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Potsdam-Mittelmark Lkw übergeben: Bauhof wird um 360 PS stärker
Lokales Potsdam-Mittelmark Lkw übergeben: Bauhof wird um 360 PS stärker
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13:05 12.02.2019
Die Mitarbeiter des Kloster Lehniner Baubetriebshofs vor dem neuen Lkw. Quelle: Frank Bürstenbinder
Kloster Lehnin

 „Allzeit gute Fahrt und viel Spaß bei der Anwendung!“ Mit diesen Worten übergab Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner am Montag einen fabrikneuen Lastkraftwagen an die Mitarbeiter des kommunalen Baubetriebshofs. Den Schlüssel bekam Mario Wolter, der als Stammfahrer das 360 PS starke Fahrzeug lenken und bedienen wird. „Fährt sich super“, so Wolters erstes Fazit nach einer kurzen Probe auf dem Betriebsgelände in Damsdorf.

Mit der rund 240 000 Euro teuren Anschaffung erhöht die Gemeinde die Schlagkraft ihres Baubetriebshofs beträchtlich. „Wir werden effektiver und können größere Lasten transportieren“, ist Bürgermeister Brückner überzeugt. Das mit Automatikgetriebe und Allradantrieb ausgestattete Fahrzeug aus der Lkw-Schmiede MAN kommt vor allem für die Straßenunterhaltung und den Winterdienst zum Einsatz.

Neues Auto schafft mehr

So erfolgte die Übergabe mit angebautem Schneepflug und einem drei Kubikmeter fassenden Streuautomaten aus Edelstahl auf der Ladefläche. Zwar bedient sich Kloster Lehnin beim Winterdienst mehrerer Kooperationspartner, doch zahlreiche Ortsdurchfahrten beräumt der Baubetriebshof in Eigenregie. „Dabei ist das neue Fahrzeug ein großer Vorteil. Wo ein Multicar mehrmals fahren muss, schafft es der Lkw mit einer Runde“, freut sich Teamleiter André Siegel.

Mit Ladekran

Insgesamt ist die Gemeinde für 180 kommunale Straßenkilometer zuständig. Dazu kommen die Bankette. Nach Unwettern umgestürzte oder gefällte Bäume können künftig mit einem Ladekran aufgenommen werden. Der Ladekran kann über einen Hochstand und über eine Fernbedienung gesteuert werden.

Drei-Seiten-Kipper

Bei dem von Kloster Lehnin angeschafften Lkw handelt es sich um einen MAN TGS 18.360, der für ein Gesamtgewicht von 18 Tonnen zugelassen ist. Der Dieselmotor bringt es auf 360 PS und erfüllt die Schadstoffklasse Euro 6c.

Die Aufbauten wie die Ladefläche und der Ladekran wurden von der Firma Falkenrehder Fahrzeug- und Metall GmbH montiert. Es handelt sich um einen Drei-Seiten-Kipper mit Allradantrieb und Automatikgetriebe.

Für das Fahrzeug gab es keine Fördermittel. Für den Kauf stellte die Gemeinde im Haushalt 240 000 Euro bereit. Durch die Winterdienstausstattung ist der Lkw ganzjährig einsetzbar. Bei den kleineren Kommunalfahrzeugen setzt der Bauhof auf die Marke Multicar.

Neben einem Holzgreifer steht auch ein Zweischalengreifer zur Verfügung. Letzterer kommt unter anderem zum Einsatz, wenn mal wieder Steine zu laden sind. „Das musste bisher alles mit der Hand gemacht werden“, sagte Martin Bertz, der im Kloster Lehniner Rathaus für die Verteilung der Aufgaben im Baubetriebshof zuständig ist.

Mario Wolter sitzt erstmals im Fahrerhaus des neuen Lkw. Quelle: Frank Bürstenbinder

Neben dem neuen Lkw als nun größtes Arbeitspferd setzt der Baubetriebshof weiter auf vier kleine Kommunalfahrzeuge vom Typ Multicar. Dazu kommen mehrere Transporter und zwei Traktoren. Doch solch eine teure Vergrößerung des Fuhrparks wie mit dem Lastwagen gab es bisher noch nie. Das Fahrzeug wurde komplett ohne Fördermittel angeschafft. Und zwar in Zusammenarbeit mit dem Zentraldienst der Polizei. Wie Stephan Dörries von der in Berlin ansässigen Firma MAN Truck & Bus Deutschland GmbH mitteilte, können sich die Kloster Lehniner auf eine dreijährige Garantie verlassen.

Einsatz in allen Ortsteilen

Der Kloster Lehniner Baubetriebshof erledigt Pflege- und Unterhaltungsarbeiten in allen 14 Ortsteilen. Dazu gehören neben den öffentlichen Verkehrsflächen auch die Grünanlagen und kommunalen Friedhöfe. Möglicherweise ergibt sich mit der Anschaffung des Lkw eine Alternative zur Laubentsorgung im öffentlichen Bereich. „Wir werden über die Aufstellung von sogenannten Big Packs nachdenken. Der Transport ist jetzt kein Problem mehr“, sagte Bürgermeister Brückner der MAZ.

Von Frank Bürstenbinder

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