die Gemeindeverwaltung sei bei der Ablehnung von Fällanträgen zu nachgiebig, meinen die Peters. Sie schicke bei solchen Anträgen einen Sachbearbeiter zu dem betreffenden Grundstück, der sich den Baum von unten ansehe, ohne die Expertise, die sich die Grundstückseigentümer von einem Gärtner erstellen ließen und die Bestandteil des Fällantrages ist, noch einmal durch ein eigenes Gutachten gegenzuchecken. Die Gärtner würden allerdings Bäume häufig als „bedenklich“, „marode“ oder „alt“ einstufen. Aus Verunsicherung, später eventuell bei einer Ablehnung der Fällung für einen Schaden durch den Baum haften zu müssen, würde die Gemeindeverwaltung die Abholzung sicherheitshalber lieber bewilligen.

Sicherheit teilweise nicht gewährleistet

Kleinmachnow sei auch nach der Wende und nach dem enormen Baugeschehen der vergangenen 25 Jahre ein noch reich durchgrünter Ort, stellt die Gemeindeverwaltung auf MAZ-Nachfrage fest. Sie verweist auf die Gehölzschutzsatzung vom 13. Juli 2007, die im Februar 2011 vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in vollem Umfang bestätigt worden sei. Demnach seien alle Laub- und Nadelbäume mit einem Stammumfang ab 40 Zentimeter geschützt. Ausnahmen gebe es nur für Obstbäume. Allerdings würden Kiefern, die Kleinmachnow ortstypisch prägen, mit den Jahren auch in ihrer Vitalität nachlassen sowie mit Pilz befallen oder von Astbruch betroffen sein. Die bisherige Pflege der Baumkronen – beispielsweise durch Rückschnitt – könnten die Sicherheit der Anwohner dennoch nicht mehr langfristig gewährleisten.

Verwaltung nimmt Grünamt in Schutz

Die Mitarbeiter des Grünamtes seien hochqualifiziert und fähig, aufgrund regelmäßiger Weiterbildungen und langjähriger Erfahrungen die Gesundheit und die Standfestigkeit von Bäumen realistisch einzuschätzen, nimmt die Verwaltung ihr Personal in Schutz. Sie bestätigt, dass aus den genannten Altersgründen der Bäume rund 90 Prozent der Fällanträge auch genehmigt würden. Die Mehrheit der Kleinmachnower würde allerdings ihre Bäume sehr schätzen und beauftragte Gärtner oder Gartenfachbetriebe eine Fällung nur in einem fundiert begründeten Fall empfehlen.

Die Gemeindeverwaltung sei sich ihrer Verantwortung gegenüber einem Generationswechsel der Altbäume bewusst und unternehme viele Anstrengungen, durch Nachpflanzungen und Pflege der jungen Bäume den Verlust auszugleichen, sagte sie der MAZ.

Von Heinz Helwig

Potsdam-Mittelmark Kleinmachnow gedenkt der vertriebenen und getöteten Juden - Von Kleinmachnow direkt in den Ghetto-Tod

22 Stolpersteine erinnern an jüdische Einwohner, die von den Nazis aus der Gemeinde Kleinmachnow vertrieben oder zu Tode gebracht wurden. Eine von ihnen ist Susanne Peuse, die im Juni 1941 deportiert und noch am gleichen Tag in Warschau ermordet wurde. Heute erinnert ein kleiner Stolperstein im Zehlendorfer Damm 138 an die Frau. Er wurde am Montag gereinigt.

10.11.2015

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag zwei am Bahnhof abgestellte Autos stark beschädigt und sind geflüchtet. Die Polizei ermittelt zum schweren Fall von Unfallflucht. Zwei junge Werderaner und ihre Autos hat es hart getroffen. Damit sie auf den Kosten nicht sitzen bleiben, hoffen sie, dass die Polizei die Täter schnell findet.

10.11.2015
Potsdam-Mittelmark Startklar für die nächste Feuerwehrübung in Ferch - Zelt und Betten gleich ausprobiert

Schon 64 mal in diesem Jahr musste die Fercher Feuerwehr ausrücken. Seit 1922 können sich die Fercher und ihre Nachbarn auf ihre Wehr verlassen, wenn es um die Sicherheit in der Region geht. Damit auch die Jugendwehr nachziehen kann, bekam sie jetzt eine neue Ausstattung für Training und Einsatz.

12.11.2015
Anzeige