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Potsdam-Mittelmark Klepzig: Jugendtreff stinkt den Nachbarn
Lokales Potsdam-Mittelmark Klepzig: Jugendtreff stinkt den Nachbarn
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21:11 04.02.2016
Zog die die Jugendklubschlüssel ein: Klepzigs Ortsvorsteher Lothar Spiesecke Quelle: René Gaffron
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Klepzig

Von diesem Wochenende an steht der Jugendklub wieder offen. Der Nachwuchs des 125-Einwohner-Dorfes darf seinen Treff in der Ortsmitte quasi auf Bewährung nutzen. So lautet die Mittwochabend getroffene Vereinbarung mit dem Ortsbeirat. Dessen Vorsitzender Lothar Spiesecke hatte den Schlüssel vor vier Wochen kurzerhand eingezogen.

Denn in der zweiten Nacht des neuen Jahres hatten die 16- bis 18-Jährigen offenkundig das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen gebracht. Anwohner verfassten einen Beschwerdebrief an die Gemeindeverwaltung Wiesenburg/Mark. Wie laut es aus dem Raum werden kann, weiß der Ortsbeirat ohnehin. Denn selbst wenn er im Nebenraum getagt hat, wurden die Boxen strapaziert. „Wer um Rücksicht bittet, findet nur kurz Gehör, dann schallt es um so lauter“, erzählt Reinhard Höhne. Der direkte Nachbar weiß nicht nur von Lärm und Dreck, sondern auch von Gestank zu berichten. Sein Garten ist offenbar als Latrine benutzt worden.

Lärmbelästigung aus den Räumlichkeiten

Die Schilderungen stimmen wohl. „Das lässt sich nicht abstreiten“, hieß es von dem halben Dutzend anwesenden Jugendlichen. Eine Entschuldigung oder Erklärung, wie es sich zahlreiche Erwachsene im Raum gewünscht haben, kam ihnen nicht über die Lippen. Auch die Brücke, die ihnen Ralf Münder baute, wurde nur zögerlich eingenommen. Er verwies auf die Werte, die von der Kommune gestellt werden. Der pflegliche Umgang mit Ausstattung und Beachtung von Betriebskosten sei das Mindeste. Immerhin wollen die Jungen und Mädchen nun als Gegenleistung auf Ordnung und Sauberkeit zwischen, Gemeindehaus, Kirche und Wartehalle achten.

Das Problem freilich ist symptomatisch, tritt vielerorts und immer wieder kehrend auf. In mehr als der Hälfte der 14 Dörfer stellt die Gemeinde Wiesenburg/Mark jeweils Jugendräume zur Verfügung, bestätigt Marco Beckendorf (Linke). Aktuell seien die wenigsten genutzt, so der Bürgermeister auf MAZ-Nachfrage. Nicht einmal das „Blaue Wunder“, der Container neben der Grundschule „Am Schlosspark“. Wenn, dann dienen die Domizile in der Regel ausschließlich als Treffpunkte für die Winterzeit. Aktives Klubleben wie vor 20 Jahren noch üblich will offenbar niemand, zeigte sich Ralf Münder desillusioniert.

Neueinstellung derzeit nicht möglich

Betreuung von der Kommune ist nicht in Sicht. Die eigentliche Jugendkoordinatorin ist seit langem krank, Ihre Vertretung ist inzwischen wieder weg. Eine Neueinstellung ist laut Verwaltungschef unter anderem wegen des fehlenden Etats und ausstehender Abstimmungen zum Aufbau des Familienzentrums nicht möglich.

„Gleichwohl gibt es Vorschriften, die nicht zur Disposition stehen“, erklärte sein Stellvertreter den Nutzern des örtlichen Jugendklubs. Hartmut König, der in Klepzig zu Hause ist, nannte insbesondere das Jugendschutzgesetz, was den Alkoholkonsum für Heranwachsende regelt, und die Hausordnung. Wenn diese von anderen _ etwa Auswärtigen _ nicht respektiert würden, müssten die Gastgeber dafür sorgen. Nötigenfalls mit Unterstützung der Eltern und anderen Erwachsenen. „Aber ihr müsst um Euren Schlüssel kämpfen“, gab Eckehard Moritz den jungen Leuten mit auf den Weg.

Von René Gaffron

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