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Hakelei um die Zukunft der Hakeburg

Luxus oder Campus Hakelei um die Zukunft der Hakeburg

In Kleinmachnow diskutieren die Fraktionen derzeit über die abgespeckten Sanierungs- und Neubaupläne für das Gelände der Neuen Hakeburg. Während beispielsweise die SPD mit der „moderaten Bebauung“ leben können, lehnt die CDU einen Wohnungsbau generell ab. Sie würde lieber eine Bildungseinrichtung oder eine Begegnungsstätte auf dem Areal sehen.

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Historische Aufnahme der Hakeburg: Auf der rechten Fläche sollen die drei Häuser entstehen.

Quelle: Vivaro

Kleinmachnow. In Kleinmachnow diskutieren die Fraktionen derzeit intensiv den Kompromissvorschlag zur Sanierung der Neuen Hakeburg, den die Eigentümer der Vivaro GmbH & Co. Grundbesitz KG und die Berliner Architektin Iris Steinbeck in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt hatten. Bekanntlich wollen die Eigentümer die Burg sanieren und darin bis zu 15 Luxuswohnungen einrichten. Neben der Burgremise sollen drei freistehende Wohnhäuser mit Terrassen entstehen.

Von einer „sehr moderaten Bebauung“ spricht Kleinmachnows Bauausschussvorsitzender Matthias Schubert (SPD). Seine Fraktion beschloss am Montag, die überarbeiteten Pläne zu unterstützen. Nach dem Denkmalrecht sei es üblich, bei Sanierungen von Gebäuden dem Bauherren weiteres Baurecht einzuräumen, um mit zusätzlichen Neubauten die Kosten der Sanierung weitestgehend wieder ausgleichen zu können, sagt Schubert. „Aber je länger wir warten, um so teurer wird es, und wir müssen mehr Wohnbebauung zulassen“, befürchtet er. Wenn andererseits überhaupt nichts passiere, würde wohl eines Tages der Staat – in diesem Fall das Land Brandenburg – den Erhalt des Denkmals übernehmen und die Kosten mit Steuergeldern zahlen müssen. Wichtig für die SPD ist, dass der Durchgang über den Burghof für Fußgänger offen bleibt.

Diskutiert werden müsse auch noch über die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage, meint Schubert. Laut Plan soll sie über die Straße hinter der Remise erreichbar sein. Doch das würden die Grünen nicht wollen. Sie hätten eine Zufahrt über den Burghof und die Absenkung durch einen Schacht vorgeschlagen, was allerdings auch nicht optimal sei. Schubert schlägt einen Tunnel vor, der sich laut Rücksprache mit Kleinmachnows Bauamtsleiter Jörg Ernsting relativ einfach planen ließe.

Die Linken und die Piraten beraten heute über den Entwurf. Sie haben sich dazu die Architektin Steinbeck und den Geschäftsführer der Berlin-Brandenburg International School (BBIS), Burkhard Dolata, eingeladen. Die BBIS soll Interesse bekundet haben, ihren Campus auf dem Seeberg zu erweitern und in der Hakeburg ein Internat einzurichten, heißt es. „Wir wollen uns auch andere Vorstellungen zur Zukunft der Hakeburg anhören und anschließend abwägen“, erklärt Gemeindevertreter Klaus-Jürgen Warnick.

Die CDU dagegen lehnt auch die abgespeckte Variante der Investoren ab. Sie sieht mit einem öffentlichen Weg vorbei an den Luxuswohnungen Konflikte mit den Anwohnern programmiert. Das ursprünglich geplante Hotel hätten die Christdemokraten ja noch mitgetragen, doch die geplante Wohnbebauung zerstöre den Ort, meint die Fraktionsvorsitzende Angelika Scheib. Sie schlägt einen Ideenwettbewerb mit mehreren Architekturbüros vor. Die CDU favorisiert einen Bildungscampus mit Institut oder Bildungs- beziehungsweise Begegnungsstätte oder Jugendherberge.

Vor einer Übernahme der Hakeburg durch die BBIS warnt Schubert indes. Der gesamte Seeberg sei in privater Hand und wäre angesichts der Besonderheit der Schule für die Kleinmachnower überhaupt nicht mehr zugänglich.

In der nächsten Bauausschusssitzung am 4. Juli wollen sich die Fraktionen über eine Beschlussempfehlung verständigen, bevor die Gemeindevertretung am 20. Juli einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan fassen soll.

Eigentümer wollen auch umliegenden Park sanieren

Die Hakeburg wurde in den Kleinmachnower Gründungsjahren 1906 bis 1908 erbaut.

Die Eigentümer wollen das denkmalgeschützte Ensemble für 13,5 Millionen Euro sanieren.

Der Denkmalschutz schreibt als eine denkmalgerechte Nutzung wieder Wohnen vor, da das Gebäude früher schon eine Wohnburg war.

Die Investoren wollen auch den umliegenden Park sanieren, heißt es. Die Pflege der Grünanlagen muss später aber die Gemeinde Kleinmachnow übernehmen.

 

Von Heinz Helwig

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