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Kloster Lehnin Größtes Osterfeuer Brandenburgs: Diese Sehenswürdigkeit geht in Flammen auf
Lokales Potsdam-Mittelmark Kloster Lehnin Größtes Osterfeuer Brandenburgs: Diese Sehenswürdigkeit geht in Flammen auf
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14:49 15.04.2019
Steven Gaidecka (r.) und sein Vize Sebastian Gaidecka leiten den Freizeit- und Jugendverein, der das große Osterfeuer in Trechwitz aufbaut. Quelle: Christine Lummert
Trechwitz

In diesem Jahr wird es politisch beim Trechwitzer Osterfeuer. Zumindest ein bisschen. Auch der Freizeit- und Jugendverein, der in jedem Jahr ein Osterfeuer mit überregionaler Anziehungskraft errichtet, kommt am Thema Brexit nicht vorbei. Seit einigen Wochen bauen die Vereinsmitglieder auf dem Festplatz deshalb an der Londoner Tower Bridge.

„Den endgültigen Entschluss haben wir zwar erst getroffen, als es vor fünf Wochen mit dem Bau losgehen sollte“, sagt Sebastian Gaidecka, der stellvertretende Vereinsvorsitzende.

Der Freizeiclub aus Trechwitz (Potsdam-Mittelmark) hat auch in diesem Jahr wieder ein riesiges Gebäude angezündet. Die fast 8 Meter hohen Türme von Troja brannten am Samstag lichterloh. Hunderte Besucher kamen trotz des regnerischen Wetters und konnten auch ein Trojanisches Pferd bestaunen.

Die Idee, einmal die imposante Tower Bridge nachzubauen, hatten die Trechwitzer über die Jahre aber immer Hinterkopf. Jetzt hat es aufgrund der politischen Situation richtig gut gepasst.

Die Besucher sind immer wieder beeindruckt

„Vor zehn Wochen haben wir begonnen, das nötige Material zusammenzutragen und mit dem Aufbau sind wir an den letzten fünf Wochenenden gut vorangekommen“, sagt der Vereinsvorsitzende Steven Gaidecka. In der letzten Woche vor Ostern läuft der Countdown.

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Um rechtzeitig fertig zu sein, wird ab sofort jeden Tag fleißig gewerkelt. Es wird sicher gelingen, denn obwohl der Trechwitzer Freizeit- und Jugendvereins nur 35 Mitglieder zählt, schaffen sie es immer wieder, die Besucher am Ostersamstag zu beeindrucken.

Kolosseum und Skiprungschanze, Märchenschloss und Westernstadt, Raddampfer und Maya-Pyramide – immer wieder gehen kreative Ideen, in denen viel Arbeit steckt, in einem großen Feuer in Rauch auf. „Aktiv am Bau helfen immer 15 bis 20 Leute mit“, sagt Sebastian Gaidecka.

Die weiblichen Vereinsmitglieder kümmern sich derweil um die Versorgung der Mannschaft auf dem Festplatz. „Wir können uns da nur immer wieder bei unseren Frauen bedanken“, betont der Vereinschef.

Auf Details wie die Turmbekrönungen wird bei den Trechwitzer Osterfeuer-Erbauern wert gelegt. Quelle: Christine Lummert

Von Woche zu Woche sind die Türme der Tower Bridge in Blockhausbauweise immer höher nach oben gewachsen. „Im Maßstab sind wir ungefähr bei einem Verhältnis eins zu vier im Vergleich zum Original“, versucht Sebastian Gaidecka eine Größeneinordnung.

Inzwischen geht es langsam an die Detailarbeit. Die Turmbekrönungen werden zusammengezimmert und die Brückenverbindung steht schon.

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Natürlich ist wie beim großen Vorbild auch der Klappmechanismus voll funktionstüchtig. Und weil zu jedem Trechwitzer Osterfeuer auch ein kleines Schauspiel gehört, dürfen sich die Zuschauer von den Ideen des Freizeit- und Jugendvereins überraschen lassen.

Dass die Queen symbolisch in einem Boot die Themse heruntergeschippert kommt, ist eher unwahrscheinlich. Die kleinen Gäste können am Ostersamstag aber ganz sicher sein, das wieder hunderte bunt gefärbte Ostereier darauf, gefunden zu werden.

Spaß an der Gemeinschaft

Die Vereinsmitglieder genießen derweil noch die Ruhe vor dem Besucheransturm. „Eigentlich bauen wir die großen Osterfeuer nur für uns, weil wir einfach zusammen Spaß haben wollen“, sagt Steven Gaidecka. Der Vereinsvorsitzende betont zudem, dass das ganze Material zum Bau genau kontrolliert wird.

„Wir haben alle nötigen Genehmigungen eingeholt und halten uns an alle Vorschriften.“ Dann steht dem großen Spektakel nichts mehr im Wege.

Von Christine Lummert

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